Der Tag brach an. Da läuteten die Glocken.

17.11.2015. Die Überschrift ist ein Zitat aus Wagners Tannhäuser: Die Romerzählung und die Begegnung mit dem Papst:

„Der Tag brach an. Da läuteten die Glocken.: Hernieder tönten himmlische Gesänge.
Da sah ich ihn, durch den sich Gott verkündigt,
vor ihm all Volk im Staub sich niederließ, und Tausenden er Gnade gab.

Da naht‘ auch ich; das Haupt gebeugt zur Erde, klagt‘ ich mich an mit jammernder Gebärde
der bösen Lust, die meine Sinn‘ empfanden,
und um Erlösung aus den heissen Banden  rief ich ihn an, von wildem Schmerz durchwühlt. –
Und er, den so ich bat, hub an: – «Hast du so böse Lust geteilt, dich an der Hölle Glut entflammt,
hast du im Venusberg geweilt:  so bist nun ewig du verdammt!“  

Da sank ich in Vernichtung dumpf darnieder, die Sinne schwanden mir

Als ich erwacht,  auf ödem Platze lagerte die Nacht, von fern her tönten frohe Gnadenlieder. Da ekelte mich der holde Sang. Vn der Verheißung lügnerischem Klang, der eiseskalt mir durch die Seele schnitt,  trieb Grausen mich hinweg mit wildem Schritt.
Dahin zog’s mich, wo ich der Wonn‘ und Lust  so viel genoss an ihrer warmen Brust! –
Zu dir, Frau Venus, kehr‘ ich wieder, in deiner Zauber holde Nacht;
zu deinem Hof steig‘ ich darnieder, wo nun dein Reiz mir ewig lacht!“

Gestern um 7.00 Uhr früh läuteten draußen die Kirchenglocken. Das ist nicht selbstverständlich, denn  sie läuten fast kaum noch. Wahrscheinlich fehlt es an Kirchenpersonal, obwohl man das auch mit einer vollautomatischen Zeitschaltung regeln kann. Oder die Nachbarn haben sich beschwert. Manche reichen Leute ziehen aufs Land und beschweren sich dann über  das Gebimmel von Kuhglocken und morgens krähende Hähne Sie passen sich nicht an die alten Traditionen an, sondern wollen alles verändern, vielleicht sogar, das Rad neu erfinden. Um 10.00 Uhr schallte  wieder der Glockenklang und rief zum Gottesdienst, den ich aber schon seit vielen Jahren nicht mehr besuchen, weil die endlos zelebrierten Rituale sich immer wiederholen. Doch danach stand ich auf und schrieb den Artikel über „Die unsichtbare Energie – Meditation und Magnetismus.“ Es ist sinnvoller, konzentriert nachzudenken statt eine reformbedürftige, langweilige Veranstaltung passiv über sich ergehen zu lassen..

Gong und Trommeln erzeugen Geräusche, die den Beginn einer Theatervorstellung mitteilen oder in prähistorischen Zeiten Afrikas Nachrichten weitergaben, zum Beispiel deutete ein schnelles, lautes Trommeln auf eine bevorstehende Gefahr hing, langsame Trommelschläge  begleiteten feierliche religiöse Rituale. Das schwerste Gewicht, in ihrer materiellen und symbolischen Bedeutung, haben Kirchenglocken, vor allem in der Frühzeit der Katholischen Kirche

Die Tabula Smaragdina, die Tafel aus Smaragden, ist ein kurzer Text aus der Antike, der überliefert ist und im Internet ausführlich kommentiert wird. Er bedeutet: Das Große ist wie das Kleine. Oder: Im Makrokosmos und im Mikrokosmos gelten die gleichen Gesetze. Dieser Gedanke hat auch die modernen Naturwissenschaften inspiriert und letztlich mit dem Weg über die Entdeckungen des Physikers Albert Einstein die Entwicklung der Mikroelektronik ermöglicht und damit auch das Internet.

Kürzlich sprach ich mit einem Iraner, der von seiner ganzen Aufmachung her wie ein rabiater Security-Mann wirkte.  Er sagte, „Was kann denn ich dafür, wie ich aussehe?“ „Genau! Und darum rede ich mit dir.Erst im Gedankenaustauch lernt man einen Menschen genau kennen.“ Dann stellte sich heraus, dass er in seiner Heimat Archöologie-Geschichte studiert hatte, damit jedoch beruflich nichts anfangen kannte, auch nicht in Deutschland. Also hat er tatsächlich als Scurity-Mann gearbeitet, aber Freude gemacht hat es ihm nicht, weil seine psyachische Energie nicht zu den Satanisten gehörte, die zu achtzig Prozent als Sadisten geboren werden und auch als Sadisten sterben.

