Elektronische Forensik

1.10.2020. Die Elektronik wird in Zukunft immer wichtiger. Die Programme sind immer einfacher zu bedienen. Selbst wertvolle Inhalt werden kostenlos angeboten, z.B. das Wikipedia-Lexikon:

https://www.wikipedia.de/

Suchmaschinen fördern in Sekundenschnelle ausgefallene Informationen aus dem riesigen Angebot. Trotzdem herrscht Verunsicherung. Denn nicht die Menge, sondern die Qualität entscheidet darüber, ob man zielgerichtet zu Ergebnissen kommt. Unwichtiges verstopft oft die Kenntnisse über Probleme und deren Lösungen. Denn sonst kann man viel Zeit, also auch Geld sparen.

Der freie Zugang zu Informationen ist ein Grundrecht, so wie unsere gültige Verfassung, das Grundgesetz, auch die Meinungsfreiheit und Pressefreiheit schützt. Das gilt auch in Gefängnissen.

Offenes Thema ist die Kriminalität im Netz. Angesichts der ungeheueren Datenfluten reagiert auch die Polizei nicht immer. Oder Gerichten werden gefälschte Beweise untergejubelt. Bezahlte Gutachten haben auch ihren hohen Preis, für die Opfer von Falschbewertungen.

Dabei müssen die vorhandenen Werkzeuge nur angewendet werden. Gerichte kennen das passende Strafmaß.

Manchmal sind es auch einfach Wissenslücken. Die Forensik, die wissenschaftliche Spurenauswertung, kann zwar Blutspuren oder materielle Auffälligkeiten am Tatort oft nachträglich feststellen. Aber die elektronische Forensik steckt noch in den Kinderschuhen. Was man Alles kann, wird gelegentlich zu Unrecht übertrieben. Aber wo die Grenzen wirklich sind, dafür braucht man Juristen. Also müssen sämtliche Strafanzeigen an die Staatsanwaltschaft abgegeben werden, ohne Bewertung und ohne Ausnahme. Wenn ein Beamter das nicht macht und auffällt, gibt es ein förmliches Disziplinarverfahren, mit dem Ziel der endgültigen Entfernung aus dem Dienst. Hausverbot und vorläufiger Urlaub, bis zur Klärung, gehören immer dazu. Wer dann versucht, mit seinen speziellen Computer-Kenntnissen in der Security-Branche unterzukommen, gefährdet den Ruf der neuen Firma. Das kann das Betriebsende sein, mit fristlosen Kündigungen, vor Allem, wenn wichtige, gut zahlende Kunden plötzlich abspringen, zum Beispiel große Sportveranstalter oder Prominente.

Jeder Verdächtige muss bis zur endgültigen Verurteilung vor Gericht wie ein Unschuldiger, das heißt gut, behandelt und darf nicht belästigt werden.

Alles interlässt elektronische Spuren, die auch noch Jahre später, selbst nach einer Löschung, wieder sichtbar gemacht werden können. Außerdem sorgt der alltägliche Informationsaustausch für das überflüssige Gerede viele Mitwisser, die manchmal ganz Unbefugte sind und trotzdem Dienstgeheimnisse erfahren. Bei Anwälten und Ärzten führen solche Verstöße zum Berufsverbot. Auf einem kleiner werdenden Arbeitsmarkt wird das ein immer größeres Problem.

Aber pauschale Schwarzmalerei ist sinnlos. Wer hart arbeitet, hat das nicht verdient. Umso mehr müssen interne Kontrollen verbessert werden. Der zwanglose Kaffeeklatsch in der Betriebskantine ist dafür eine gute Quelle. In einer ganz anderen Branche, in einem Großkonzern, habe ich vierzig Jahre lang erlebt, was die Kollegen so übereinander reden, wenn der Betroffene gar nicht da ist. Rufmordkampagnen und Mobbing gehören dabei zum Standard, wenn das Betriebsklima deshalb so schlecht ist, weil die Einen, die Freunde, sich Vorteile auf Kosten der anderen beschaffen. Aber wer das macht, wird selbst schnell zur Zielscheibe, und merkt das nicht immer.

Die Elektronik dokumentiert Alles. Und noch viel mehr.

