Aschermittwoch.

2.2.2017. Aschermittwoch ist im Kalender dieses Jahres am ersten März. Am Rosenmontag finden im Rheinland, in Köln, Düseldorf und Mainz die kilometerlangen Umzüge des Straßenkarnevals statt. Weiter südlich ist draußen im Freien nicht viel los. In den bayerischen Gaststätten wird die Musik gedämpft, weil die angeheiterten Gäste sehr laut singen und grölen. Im Jahr 1988 habe ich das zum ersten Mal erlebt, vier Tage und Nächte, von Samstag bis Dienstag. Und das reichte bis heute.

Die Narrenfeste vor fünfhundert  Jahren, im europäische Mittelalter, waren der Beginn der Fastenzeit bis Ostern. Die Mönche in den Klöstern speisten zwar sparsam, entdeckten aber als Ersatz das Bier.

Das gab es nicht nur dort. Seit ein paar Wochen sind solche Orte darauf eingestimmt und dekoriert, wo sixh das Volk gesellig  freut und seine Herzen öffnet. Und dann blickt man in Untiefen, in Abgründe oder hinauf zu schneebedeckten Höhen, Das sind keine Sprachspielereien, sondern es ist erstaunlich, wenn man auf eine äußere Fassade blickt, was dahinter zu entdecken ist. Zum Beispiel ein alter Bayer mit grünem Trachtenhut, der in Wirklichkeit Amerikaner ist und vor fünfzig Jahren Militärpilot in Vietnam war. Oder ein Berliner, der beim Fall der Mauer im Jahr 1989 zur DDR-Volkspolizei gehörte und auf den Schießbefehl wartete. Jeder Mensch ein eigenes Buch.

Selbst wer nicht viel liest, wenig weiß, ist ein Teil der Außenwelt, wirkt als Reflex, als   Echo für Alles, was geschieht.

Ständig verändert sich die Realität. Jede Bewegung erzeugt Reflexe. Reaktionen. Neue Welten. Bändigen lässt sich das nur durch Kenntnisse. Erfahrungen. Nicht beschränkt auf Logik. Prognosen.  Auch wissenschaftliche Wettervorhersagen sind unsichere Lottospiele, weil die Elemente sich ständig verändern: Luftgeschwindigkeit. Temperatur. Luftfeuchtigkeit. Standort. Klima, Arktis oder Tropen.

Doch selbst Zufallsprinzipien haben eigene Gesetze, die sich entdecken und analysieren lassen, wenn nicht Amateure in Falschbeurteilungen das Chaos schaffen

Die körperlose Sprache der Musik hat ihre großen Regeln in den gedruckten Partituren, die jeden Ton im Notenbild genau angeben. Doch das einzig wichtige  Ergebnis ist der Klang, Unsichtbar. Nicht absolut. Abhängig vom Zusammenspiel  der Instrumente und deren Rolle im Gesamtergebnis. Tempo. Lautstärke. Crescendo

Zum Beispiel in Fritz Reiners zeitloser Aufnahme der Vierten Sinfonie von Gustav Mahler

https://www.youtube.com/watch?v=MVDwcj4lZR0