Noch schlimmere Vorurteile gab es 1972  bei den Palästinensern, die bei den Olympischen Spielen in München für Entsetzen sorgten. Andere jedoch waren vor dem Chaos in ihrer Heimat nach Deutschland geflohen, wo sie dann pauschal abgeschoben werden sollten. Damals, mit 21 Jahren, lernte ich in Norddeutschland einen jungen Palästinenser kennen, zunächst mit vielen Sorgen und Bedenken. Aber dann waren wir sechs Jahre lang eng befreundet. Er ist der einzige Mensch, mit dem ich mich niemals gestritten haben. Er war Hilfsarbeiter in einer Betonfarbik und deshalb nicht in der Lage, Bücher zu lesen oder sich fortzubilden. Aber er hatte die gleiche positive Energie wie ich. Wenn das geschieht, dann verstärken sich beide Energien. Um seine sofortige Abschiebung zu verhindern, habe ich mich gründlich in das damals gelten Asylrecht eingelesen, seinem faulen Rechtsanwalt juristische Schriftsätze geschickt, bis nach sechs Jahren (!) und vielen Einsprüchen und Widersprüchen die endgültige Abschiebungsverfügung erlassen wurde. Zur letzten Verhandlung vor dem Oberwaltungsgericht brauchte er keinen Rechtsanwalt mehr, und ich saß im Zuschauerraum. Da die Richterin merkte, dass er sie kaum verstehen konnte, bat sie mich nach vorn, und dann durfte ich mit dem Vertreter der Abschiebungsbehörde streiten. Ich sagte ihm, dass der Mann in Lebensgefahr wäreund die Behörde mitschuldig sei, wenn ihm etwas Schlechtes passieren würde. Der beamtete Jurist geriet außer Fassung und schrie der Protokollführeroin zu, „Nehmen Sie das in das Protokoll auf.“ Ich sagte, „Das muss sowieso geschiehen und wird gegen die Stadt als Dokiument verwendet, wenn er umkommt.“ Natürlich wurde er trotzdem – in der damligen Gefahrensituation – abgeschoben. Er kaufte sich zwei gebrauchte Autos, wo wir beide am Steuer saßen und auf den Beifahrersitzen seine Frau und sein Bruder..

Diese Autofahrt habe ich in einem anderen Blog – in eigener gefährlicher Situation – am 15.1.2013 ausführlich beschrieben:

„Jordanien 1978“

http://mind-panorama.de/website-spiegelnde-seen/jordanien-1978.html

Was lernt man daraus? Nicht jeder, der wie ein Verbrecher wirkt, ist auch einer.

Jetzt noch ein kurzer Überblick über die aktuelle, dramatische Berichterstattung der Presse nach den Anschlägen in Paris:

Die Morde  kann man nicht Alleintätern zuschreiben. Sie sind – an sieben Stellen gleichzeitig – systematisch vorbereitet und inszeniert worden. Bundeskanzlerin Merkel, die „in ihrer ganzen Betroffenheit mit dem gesamten deutschen Volk“ an der Seite der Franzosen steht, verbittet es sich, einen Zusammenhang mit den „armen Menschen“ herzustellen, deren schiere Masse nicht mehr volll ständig registriert werden konnte. Darunter sind sicherlich auch sogenannte „Schläfer“, die per SMS auf dem Smartphone  jederzeit aktiviert werden könen.

Dahinter steckt des System des „Alten vom Berge“, das ich – in eigener gefährlicher Situation – am 8.12.2012  in einem anderen Blog analysiert habe:

http://mind-panorama.de/website-spiegelnde-seen/der-alte-vom-berge.html

An weiteren Spekulationen will ich mich ausdrück hier nicht beteiligen, habe das aber im privaten Bekanntenkreis getan. Allen fiel auf, dass jetzt verstärkt die Frage gestellt wird, warum die Geheimdienste die nahende Gefahr nicht früher erkannt haben. In Thüringen überprüft ein ganz neuer Untersuchungsausschuss unter Clemens Binninger noch einmal die Spuren und Verbindungen, die zwischen der zehnjährigen Serie der NSU-Morde an Ausländern und dem thüringischen Verfassungsschutz bestehen. Dort wird man auch die Verbindungen zu den aktuellen Ereignissen erkennen. Wenn man die Ursachen einer Krankheit erkannt hat, kann man sie auch heilen. Das ist im Moment dringlicher als alle  geschwätzigen Konferenzen mit der ahnungslosen und „tief bestürzten“ Kanzlerin Angela Merkel.

Tannhäusers Romerzählung schildert die Pilgerfahrt des Büßers, der sich auf das sexuelle Vergnügen mit der Göttin Venus eingelassen hat. Der Papst jedoch verflucht ihn. Na ja, dann kehrt er eben zu seiner Venus zurück.

Hier singt der unglaubliche Wolfgang Windgassen die Romerzählung:

https://www.youtube.com/watch?v=rNv2axsRZQU

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