Morning has broken

29.5.2019. Wenn nachts die Batterien aufgeladen werden, beginnt der Tag oft mit einem erfrischenden Gefühl. Der Morgen ist aber nicht nur ein Zeitpunkt, sondern hat viele übertragene Bedeutungen. Die Bildersprache der Symbolik verwandelt den Begriff in unendlich viele unterschiedliche Bedeutungen. Die Himmelsrichtung des Morgens ist der Osten, und er steht im Zentrum vieler Denkrichtungen.

Der fernöstliche Buddhismus hat auch den Europäern Viel zu bieten. Samsara, die Wanderung durch ein immer neues Leben, bis zur Reinigung von allen Fehlern und der Auflösung im Nirwana. Das ist nicht einfach nur ein leeres Nichts, sondern eine Auflösuing im Kosmos. Die Unio Mystica, die Vereinigung mit den starken Zeichen Gottes, die für den Menschen wahrnehmbar sind.

Jede Weltreligion hat Elemente, die auf allen Kontinenten verstanden werden. Die Möglichkeiten des Menschen zur Erkenntnis sind begrenzt. Für das Unerklärliche entstand in der Frühzeit die Götterwelt. Bei den antiken Griechen und Römern waren das übermächtige Phatasiegestalten, die aber auffällig viele menschliche Eigenschaften hatten. Das Anrufen der Götter sollte den Lebenden Hilfe bringen, in Kriegen, Krisen und bei privaten Sorgen. Manchmal traf das zu. Dann wurden Glaubendsrichtungen sogar zu weltweiten Machtinstrumenten, wie die mittelalterlichen Kreuzzüge, vondenen heute Keiner mehr etwas wissen will. Die aktuelle Gegenwart zeigt sich heute in ganz anderen Formen.

Wie die Spannungen in den arabischen Ländern aufgelöst werden können, dazu sind bisher Niemand dauerhafte Ideen eingefallen. Das Morgenland lebt immer noch von der Magie der zweitausend Jahre alten Erzählungten aus 1001 Nacht, die viele Weisheiten enthalten, aber die angrenzenden Länder kommen einfach nicht zur Ruhe. Als ich 21 Jahre alt war, ergab sich im Münsterland eine mehrjährige Freundschaft mit einem Palästinenser, die damals einen besonders schlechten, aggressiven Ruf genossen. Doch dieser Mensch war bisher der Einzige, bei dem ich mich an keinen einzigen Streit erinnere. Er war auch der Grund dafür, dass ich mich genauer für die spannungsgeladene Situation im Nahen Osten interessierte. Im Jahr 1978 kaufte er zwei gebrauchte Autos, und wir fuhren durch Bayern, Jugoslawien, Bulgarien, die Türkei, Syrien bis in seine Heimatstadt, die jordanische Hauptstadt Amman, wo er bei seiner Familie blieb. Eine Woche mit Besichtigungen gab es auch noch. Das Tote Meer ist unvergessen. Danach haben wir uns nie wieder gesehen, und der Kontakt ist auch schon lange abgebrochen. Wenn alle beteiligten Staaten ernsthaft mitmachen, wird sich auch der dortige politische Krisenherd auflösen. Dazu werden demnächst in einem eigenen Artikel ein paar realisierbare Vorschläge gemacht.

Der Morgen bedeutet immer Aufbruchsstimmung. Einen Neuanfang, Verwandt ist er der Jahrezeit des Frühlings, in dem die Natur zu neuem Leben erwacht.

Vor einem halben Jahrhundert sang Esther Ofarim über „den Morgen meines Lebens“ (Morning of my Life). Das ist natürlich mehr als nur eine Uhrzeit. Hier kann man das hören:

https://www.youtube.com/watch?v=rLPnbEnT24k

Das berühmte Lied „Morning has broken“ (Der Morgen ist angebrochen) sang Cat Stevens vor vielen Jahren eindringlich und unvergesslich. Hier kann man zuhören:

https://www.youtube.com/watch?v=3Rifby1tVE8