Die Kabbala

16.9.2020. Die Kabbala enthält mystische Schriften. Das Wort bedeutet „Gespräche“. Es deutet Zahlen, Texte und Bilder als die Zeichen Gottes, die für den Menschen erkennbar sind. Versteht man den Inhalt, enthält er eine starke Energie, und möglich ist die Unio Mystica, die gedankliche Vereinigung mit Allvater, dem Baumeister aller Welten.

Ursprung soll die Überreichung der Zehn Gebote an Moses im brennenden Dornbusch gewesen sein, nachdem er mit seinen Anhängern das Land Ägypten, etwa 1.000 v.Chr., für immer verlassen hatte. Die Ausreise, den Exodus, hatte der allmächtige Herrscher Pharao genehmigt. Im Spätmittelalter des 15. Jahrhundert n. Chr. wurden die Schriftsammlungen der Kabbala zum Zentrum der altbiblischen Forschung.

Ein Hauptthema ist die Numerologie, die Lehre von den Heiligen Zahlen. Null ist die Welt im Urzustand, eine Dimension der Leere und Dunkelheit. Die Drei bedeutet Heiligkeit: Der Urvater, seine mächtige geistige Energie und der Sohn, die menschliche Erscheinungsform der beiden anderen. Die Geburt Christi markiert den Beginn unserer Zeitrechnung. Aber er war umstritten, bei den altgläubigen Pharisäern und Schriftgelehrten. Sie erreichten seine Verhaftung. Richter war der römische Statthalter Pontius Pilatur. Er urteilte: „Ich finde keine Schuld an ihm.“ Doch der feindselige Hohepriester Kaiphas und seine Anhänger widersprachen. Unter der falschen Beschuldigung der Gotteslästerung folgte ein Todesurteil: Die öffentliche Kreuzigung.

Jahrhundertelang hatten seine Feinde und deren Vorfahren auf den Messias gewartet, den Heiland und Erlöser der verdorbenen Welt. Christus sah sich selbst auch so und bestätigte das in seinem Prozess. Darauf sprang der Hoheprieser Kaiphas auf und schrie: „Ihr habt es alle gehört ! Er hat Gott gelästert.“ Also Gott beleidigt. Aber das ist gar nicht geschehen.

Vorher und nachher, bis heute, gab es immer wieder selbst ernannte Propheten und Welterlöser. Eine falsche Selbsteinschätzung. Oder eine Methode, um systematisch viel Geld für sich selbst zu verdienen oder Macht über Gemeinschaften oder Nationen auszuüben. Wenn Staatsreligionen ein ganzes Land dominieren, kommt es zu gewaltsamen Übergriffen gegen Kritiker und Andersdenkende.

Man sollte jeden Glauben vorsichtig behandeln, nicht feindselig. Sonst übernehmen getarnte Staatsfeinde die Kontrolle.

Ich lehne das ab. Aber es passt folgender Hinweis: Über den Inhalt sämtlicher Atikel hier denke ich vorher nicht nach. Nachmittags und nachts fließen die unterschiedlichsten Gedanken zusammen. Aber erst eine halbe Stunde vor einem neuen Text schiebt sich plötzlich ein neues, eigenes Thema in den Vordergrund und wird, ohne jede vorherige Planung, ergänzt. Das Ergebnis ist dann oft gar nicht beabsichtigt. Aber wenn es keine schweren Fehler enthält, bleibt es so stehen.

Das war schon im Altertum die Arbeitsweise eines jeden Mediums. Das ist ein Vermittler zwischen verschiedenen Dimensionen. Materielle, emotionale, juristische und religiöse Themen. So etwas ist angeboren und wird durch erlerntes Schulwissen und Erfahrungen nur ergänzt, aber nicht verursacht.

Der griechische Gott Merkur, der römische Mercurio waren Boten, Vermittler zwischen den Welten des Kosmos und dem Planeten Erde. Dabei entstand eine gewaltige, universale Energie, die zur weiteren Fortentwicklung führt, zur Evolution. Gleichzeitig wirken die Kräfte der Zerstörung, in Krisen und Spannungen unterschiedlicher Staaten und ihrer Bewohner. Dagegen hilft kein Jammern, sondern Ursachenforschung, Auswertungen und realistische Problemlösungen, die oft wegen Unfähigkeit, Hinterlist und Geldgier verschlampt oder verzögert wurden. Die Opfer werden eingeschüchtert oder erhalten sich passiv, weil sie sich machtlos fühlen, es aber gar nicht sind. Die Gesetze machen sie stark und die Beachtung der Grundregeln, mit denen jede Maschine sich bewegt. Oder stehen bleibt.

Gewalt ist dafür überhupt kein Rezept. Das Nachdenken an sich verbraucht keine körperliche Energie. Nur so findet man auch die wirkungsvollsten Lösungen. Aber nicht durch Passivität und Anpassung. Viele jahrzehntelange Skandale in großen Firmen und politischen Parteien wurden beendet nach dem Motto: „Der verfaulende Fisch stinkt vom Kopf her.“

Das astrologische Zeichen der Fische vom 19. Februar bis zum 20. März (Frühlingsbeginn) steht für den Beginn einer neuen Welt-Epoche, wenn auch die Fische in ihrem Lebensraum Änderungen erleben, sich anpassen und an eine neue Welt gewöhnen: Die Erde mit ihren Pflanzen und dem Auftauchen ganz anderer Tierarten und Lebensformen. Sechs Monate später: Das Tierkreiszeichen der Waage gilt vom 23. September (Herbstbeginn) bis 22. Oktober. Das ist die ausgleichende Gerechtigkeit und die Zeit der Ernte.

Auch solche Erklärungen stehen in der Kabbala. Man liest das Buch nicht nebenbei, sondern muss sich darauf konzentrieren. Dann zeigt es seine Macht.