Ex Oriente Lux

6.3.2016.  Ex oriente lux. Aus dem Osten kommt das Licht. Damit ist die Morgendämmerung gemeint, aber auch der geographische Osten, der Orient. Im ostafrikanischen Äthiopien gab es vermutlich die ersten Menschen. Nördlich davon entstand Ägypten, die erste Hochkultur. Östlich davon ist das Zweistromland Mesopatamien, zu dem unter anderem der heutige Iran gehört. Dessen westlicher Nachbarstaat Irak ist das Zentrum der Geschichten aus Tauseinundeiner Nacht, einer Schatzkammer´der Phantasie und Magie. Die Energie dieser frühen Erzählungen ist  heute noch spürbar, auch wenn man sie schon lange als Kindermärchen falsch einschätzt.

Der Zugang zu verschütteten Informationen, zu Rätseln, sind Signale, Reflexe. Sie können durch Texte und Bilder verursacht werden. Man findet die Auslöser durch Konzentration, Meditation, die sich nicht von außen beeiflussen lässt.

Die orientalische Märchenwelt mit Schlangenbeschwörern, Kalifen, Fliegenden Teppichen ist ausgefüllt mit einer wuchernden Phantasie voller Kraft, die ihre Eindrücke aus dem Alltag bezog und sie dann umwandelte in Lufterscheinungen wie die Fata Morgana, die in der leeren Wüste ganze Städte zeigt, die dort nicht vorhanden sind, aber durch Luftspiegelungen von ihrem realen Ursprungsort dorthin versetzt wurden.

Konzetriertes Denken vertieft die Wahrnehmung, verstärkt und bündelt sie wie unter einem Brennglas.Wer sich von der elektronischen Datenflut ablenken lässt, erkennt nur eine verzerrte Wirklichkeit. Dann steigern sich die Konflikte der Beteiligten. So sind auch die aktuellen politischen Krisen mit dem Zentraum Deutschland zu erklären.

Zoroaster (Zarathustra) lebte vor dreitausend Jahren im Iran und gründete eine Religion, die auf viele Nachbarländer starken Einfluss hatte. Er inspirierte den Philosophen Friedrich Nietzsche (1844 – 1900) zu dem Hauptwerk „Also sprach Zarathustra“. Hammurabi (1792 – 1750 v. Chr.) war König im bereits erwähnten Mesopotamien. Er schuf die älteste vollständig erhaltene Rechtssammlung, den Codex Hammurabi, mit 282 Gesetzesparagraphen. Dort sind Recht und Unrecht klar definiert,so gilt es bis heute.

Das folgende Acrylbild habe ich vor vielen Jahren auf einem Trödelmarkt gekauft. Es zeigt eine archaische Gebirgslandschaft wie das Monument Valley in den USA unter einem rötlichen Abendhimmel. Davor schaut ein Indianer aufmerksam in einen dunkelblauen Teich, in dem Sterne und Planeten zu sehen sind. Solche Teiche gibt es in der Wirklichkeit nicht, aber wenn die Gedanken sich auf das Universum konzentrieren, kann man solche Bilder sehen, in der Phantasie. Und dann entstehen Ideen, die auch die Realität beeinflussen.

Foto Navajo

Zu einer solchen Atmosphäre passt die mystische Musik von Anton Bruckner:

https://www.youtube.com/watch?v=jsdGkV1epHU

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