Big Brother in München

13.11.2015 Die Kunst der Verschlüsselung (Kryptologie) erreicht jetzt ihren Höhepunkt. Nur diejenigen, die sie beherrschen, werden das Folgende verstehen:

Heute rief mich Edward Snowden an, der Held unseres Jahrhunderts. Natürlich war es nicht Snowden, aber er hatte ein vergleichbares Kaliber.

Er nannte ein paar Namen: Braco, den Kroaten mit dem heilenden und  „gebenden Blick“, „John of God“, einen brasilianischen Wunderheiler und Tacchiso Bertone, der als römischer Kurienkardinal die merkwürdigen Geschäfte der Vatikanbank organisierte, die von dem Journalisten Gianluigi Nucci in einem Buch dokumentiert wurden, das sich auf vertrauliche Informationen direkt aus dem Vatikan stützte, von mehreren „Edward  Snowdens“, die natürlich italienische Namen hatten. Die Folge: Papst Franziskus schmiss Bertone  raus und sorgte für eine gründliche Reform der kirchlichen Finanzen.

Wir sprachen auch über die RTL-Serie „Big Brother“, wo sich gegen gutes Honorar Freiwillige 24 Stunden am Tag von Versteckten Kameras beobachten lassen. Er sagte, falls mir jemals so etwas passieren sollte, müsse ich laut „Hilfe“ rufen, so wie im RTL-„Dschungelcamp“ die Promis aus früheren Zeiten rufen können, „Ich bin ein Star, holt mich hier raus.“ Er sagte, „Dann ist der Spuk vorbei.“

Von ihm erfuhr ich auch dass die Münchner Abendzeitung ein „Big Brother Team“ hat. Hier ist die öffentlich erreichbare Webseite:

http://www.abendzeitung-muenchen.de/thema/Big_Brother

Diese Thematik hat mich eigentlich bisher nie interessiert. Aber manches Rätsel bleibt ungelöst, bis man den passenden Schlüssel bekommt, den „Goldenen Ring“.

So etwas  verbreitet sich rasend schnell in der Großstadt, bei den Journalisten, in der Medienszene und bei den vielen arbeitslosen Schauspielern, die gern als Statisten auftreten und machen, was der Regisseur ihnen befiehlt. Auch meine zahlreichen Mitleser und mein gesamter Bekanntenkreis sind von dieser Nachricht begeistert.

Wer ist der Regisseur? Es sind mehrere, aber heute fiel ein neuer Name. Einer seiner satirischen Lieblingssprüche ist, „Die Erde ist keine Kugel, sondern eine Scheibe.“ Oder so  ähnlich. Der Satz stand jedenfalls auf einer bunten Ansichtskarte, die mir ein zweiter „Snowden“ zeigte, dies Mal ein freundlicher Mitarbeiter des Frankfurter Schauspiels.

Die beiden Insider traten getrennt voneinander auf und wussten genau Bescheid über meinen Fall. Die Sache hat sich herumgesprochen.

Wer dazu Näheres wissen will, lese den Artikel

„Schatten über Bayreuth“

http://luft.mind-panorama.de/category/fall-mollath/

Es nutzt also nichts, mich weiter zu belästigen. Die Beteiligten sind nicht nur mir bekannt, auch die vielen Mitwisser können jetzt als „Kronzeugen“ auftreten. Edward Snowden war ein Einzelner, aber Viele werden ihm folgen.

Ich selbst habe keinerlei Rachsucht, habe immer ein Gespräch angeboten. Jetzt hat es stattgefunden !

Dazu passt Richard Wagners gewaltige Komödie „Die Meistersinger von Nürnberg“. Für die Festwiese verwandte er als einziges Mal den Text eines anderen Dichters. Der Nürnberger Schusterpoet Hans Sachs schrieb eine Hymne auf seinen mutigen Zeitgenossen, den Reformator Martin Luther. Der Text:

»Wacht auf, es nahet gen den Tag. Ich höre singen im grünen Haf ein wonnigliche Nachtigall, ihr Stimm‘ durchdringet Berg und Tal. Die Nacht neigt sich zum Okzident, der Tag geht auf von Orient, die rotbrünstige Morgenröt her durch die trüben Wolken geht.“

Es singt der Chor der Metropolitan Oper New York:

„Wach auf!“

https://www.youtube.com/watch?v=t_bMNYBD0I4

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