Die Verschiebung der Kontinente im Untergrund

1.10.2019. An der Oberfläche merkt man gar nichts, aber alle Kontinente sind ständig in Bewegung, durch Kräfte im Erdinneren. Sichtbar werden sie, wenn ein Vulkan ausbricht oder bei den sprudelnden Wasserfontänen der Geysire in Island.

Dafür gibt es genaue Messinstrumente. Empfindliche Seismographen können ein Erdbeben in sehr großer Entfernung registrieren und aufzeichnen. Auch Kleintiere haben ein Gespür für bevorstehende Erdbewegungen. Deshalb siedelt man sie auch in der Nähe von Katastrophenregionen an.

Doch trotzdem bleibt die Erde unberechenbar. In der Region des dicht besiedelten San Francisco rechnen die Wissenschaftlicher schon seit vielen Jahren mit einem großen Erdbeben. Doch trotzdem bleibem die meisten Bewohner, wo sie sind, weil sie den Wissenschaftlern vertrauen, die aber selbst keine präzise Antwort wissen. In ganz Italien gibt es ständig leichte Erdbeben. Im nördlichen Badeort Viareggio habe ich selbst einmal erlebt, wie die Straße plötzlich vibrierte. Nur ein paar Sekunden kang, aber wäre die Wucht der Energie stärker gewesen, hätte das üble Folgen gehabt. In einem, stabil gebauten Hotel in Neapel war plötzlich ein dunkles Grollen zu hören. Die Zimmerwände wackelten sogar kurz, aber der Zwischenfall war rasch vorbei, während im Flur die Reinigungskräfte laut kreischend nach draußen eilten. Zentrum der Erdbewegung war damals die Stadt Pozzuoli, außerhalb von Neapel. Doch es gibt sogar noch weiter im Süden sogar erbebensichere Gegenden, deren Grundstücke deshalb besonders wertvoll sind.

Was den rechtmäßigen Besitzern eines solchen Grundstücks tatsächlich passieren kann, ist auf der folgenden Webseite ausführlich dargestellt:

http://www.uricchio.de/

Außer den geologischen Unruhen in der Tiefe der Erde gibt es auf allen Kontinenten auch die Unruhe beim akuellen Problem der Völkerwanderung. Schon in der Frühzeit gab es Wandervölker wie die Kelten in Nordeuropa oder die arabischen Beduinen. Sie suchten einfach eine andere Umgebung als die bisherige und zogen weiter, wenn alle Nahrungsmittel geerntet waren oder das Klima ungemütlich blieb. Ohne Kriege ging es dabei nicht.

Heute ist die Sache komplizierter. Fast alle Staaten haben feste Grenzen und regeln die Frage der Einwanderung selbständig auf ihre Weise. Die Wanderungsbewegtung wird meistens gesteuert von wirtschaftlichem oder politischem Druck. Das vergleichsweise reiche Europa ist dabei weltweit ein beliebtes Ziel. In allen großen Städten trifft man Ausländer, die entweder schon vor vielen Jahren friedlich eingewandert sind oder durch Kriege aus ihrer Heimat geflüchtet sind. Die meisten verhalten sich friedlich, aber wenn die weitere Entwicklung nicht unter Kontrolle bleibt, kann man durchaus von einem schlafenden Vulkan oder einem bevorstehenden Erdbeben sprechen.

Niemand will das. Also müssen Methoden eingesetzt werden, die nicht nur aus Politiker-Phrasen bestehen, sondern auch erkennbare gute Folgen haben.

Die ersten Einwanderer im Nachkriegsdeutschland waren die sogenannten „Gastarbeiter“ vor sechzig Jahren. Damals hatte das zerstörte Deutschland ein weltweit bestauntes „Wirtschaftswunder“ geschaffen, das aber nicht durch Zauberkraft entstand oder weil die nach dem Ersten Weltkrieg in den Zwanziger Jahren völlig verarmten Deutschen plötzlich alle zu Supermans Erben wurden, sondern weil sie Ludwig Erhards Gesetze der Sozialen Marktwirtschaft beachteten.

