Drei Sterne sah ich scheinen

12.9.2020. „Drei Sterne sah ich scheinen“ singt Zarah Leander, sehr klar, textverständlich und mit Breitwand-Gefühlen. Es geht um Sehnsucht nach der verlorenen Heimat und den Wind, der sie über das Meer dort hinbringt:

https://www.youtube.com/watch?v=qIV2eTv0lZI

Die drei Sterne sind jedoch nicht die Heimat selbst, sondern nur eine Erinnerung daran. Warum drei? Tatsächlich ist es diese mächtige Ziffer Drei, die in vielen Quellen auf einen Sternenkönig hinweist. Jeder kennt die Geschichte von den Heiligen drei Königen, die von einem einzelnen Stern nach Bethlehem geleitet werden, um dort vor enem Herrscher niederzuknien. Er liegt als neugeborenes Kind in einem Bauernstall mit Ochse und Esel, hat als Sohn eines Tischlers überhaupt kein Geld, versetzt aber durch seine geistige Kraft seine Mitmenschen in Bewunderung oder Hass. Nach seinem Tod hat die neue Weltkirche auch eines von vielen Erkennungszeichen: Die Trinitas. Drei Phänomene bilden gemeinsam eine Einheit. Der Ur-Vater, der die ganze Erde erschaffen hat, zweitens der Atem des Geistes, der Energie, die ihm dafür die Kraft gegeben hat. Und als Drittes der gemeinsame Sohn, der in Gestalt eines neugeborenen Kindes schon in Bethlehem von drei fremden Königen verehrt wird, deren Zahl die damals bekannten drei Kontinente spiegelt. Der Farbige, Melchior, ist demnach ein Hinweis auf Afrika.

Auf der ganzen Welt wird dieser Tag am 24. Dezember, jedes Jahr mit gegenseitigen Geschenken, immer noch gefeiert. Kurz danach enden im Kalender die dunkelsten Wintertage, nach der Wintersonnenwende bleibt das Tageslicht immer länger und die Temperaturen steigen, ein paar Wochen später. Die Sonnennde war auch für die ersten, ungläubigen Naturvölker immer ein wichtiger Feiertag. Die nordeuropäschen Germanenstämme machten dabei keine Ausnahme, weil nach dem Winterbeginn im Kalender auch der Frühling sich nähert, die Wiedergeburt alles im Frost erstarrten oder velangsamten Lebens, wenn sämtliche Pflanzen und Tiere ein neues Leben beginnen.

Das waren nur ein paar Anspielungen. Wenn man die Stichwörter weiter vertieft und mit ganz anderen Phänomenen verknüpft, entsteht ein riesiges Weltpanorama, das schon in den frühesten Büchern und Traditionen immer mehr Pracht und Glanz entfaltete. Selbst jahrelange Kriege, geographische Ungerechtigkeiten waren nur Stolpersteine bei der Fortentwicklung, der Evolution.

Und dabei ist längst nicht Alles erledigt. Fortuna, das Schicksal, trägt auf sehr alten Abbildungen eine große Waage in der Hand. Ihre Augen sind verbunden und nicht beeinflussbar. Wenn eine Seite der Waage sich nach unten neigt, ist ein Ungleichgewicht entstanden. Eine Ungerechtigkeit, ein Bruch der Gesetze. Wenn Händler beim Verkauf ihrer Waren die Gewichte zu ihren eigenen Gunsten fälschten, war das Betrug und wurde besonders schwer bestraft. Berufsverbote, Auspeitschungen waren noch nicht einmal die härtesten Verteidigungswaffen der betrogenen Mitbürger und des Staats. Noch besser: Irrtümer und absichtliche Fehler, die aus privater Rachsucht und Bösartigkeit dabei entstanden, konnten nur selten auf Dauer spurlos vertuscht oder verwischt werden.

Heute haben elektronische Speicher ein anschwellendes, unsterbliches Gedächtnis. Aber selbst sie brauchen die Urteilskraft zuverlässiger Experten und die Schätze vieler anderer Wissensbereiche, um immer treffsicherer zu werden. Der beschämende Fall Jörg Kachelmann hätte niemals monatelang vor einem Gericht landen dürfen. Man kann dazu sämtliche Details im Internet finden. Es wimmelt von Zeugnissen menschlicher Dummheit und Gemeinheit, die nach ganz alten Strickmustern funktionieren, die Jeder kennt, aber die trotzdem nicht mit diesem aktuellen, nur vermeintlich neuen Fall veknüpft werden. Leicht erkennbare Parallelen, Wiederholungen und andere Merkmale werden einfach nicht beachtet, die eine sofortige Aufklärung leicht möglich gemacht hätten. Das genaue Gegenteil war der Fall.

Drei Sterne als Zeichen der Hoffnung, das ist schon ein Wink aus dem Universum, wie Schilder oder Pfeile, die auf den richtigen Weg zeigen. Das Gerechtigkeitsgefühl erlernt man nicht. Es ist angeboren oder nie da gewesen. Ein Charakter läst sich nicht verändern. Ein Betrüger bleibt immer ein Betrüger, kann aber seine eigenen Täuschungsmöglichkeiten steigern. Leicht erkennbare Merkmale sind Auffälligkeiten: Übertriebene Freundlichkeit. Dauergrinsen. Aufdringlichkeit. Gewohnheitsmäßige Lügen. Verbreitung von bösartigem Klatsch. Auffällige Kleidung und ähnliche Besitztümer, nur als blendende Fassade vor einem leeren Kopf.

Man kann das Böse zwar nicht abschaffen, aber dämpfen. Da reichen Hinweise aus, auf die Langzeitfolgen, auch für die Mitläufer. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sie für ihre Verbrechen nicht bestraft, und ihre Erben sind immer noch da.

Das wirksamste Gegenmittel sind überprüfbare Fakten, deren sachliche Bewertung, aktuelle Vergleiche und Lösungsmöglichkeiten aus bereits abgehakten Fällen.

Das ist ein solides Fundament. Damit es auch verstärkt wird, müssen Viele zusammenhalten und aus ihrem tiefen Schlaf, aus ihrer Passivität endlich erwachen. Viele bekannte Staaten wären längst in einem erstklassigen Zustand. Wer saubere Arbeit abliefert, kann selbstverständlich Gewinne in beliebiger, nachprüfbarer Höhe einstecken. Den Nutzen haben auch andere Mitarbeiter, andere Firmen und der sonstige private Spielraum. Das Paradies auf Erden! Aber – es ist untrennbar, abhängig von den hier bereits beschriebenen Voraussetzungen. Sonst passiert das Gegenteil.

Mit der Schicksalgöttin Fortuna beginnt und endet auch die farbenprächtige Verfilmung der „Carmina Burana“ (Bauernlieder), in dem das einfache mittelalterliche Leben aus allen Perspektiven in starke Bilder verwandelt wurde:

https://www.youtube.com/watch?v=Gj-tBVq61as

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