Das verzauberte Café des Eisernen Ritters

30.11.2015. Wer ist der Eiserne Ritter? Wenn man die zwei Wörter in einen süddeutschen Dialekt übersetzt, hat man den Namen des Inhabers von einem Café, das ich viele Jahre nur zum Zeitunglesen besucht und sonst nicht weiter beachtet habe. Doch kürzlich wartete ich dort auf einen interessanten Gesprächspartner und habe zum ersten Mal über die Ausstattung des Raums gestaunt. Alles war voller Symbole, die sehr diskret gestaltet waren und deshalb auch nicht belästigend wirkten.

An der Decke ein  Sternenhimmel aus blitzenden Glühbirnen. Vor den Fenster Lichterketten, die das Sternen-Motiv verstärkten. Die Deckenmalerei bestand aus einem Seiltänzer, der ohne Sicherheitsnetz auf einen orangefarbenen Sonnenschirm zulief., also in der Farbe der Morgendämmerung, mit der jeder wolkenlose Tag beginnt und um 12.00 Uhr  seinen höchsten Sonnenstand erreicht, das Mittagslicht, auch ein Zeichen der Erkenntnis.

Auf jedem Tisch war eine Stola, ein Tuch, wie es zu Messgewändern getragen wird. Das Tuch hatte die Hauptfarbe Orange (Morgendämmerung) und lange dünne goldene Streifen. Also der „Golden Dawn“, ein Orden, den im vergangenen Jahrhundert der Brite Alastair Crowley gründete. Was das bedeutet, kann hier aus Platzgründen nicht weiter erklärt werden, aber die Wikipedia ist für jeden Interessierten frei zugänglich und hat dazu weitere Informationen.

Die Rückenlehnen der Holzstühle waren in der Form einer drei-adrigen Blütenknospe gestaltet, wie sie schon im Mittelalter eine starke Bedeutung hatte. Die Bilder an den Wänden zeigten arkadische Idyllen, Traumlandschaften mit mythologischen Figuren. Um die Eingangstür rankte sich grünes Weinlaub. Der Wein ist nicht nur ein alkoholisches Getränk wie viele andere, sondern regt auch die Gedanken an, die Phantasie und die Ideen, die sich mit persönlichen Lebenserfahrungen verbinden.

Links von der Eingangstür sah man zwei kleine Putten, Engelsfiguren. Eine trug einen Speer mit Girlanden. Das ist Der Pfeil Armors, des Liebesgottes. Rechts vom Eingang sah man das Bild eines Narren, eines lächelnden Harlekins, der einerseits die Welt nicht versteht und andererseits deshalb auch zufrieden und ausgeglichen ist.

Wo diese Café liegt, wird absichtlich nicht bekanntgegeben, denn es soll keine neue Attraktion für den unruhigen Massentourismus werden. Dort habe ich gestern ein faszinierendes Hintergrundgespräch geführt und bekam konkrete Hinweise auf Vereinigungen, die sich mit fernöstlichen Denkmethoden beschäftigen.

Es bringt nichts, ständig irgendwo „magische Geheimnisse“ zu wittern und Unsinn zusammen zu phantasieren. Aber es gibt diese Zeichen tatsächlich, und Viele nehmen sie deshalb nicht wahr, weil sie von der täglichen Informationsflut des Fernsehens, des Facebook-Internets und sonstiger Sensationen  abgestumpft sind.

Wer  die Kunst des Meditierens beherrscht, kann das auch in einer überfüllten U-Bahn oder in einem lärmenden Wirtshaus. In  Tibet hört sich das so an:

„Relaxing Meditation Music: Tibetan Music, Shamanic Healing Music“

https://www.youtube.com/watch?v=3rHcE0P1zpw

Und hier ein paar Bilder vom verzauberten Café:

DSCN0224 DSCN0225DSCN0218DSCN0219DSCN0222

.