Das Neue Jahr

28.12.2016. Aus den Panoramafenstern des bekannten Platzes schaut man auf das Stadtgewimmel. das im  Netz geplanter Linien, Busse, Straßenbahnen, seine Wege findet. Jeder reist und läuft mit eigenem Schicksal, das sich manchmal wie magnetisch mit anderen verbindet, für einen Atemhauch, oder für Jahre und den Austausch in Gesprächen, die an Oberflächen warten, sich an Stichwörtern entzünden und dann manchmal Staunenswertes wecken. „Da ist etwas Größeres zwischen uns.“ So klang es vor sechs Monaten, auf einer Sommerterrasse. Hört sich gut an, kann jedoch auch etwas Anderes bedeuten. Auch die.damals erwähnte „Mischung aus Verstand und Phantasie“, die eine eigene Energie entwickelt, je nachdem, wer sich beteiligt. Und das sind Viele. Selbst im Stimmengewirr an voll besetzten Tischen warten Innenleben, die sich öffnen wollen, die beim nächsten Zufallstreffen weiter sprechen.

Die schwarzen Locken, die oft ganz nah waren, werden wohl in dreißig Jahren grau sein, langsamer als die zwei vergangenen Novemberwochen, wenn das Herbstlaub welkt und fällt. Aufgrund der Riesen-Datenfluten aus Computern wird die Welt immer klarer und durchschaubarer, bis auf die Dimensionen, die man spüren, doch bisher nicht deuten konnte. Einflüsse von außen und von innen verändern Alles. Im letzten Herbst, der nachdenkliche alte Bayer mit dem grünen Trachtenhut, war eigentlich gar keiner, sondern nach dem Krieg vor siebzig Jahren ein US.Militärpilot. Was einmal war, ist nicht mehr seine Gegenwart.

Das Monatsende in drei Tagen, ist immer auch ein Vorspiel für das nächste Jahr. Und Allen, die im Hellen wie im Dunklen den Horizont erweiterten gilt ein Gruß vom letzten Sommer, wie erwähnt: „Da ist noch mehr.“ Viele wissen das genauer als man vorher dachte.

Unterschätzt werden Naturbegabungen. Händels Meisterwerke haben ein Markenzeichen: Den jubelnden, festlichen Grundton. Vor dreißig Jahren gab es eine persönliche Tradition: Der Silvesterabend wechselte um Mitternacht zum Neujahrstag, mit einer Aufzeichnung, die man auch hier hören kann:

Leopold Stokowski dirigiert Händels „Feuerwerksmusik“

https://www.youtube.com/watch?v=3mz31s8h6yE

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