Das Geheimnis des Teufels

2611.2015. Das Folgende muss Niemandem Angst machen. Ich wiederhole mein Versprechen,  niemand bloß zu stellen.Gestern sind Zeichen und Wunder geschehen.

Der Alltag ist voller Banalitäten, Lärm und Wichtigtuern. Doch in ein paar Belanglosigkeiten kann sich auch ein Geheimnis verbergen. Hier sind es drei. So wie die christliche Trinitas drei Inkarnationen Gottes kennt: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Was das bedeutet, wurde kürzlich schon an anderer Stelle erklärt.

Hier sind es jetzt drei Namen. Der erste Hinweis klingt banal: Meine Verlobte heißt Nora. Dabei war und bin ich niemals verlobt gewesen. Und werde es auch nicht sein. Doch derjenige, den es angeht, wird es verstehen. To whom it may concern. Zu diesem Namen gehört auch ein Beruf: Der Handwerker. Also ein Mensch, der praktische Fähigkeiten hat. So wie die Baumeister der  mittelalterlichen Kathedralen, der sichtbaren Zeichen Gottes auf der Welt und in ihrer unglaublichen architektonischen Formensprache ein Bild  des Paradieses.

Der zweite Name ist Reinhard. Das Reine ist ein Zeichen der Unschuld. Außerdem der Begriff der Härte. Das kann grausam sein, wenn es sinnlos wütet, aber in Verbindung mit der Reinheit ist es ein Wort der Vollkommenheit. Einen solchen Menschen kenne ich seit 28 Jahren. Wir streiten uns, und in seiner Wortwahl kann er gnadenlos sein, so wie vorgestern, als ich mit ihm über die Zahlenmystik sprechen wollte. Er schnauzte, „Das ist doch Spinnerei. Hirngespinste.“ Beruhigt hat er sich erst, als ich ihn an die Kabbala erinnerte,  die von Symbolzahlen durchdrungen ist. Denn studiert hat er Kirchengeschichte, und da macht ihm eigentlich keiner etwas vor.

Der dritte Name ist Saulus, der unerbittliche Christenverfolger, der nach einem Zeichen der Erleuchtung zum Paulus wurde, zum Apostel und Verkünder der christlichen Lehre. Paulus bedeutet in italienischer Sprache Paolo. Ein Freund seit ebenfalls 28 Jahren, der mich verraten hat. Aber nicht, weil er ein schlechter Mensch ist, sondern weil man ihn erpresst hat. In Süditalien ist die Kriminalität besonders hoch, weil dort die Mehrheit der jungen Männer arbeitslos ist. Eine leichte Beute für Verbrecher, die gehorsame Befehlsempfänger brauchen. Doch die Opfer sind immer schuldlos, auch wenn sie einen Freund ermorden – im Auftrag unsichtbarer Drahtzieher, die sich im Dunkeln verstecken.

Der vierte Name ist Friedrich. Das ist kein Heiliger wie der mittelalterliche Kaiser Friedrich II,, der in Apulien die Burg Castelmonte baute, die  auf Luftaufnahmen sich als ein symbolistisches Rätselwerk zeigt, das ich in einem anderen Blog bereits ausführlich analysiert habe.

Friedrich von heute schreibt Kriminalromane, angeblich auf der Suche nach dem Guten, aber versponnen in sein eigenes düsteres Innenleben. Im April 2011 habe ich ihn in einer wichtigen Sache um Hilfe gebeten, weil er gute Kontakte zum Bayerischen Landeskriminalamt hat. Als er verstanden hatte, um was es geht, hat er geschrien und gebrüllt, „Was erzählen Sie denn da!!!“ Das passierte in seinem Stammlokal, einer unscheinbaren Münchner Arbeiterkneipe. Gestern habe ich ihm bei seiner Autogrammstunde die Meinung gesagt, aber nur ganz kurz und höflich. Und zum Schluss habe ich gesagt, „Schau ma mo.“ Das ist bayerisch und bedeutet: Wir werden sehen.