Wissensslücken sind wie Fallen, in die Manche ahnungslos hineintappen. Wer zum Beispiel die Sprache der Gesichtsmuskulatur nicht versteht, kann gar nicht wissen, was Auffälligkeiten bedeuten. Zum Beispiel ein freundliches Dauerlächeln ist oft ein Signal des Gegenteils. Besondere, aufdringliche Anteilnahme vertuscht das krankhafte Ausspionieren. Häufige Unruhe ist kein Arrbeitseifer, sondern lässt ungelöste Probleme erkennen.

Das Persönlichkeits-Profil von Kriminellen lässt sich nicht nur durch die Elektronik bestimmen. Jede Auffälligkeit ist ein kleiner Mosaikstein, aus dem sich ein ganzes, differenziertes Bild ergibt. Wer zu teure Autos fährt, obwohl er offiziell nur ein kleines Gehalt bekommt, muss sich Fragen gefallen lassen. Wenn in Italien ein Verdächtiger nicht nachweisen kann, woher sein Geld stammt, wird Alles vom Staat beschlagnahmt. Den Verkaufsbetrag bekommen soziale Genossenschaften, die damit die Geräte der Landwirtschaft oder ein anderes Gewerbe finanzieren können, deren Gewinne dann an arme Leute gehen. Italien hat viele lange, einschlägige Erfahrungen. Manchmal werden Maßnahmen mit viel absichtlichem Lärm durchgeführt, um abzuschrecken. Zum Beispiel eine Razzia mit vielen Uniformierten, bei der Anwohner, angeblich zu ihrer eigenen Sicherheit, ihre Räume verlassen und draußen warten müssen. In Wirklichkeit wird drinnen nur Mini-Abhörtechnik versteckt. Als Dauerzustand ist das zu teuer, darum gibt es längst viel diskretere Methoden. Leibwächter in unauffälliger, schlampiger Freizeitkleidung oder andere Tarnungen, die manchmal zur öffentlichen Belästigung werden, durch Statisten.

Alle guten Methoden können sich ergänzen, müssen aber nicht zwangsläufig viel Geld und Zeit kosten. Volltreffer sind immer schneller möglich. Die Kriminalstatistik zeigt deutlich die Veränderungen, Fortschritte und führt hin zu den Ursachen.

Eigentlich müssten die Ergebnisse immer besser werden. Seit vielen Jahren beweisen Gespräche aber oft etwas ganz Anderes: Wissenslücken, Bequemlichkeit oder unzulässige Absichten.

Ich habe das oft an der Theke von Bierlokalen gehört, mische mich aber überhaupt nicht in fremde Lebensweisen ein, informiere nur sachlich und zwar so, dass neugierige Zuhörer gar nichts verstehen oder weit weg sind.

Manchmal spürt man dafür Dankbarkeit, aber aber nicht mehr gegrüsst, doch ohne erkennbare Feindseligkeit. Das reicht ja auch, wenn die Botschaft angekommen ist und sich möglichst weiter, bis zu den Richtigen herumspricht. Und Anerkennung hat viele Gesichter, Geld oder Geschenke sind da allerdings völlig wirkungslos. Solche Versuche gab es auch, aber ich habe mich niemals auf Firmenfeiern einladen lassen, auch nicht zu Freibier, nur wenn die Themen ganz andere, harmlose waren, ohne Probleme, persönlich und ehrlich. Manche Leute sehen aus wie Figuren in Gruselfilmen, sind aber charakterlich ein Vorbild. Vor Allem in der Glaubwürdigkeit.

Es gibt also viel zu tun. Sendungen wie „Aktenzeichen XY“ sollen ungelöste Fälle bekannt machen, aber es gibt zusätzlich die gerade genannten Methoden. Und am Ende, ohne verbotene Übertreibungen, auch gute Ergebnisse. Mehr geht nicht.

Was trotzdem noch fehlt, ist nicht eine einzelne Methode, sondern die Verknüpfung mit ganz anderen, nur scheinbar weit entfernten Themen. Auch das war bisher die Hauptaufgabe dieser Webseite. Die Realisierung kann nicht ein Einzelner schaffen, aber die Umsetzung ist nicht zu teuer, im Vergleich mit ganz anderen Geldverschwendungen.

Aufgrund schlechter Erfahrungen muss deshalb auch an das Urheberrecht erinnert werden. Da stecken finanzielle Möglichkeiten, die als Spenden für gezielte Projekte verwendet werden können. Es geht um die gesetzlichen Beratungshonorare oder Lizenzvereinbarungen in marktüblicher Höhe. Auch damit lässt sich Qualität schaffen. Für die Aktivierung einer starken Energie, die sonst oft verpulvert wird.