Feine Antennensignale

10.2.2020. Die ersten Antennen waren groß, verbrauchten viel Strom und erzeugten nur eine überschaubare Leistung. Das hat sich längst geändert. Mikrofone brauchen keine Drahtbügel mehr, und sie können so klein sein, dass man sie im Ohr oder in jedem beliebigen Gegenstand verstecken kann. Bei trennscharfen Peilantennen wird nur ein vorher festgelegter kleiner Empfangsbereich übertragen, andere Instrumente können tief in den Weltraum hinauslauschen und Signale ferner Planeten oder alle akustischen Details eines überfüllten Fussballstadions aufzeichnen.

Zugeschaltete Lautsprecher oder feinste Messinstrumente können jeden Klang auswerten, das Gesamtbild genau zerlegen oder erweitern, so dass auch spurenlose Manipulationen möglich sind. Aber das hat sich längst herumgesprochen, und blauäugig nur dem Anschein und den Täuschungen der Wahrnehmung zu glauben, ist eine Sache für unbegabte oder böswillige Amateure. Die Spurensuche ist längst auf gleicher Höhe wie das Hinterlassen vvon Signalen. Oft fehlen dabei aber wichtige Fachkenntnisse, auch aus anderen Wissensbereichen: Allerdings – die beste Technik stößt dabei an Grenzen.

Ihr fehlen die natürlichen Eigenschaften der fünf Sinne und deren ganz eigene Kombinationsfähigkeit. Wer etwas hört und gleichzeitig sieht, weiß mehr als das feinste Mikrofon, weil sich daraus ein größeres Gesamtbild ergibt, auch wenn dazu noch die Möglichkeiten des Tastens, Riechens und Schmeckens kommen. Daraus kann sich blitzschnell ein Eindruck bilden, dessen Vertiefung zwr Zeit kostet, aber gar nicht so schwer ist.

Beispiel: Eine Klangquelle für sich allein kann wirkungslos sein. Auch die vielen schriftlichen Noten in einer Partitur. Es sei denn, man kann sie deuten. Wenn ein Dirigent perfekt und fehlerlos spielen lässt, muss er nicht unbedingt die Gestaltungsmöglichkeiten kennen, die sich aus dem Tempo der Musik ergeben, dem Hervorheben einzelner Instrumente und ihrer Lautstärke. Deshalb können Konzertabende mit ein- und demselben Stück unendlich lagweilig sein oder lebhafte Inspiration erzeugen, Ideen und starke Gefühle. Das ist aber nicht nur bei den Klängen das Wichtigst, sondern auch bei allen, ganz anderen Tätigkeiten, die eine politische oder soziale Wirkung auslösen sollen.

Wer solche, für die Allgemeinheit wichtigen Bereiche und ihre Gesetze nicht richtig wahrnehmen kann, hat vielleicht sogar jahrelang für einen akademischen Abschluss und eine feierliche Auszeichnung als Professor studiert, aber er bewirkt in der Praxis gar nichts. Ändern lässt sich das mit Methoden, die – teilweise – längst bekannt sind, aber im konkreten Fall ignoriert werden. Die Kenntnisse sind oft öffentlich zugänglich, aber ihre Kombinationsmöglichkeiten werden unterschätzt, obwohl Erfolge und Verbesserungen damit eine schnellere Perspektive bekommen, auch die Beseitigung von staatlichen Krisenherden und Spannungen.