Der fünfte Name ist eine kleine Kneipe, so wie in dem Lied von Peter Alexander:  „Der Abend senkt sich auf die Dächer der Vorstadt. Die Kinder am Hof müssen heim. Die Krämersfrau fegt das Trottoir vor dem Laden. Ihr Mann trägt die Obstkisten rein. Der Tag ist vorüber, die Menschen sind müde. Doch viele gehen nicht gleich nach Haus. Denn drüben klingt aus einer offenen Türe Musik auf den Gehsteig hinaus. Die kleine Kneipe in unserer Straße. Da wo das Leben noch lebeswert ist. Dort in der Kneipe in unserer Straße. Da fragt Dich keiner was Du hast oder bist.“

Dort war ich gestern Abend. Und da hat sich etwas Erstaunliches ereignet. Ich kam mit einem Stammgast ins Gespräch. Er heißt Martin und behauptet, er wäre Elektriker. Doch an seiner Sprache war zu erkennen, dass er etwas ganz anderes war: Ein Kriminalbeamter. Er war ganz verblüfft, als er das hörte, gab es dann aber zu. Dann habe ich ihm von meinem Fall erzählt, und am Ende hat er mir beim Fortgehen respektvoll die Tür aufgehalten. Ich sagte, „Du bist sauber. Aber andere sind es nicht.“ Vorher hatten wir uns über die Bandidos unterhalten. Das sind Höllenengel, Hells Angels. Vor ein paar Tagen habe ich zwei davon in dieser kleinen Kneipe getroffen. Sie waren Schwergewichtler, trugen aber nicht die typische Lederjacke, die  „Kutte“, ihr Erkennungszeichen mit dem Symbol aus der Hölle. Der Eine war Chef, trug eine silberne Brille und einen blonden Pferdeschwanz am Hinterkopf. Ich sagte zu ihm, „Wo habt ihr denn eure Kutte gelassen.“ „Die ist zu Hause.“ „Aber ihr habt doch euren Treffpunkt gleich um die Ecke.“ Dazu nickte er. Dann sagte sein schwergewichtiger Begleiter, „Misch dich nicht in unser Gespräch ein.“ „Aber dein Chef redet doch mit mir.“ Dann bin ich gegangen, und der dicke Verbieter sagte, „Es war nicht bös gemeint.“ „Doch – das war bös gemeint.“

Und jetzt kommt die Hauptsache: Der Teufel, die Hölle sind nur Teile des universalen Dulitätsprinzips: Gut und Böse. Chinesich: Yin und Yang.

Alastair Crowley gründete den mystischen Orden des „Golden Dawn“, der Goldenen Morgendämmerung. Er bezeichnete sich selbst als Satanisten, als Tier 666. Das  ist der Name des Teufels in der Apokalypse des Johannes. Doch nach dem Weltuntergang  und dem Jüngsten Gericht, das die Verdammten in die Hölle sendet, kommen die Gerechten in das Paradies, wo sie bis an das Ende aller Zeiten an der Seite Gottes sitzen.

Den genauen Wortlaut des Weltuntergangs  habe ich in einem anderem Blog zitiert:

 „Einen Saal sehe ich, heller als die Sonne“

https://btpersp.wordpress.com/2011/01/18/einen-saal-seh-ich-heller-als-die-sonne/

Johann Sebastian Bach wurde oft als der „Vierte Evangelist“ bezeichnet, weil seine Kompositionen zwar sehr komplex und schwierig zu spielen sind, aber er in unmittelbarer Nähe des Numinosen gewaltige Klanggebirge schuf. Das Numinose ist die Wahrnehmung der Zeichen des „Allmächtigen Baumeisters aller Welten“ (ABAW), die für den Menschen erkennbar sind.

Hier kann man ein Beispiel davon hören. Albert Schweitzer bezeichnete in einem umfangreichen Buch die Komponisten Bach und Richard Wagner als „Alpha und Omega“: Anfang und Ende der Musik.

Albert Schweitzer spielt auf der Orgel Bachs Melodie „Ein feste Burg ist unser Gott“, nach einem Text des Reformators Martin Luther:

https://www.youtube.com/watch?v=VRgDxjgwWLc