Friedliches München

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5.6.2019. München macht auf die vielen Besucher zur Zeit einen besonders freundlichen Eindruck. Die Verbrechensrate ist, bundesweit verglichen, sehr niedrig. Doch das täuscht.

Gefährliche Situationen entstanden früher schnell in den öffentlichen Transportmitteln. Das hat sich stark geändert, seitdem in allen Fahrzeugen wachsame Überwachungskameras zu sehen sind. Da ist es auch richtig. Beim Einsteigen freue ich mich über die dunklen Glaskugeln, die Zwischenfälle auch speichern. Angesichts der Fülle an Material natürlich nur für eine begrenzte Zeit. Die beachtung der Datensicherheit macht einen beruhigenden Eindruck.

Doch man kann Alles übertreiben. Niemand wünscht sich, dass in jedem Biergarten zwanzig uniformierte Polizisten alle lauschigen, schattigen Winkel unter Kontrolle haben. Bei Siegesfeiern des FC Bayern am überfüllten Marienplatz sind kaum Polizisten zu sehen und dienen eher der vorbeugenden Abschreckung. In Zivil geht das auch. Dabei hat München seit den Tagen des unvergessenen Polizeipräsidenten Karl-Heinz Schreiber vorbildliche Methoden entwickelt, die unvermeidliche Konflikte nicht weiter anheizen sollten, sondern sie dämpfen oder auflösen sollten. Das geschah nach dem Attentat auf die Olympischen Spiele im Jahr 1972, das auch harte Reaktionen des Staates hätte auslösen können.

In diesem aktuellen Artikel soll Niemand persönlich angeprangert werden. Die Macht zu wirksamen Reformen liegt allein in den politischen Spitzengremien, deren Qualität und deren Namen jeden Tag in allen Medien kommentiert werden. Der verdienstvolle Oberbürgermeister Dieter Reiter ist bisher nicht gegen Kritiker vorgegangen, sondern er selbst hat für die Beseitigung erkannter Mängel gesorgt. Genauso wie die meisten seiner Vorgänger.

( Der Text wird in Kürze fortgesetzt. )