Die Energie des Weltalls

20.8.2020. Der Durchmesser unseres Planeten ist mehr als 12,7 Millionen Kilometer lang. Die festen Teile der „Erde“ haben auch zu dem genannten Namen geführt. Die allwissende Göttin „Erda“ galt bei den Germanen als erste Ur-Mutter, als Inbegriff der Weisheit und im Besitz aller Geheimnisse der Zukunft, seit dem frühesten Anfang aller Zeiten. Die Gesamt-Oberfläche der Erde besteht zu etwa zwei Dritteln aus Wasser, das die Himmelsfarbe Blau spiegelt und deshalb den Namen „Blauer Planet“ trägt. Die Wellenbewegungen der mächtigen Ozeane entstehen durch die Veränderungen der Luft, und die stärkste Energie kommt vom heißen Sonnenfeuer. Das sind die vier ältesten Grundelemente: Erde, Wasser, Luft und Feuer, die schon bei den Gelehrten der Antike als zentrale Bausteine galten, als Fundament und Voraussetzung für alles Leben, bei Pflanzen und Tieren.

Wellenbewegungen jeder Art sind Auslöser für wechselnde Stimmungen. Denn der Mensch wird nicht nur vom Verstand gelenkt, sondern viel mehr noch von der Psyche, deren Kräfte am Körper nicht sichtbar sind, allerdings erkennbar werden in den Reflexen der Gesichtsmuskulatur und der Körperprache. Wenn mitten in einem Gedankenaustausch das Knie eines Zuhörers eine heftige Vorwärtsbewegung macht, dann hat man ein Stichwort genannt, das wie ein Schlüssel eine wichtige Tür verriegeln soll. Folgt man dieser Spur, entstehen zusätzliche Assoziatons-Brücken, die Querverbindungen sichtbar machen, oft ganz nahe am Ziel.

Dass materielle Dinge funktionieren, genauso wie Geld, Macht und deren Nutzung, ist eine natürliche, unersetzliche Voraussetzung, aber die stärkste Kraft für alle Lebewesen hat die Psyche und die mit ihr verknüpften Emotionen. Wenn man in einem zoologichen Tierpark die menschenähnlichen Orang-Utans anschaut, sieht man es ihnen sofort an, dass sie wegen der fehlenden Bewegungsmöglichkeiten einen stark depressiven Gesichtsausdruck haben, sich trotz ihrer kräftigen Muskeln nur träge fortbewegen. Sie ärgern sich auch, wenn sie angestarrt werden. Ahnungslos habe ich das einmal gemacht. Da griff ihr zotteliger Anführer in den Dreck auf dem Fußboden, warf einen wütenden Blick herüber, zielte kurz und landete einen Volltreffer auf meinem fleckenlos weißen Sommerhemd. Das war schnell abgewaschen, aber solch eine Szene vergisst man nie.

Die Riesenmenge an Bewegungen in der Psyche wird oft falsch erkannt und bewertet. Gerichtsgutachten wimmeln davon und tarnen sich sogar noch in einer unverständlichen Fachsprache mit vielen Fremdwörtern. Welchen Schaden solche Fehler anrichten, ist jedem Zeitungsleser bekannt. Von Schadensersatz und Entschädigungen hört man kaum etwas. Deshalb geht der Zirkus auch einfach weiter. Der dazu passende Fall, vom finanziell ruinierten „Wetterfrosch“ Jörg Kachelmann, ist wegen vieler boshaften Journalisten und den wenigen klaren Beobachtern in allen Details bekannt und immer noch nachzulesen.

Die Psychologie mit ihren vielen Varianten und Mode-Verwirrungen hat gewaltige ungenutzte Elemente, die überlebenswichtig sind, wenn man sie braucht. Es gibt sogar ganz offene Stimmen, wenn zugelassene Ärzte darüber berichten, dass sie selbst einmal Betroffene waren. Sogar Kollegen konnten ihnen nicht helfen. Einem alten Freund, der unter Depressionen und Panikattacken litt, sagte ein akademisch geprüfter Medizinmann, nach vorherigen Fehlschlägen anderer Kapazitäten und langen Sitzungen, „Ich kann Ihnen nicht helfen.“

Da habe ich es ihm versprochen, weil wir uns schon dreißig Jahre kannten und er ein offener Charakter war, der nichts zu tun hatte mit hartnäckigen Täuschungsversuchen und Schmierentheater. Eine einzelne Methode wirkte, aber beschränkt auf diesen Fall: Die Wiederholung von früheren unangenehmen Erlebnissen und Erfahrungen. Solche Grabungen in versteckten, schwer zugänglichen Unterwasser-Höhlen lösen auch Gegenwehr aus, weil die hartnäckig überlebenden Erinnerungen geheim bleiben wollen. Diesmal reichte Geduld. Des Rätsels Lösung war eine misssglückte, schwere Krankenhaus-Operation, die außerdem unnötig war, aber körperliche Dauerschäden auslöste, die zwar nicht weh taten, aber einige private Lebensgewohnheiten beendeten. Als das endlich geklärt war, hörten zeitgleich auch die psychischen Belastungen auf. Bereits als Frührentner mit Arbeitsblockaden und Opfer von Konzentrationsstörungen, normalisierte sich der Gesamtzustand, und die jetzt noch lebendigen Streitereien sind Teil von jedem Alltagsleben, das keine Einmichung und nutzlose Hilfe von herrschsüchtigen Kopfdoktoren braucht.

Es gibt noch viele andere Methoden. Sie müssen nur zwei, nicht selbstverständliche Bedingungen erfüllen: Erkennbare, nachprüfbare Wirkungen, ohne Druck und Drohungen. Keine Hintergedanken, wegen erhoffter hoher Geldeinnahmen, keine überflüssigen Medikamente.

Die anfang erwähnten Wellenbewegungen der Ozeane gibt es in allen Elementen der Welt. Große unerforschte Bereiche leben im Bewusstsein, der Wahrnehmung der Außenwelt. Noch viel größer sind die Riesen-Speicher des Unterbewusstsein, deren Geringschätzungen Krankheiten auslöst.

Nicht jede Musik wirkt darauf. Aber Anton Bruckner (1824 – 1896) kannte den Zugang. Als er 1875 in strömendem Regen die Baustelle des Bayreuther Festspielhauses besuchte, rutschte er im nassen Gelände aus und fiel hin. In diesem Zustand besuchte er Richard Wagners Privatvilla und bekam eine persönliche Widmung für seine mitgebrachte, eigene Dritte Sinfonie. Dann führte der Gastgeber ihn an das Rundfenster seiner Bibliothek und sagte, „Dort werde ich einmal liegen.“ Er meinte seine fest geplante Grabstätte. Ein kurzes Gespräch, aber mit Stichworten, die nachwirkten. Denn beide waren sich näher als es jede langatmige Biographie zerreden kann. Ihre Werke öffnen die Tür zu den Landschaften der Psyche, mehr als andere Forschungsreisen in dieses immer noch unbekannte Land.

Als sein Vorbild im Jahr 1883 in Venedig starb, komponierte Bruckner den langsamen Satz seiner Siebten Sinfonie und nannte ihn „Trauermusik zum Tod des hoch seligen Meisters“. Von Verzweiflung ist darin nichts zu hören. Es ist eine zuversichtliche Hymne, wie das große Liebes-Motiv am Schluss der „Götterdämmerung“, mit dem der Weltuntergang auf eine ganz andere Ebene übergeht.

Alle drei Teile der Siebten Sinfonie dirigiert hier Herbert von Karajan :

https://www.youtube.com/watch?v=3pioV8yB3iA

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