Die Mehrheit der Deutschen hatte damals so viel Geld – hohe Sparzinsen, eine beneidenswerte Alterssicherung. Sozialhilfe und Arbeitslosengeld wurden üppig angeboten. Manche hatten überhaupt keinen Anreiz mehr, selbst arbeiten zu gehen, und davon lebten, dank des Kindergelds, ganze Familien. Studenten waren nicht mehr bitter arm, sondern bekamen Staatliche Untesrtützung (Bafög). Daraus entwickelte sich das Phanomen des Ewigen Studenten, der noch mit 35 Jahren im Hörsaal herumsaß.

Gebraucht wurden aber immer Leute für die Arbeit, die kein Einheimischer mehr selbst machen wollte. Als Jugendlicher hatte ich selbst einen Ferienjob in einer westfälischen Textilfabrik. Die Arbeit bestand aus dem fummeligen Säubern von großen Garnspindeln per Hand und aus anderen Langweiligkeiten, die aber ordentlich bezahlt wurden.

Und dann war sie plötzlich da ! Italien und Deutschland hatten das erste Gastarbeiter-Abkommen geschlossen. Vor allem aus den Regionen südlich von Neapel, dem armen Mezzogiorno, kamen die Einwanderer. Man glaubte damals sogar, dass sie wie gute Gäste nach der Beendigung ihres Besuchs wieder gehen. Doch das geschah nicht. Italien hat bis heute diejenigen Regeln der Sozialen Marktwirtschaft nicht realisiert, die in vergleichsweise kurzer Zeit einen allgemeinen Wohlstand bringen. Diese Regeln sind bei der Umsetzung nicht kinderleicht und lösen manchmal starke Widerstände aus, aber sie sie lassen sich in überschaubarer Kurzform ganz einfach erklären. Das wird bald geschehen, allerdings in einem eigenen Artikel, weil das Thema viel zu wichtig ist und auch in Deutschland schon seit Jahren gefährlich vernachlässigt wird.

In der Kleinstadt fielen die Gäste vom Mittelmeer jedenfalls damals sofort auf, wegen ihres südlichen Aussehens, der Kleidung und der fremden Sprache. Die Leitung der Textilfabrik baute für sie menschenwürdige Wohnheime, und das meiste ersparte Geld schickten sie ihren zu Hause gebliebenen Familien, die nur teilweise später nachzogen und eine Zukunftsperspektive für das Alter waren.

Zunächst waren es überwiegend Männer, die körperlich schwer arbeiteten. In den Wohnheimen hielten sie zusammen und waren auch in den Stadtzentren gemeinsam unterwegs.

Interessant ist dabei, welche Regionen am beliebtesten für die Zuwanderer waren. München, die „nördlichste Stadt Italiens“, war das vor Allem auch wegen der Architektur, nur als Beispiel: Theatinerkirche. Feldherrnhalle. Die königliche Residenz, die äußerlich wie der Palazzo Pitti in Florenz aussieht. Das viel weiter entfernte Ruhrgebiet gehört auch dazu, weil dort die Stahlindustrie vor ihrem Zusammenbruch immer einen hohen Bedarf an Schwerarbeitern hatte. Dort entstanden dann die ersten Pizzerien, ein Import aus Neapel, wo auch heute noch viele Deutsche einkehren. Dazu kamen die Schlager mit den schmachtenden Melodien und die Nachkriegsfilme, bei denen beispielweise Vittorio de Sica ein authentisches Bild seines Landes zeigte. Er machte Sophia Loren und Marcello Matroianni auf der ganzen Welt bekannt, wie sie zum Beispiel als Taxifahrer-Ehepaar kreuz und quer durch die römischen Sehenwürdigkeiten brausen, immer begleitet von einer Heerschar temperamentvoller Mitbürger aus allen gesellschaflichen Ebenen und Orten wie das Arbeiterviertel Trastevere nicht weit vom Vatikan, das längst auch ein ausgefallener Treffpunkt für Besucher aller Art ist.

Die aktuelle Völkerwanderung wird sich in Zukunft nicht mehr so stark auf Europa kozentrieren, weil dort bereits ein Überdruck entstanden ist und der fehlende Durchblick in den Regierungen immer stärker spürbar wird.

Davon handelt der nächste Artikel, den man hier lesen kann: „Die Regierungen lösen sich restlos auf.“

Hier ist der Crosslink:

http://luft.mind-panorama.de/die-regierungen-loesen-sich-restlos-auf/