Forensik

15.10.2016. Wiederholungen sind Signale der Einfallslosigkeit, mangelnder Phantasie und Intelligenz. Die aktuellen Fernsehprogramme machen diesen Eindruck. Immer dasselbe, unter anderen Namen.

Die Innenstadt bietet ausgerechnet in ihren exklusiven Luxusrestaurants das Gleiche. Weiß gedeckte Plätze mit Kerzenleuchtern, feinen Tischdecken aus Alabaster mit Champagner. Wer braucht das? Ein bekannter Schönheitschirurg vom Tegernsee mit Millionärskundinnen hat selbst fette Augensäcke im Gesicht. Reporter-Frage: „Warum lassen Sie das nicht operieren?“. „Antwort: „Weil ch nicht psychisch krank bin.“

Das ist ein wichtiger Schlüssel. Die unerfüllten Wünsche toben sich aus in anderen Regionen. Das nennt man Sublimierung. Veredelung. Oder auch ordinärer: Luftschlösser.

Die Informationsvulkane aus dem Internet verwirren, täuschen absichtlich. Gezielte Falschmeldungen. Desinformation. Professionelle, gut bezahlte Provokateure auf Facebook. Das ist Gegenwart und noch mehr. Zukunft. Am liebsten unsichtbar. Mit voller Wirkung. Ohne Spuren der Verursacher.

Die Forensik – die wissenschaftliche Spurenauswertung – kann auch manipuliert und für Täuschungsmanöver missbraucht werden. Doch immer mehr davon kommt heraus.

Fremden Menschen schaue ich gern ins Gesicht, Die Gesichtsmuskulutar ist eine von vielen Atennen, die Signale aussenden. Dummes Anstarren fremder Leute ist eine Belästigung. Doch im Gespräch ist das ganz anders. Da regieren Signale. kurze Stichwörter. Wenn sich Mundwinkel nach unten ziehen, sind die Reflexe nicht erfreulich. Unangenehm. Wenn Augen sich bltzartig öffen, ist das Erschrecken, Überraschung oder Freude.

Analysieren, deuten lässt sich das nur im Zusammenhang. Mit Fragen. Testfragen, die belanglos wirken, aber eine Reaktion auslösen und Geheimnisse enthüllen.  Solange nur, bis die tückische Methode sich herumspricht.

Vor ein paar Wochen sagte ein Freund zu mir, „Schau mit in die Augen!“ Das kann nicht jeder. Vor allem falsche Hunde senken feige ihren Blick. Doch das gilt nur für falsche Hunde.

Gedanken können sich entfalten wie ein Feuerwerk und eine Überfülle neuer Ideen schaffen. Die festliche Musik von Georg Friedrich Händel ist dafür ein unsterbliches Besispiel, zum Beispiel hier in einem Orgelkonzert unter der Leitung  des unvergessenen Karl Richter:

https://www.youtube.com/watch?v=nb7WaqcLL5E

.