Nach dem Schlaf

12.1.2015. Gedankenreisen beginnen mit dem Erwachen reflexartig, durch spontane Assoziationen. Aber sie lassen sich auch bei vollem Bewusstsein steuern, durch die Konzentration auf konkrete Orte und deren Verbindung mit anderen, wie auf einer Reise.

Eindrücke, die tagsüber entstehen und unerledigte Probleme werden im Schlaf verarbeitet.

Träume lassen Rückschlüsse darauf zu, welche Gedanken den Menschen tagsüber beschäftigen oder belasten.

Wird ein Berufstätiger tagsüber von Terminen gehetzt, kommt er schwer zur Besinnung.

Kann er jedoch an freien Tagen abschalten, hat sich das Denken über Nacht regeneriert. Der Halbschlaf ist voller Energie. Die Logik als Element der Ordnung und zur Vermeidung überflüssiger Kraftverschwendung sorgt nicht für kraftlosen Stillstand, sondern für Harmonie und die Wahrnehmung natürlicher Grenzen.

Bedürfnislosigkeit verzichtet nicht auf Alles, sondern stärkt die Konzentration, die Unterscheidung zwischen Erreichbarem und zu großen Zielen, die nur in der Phantasie einen berechtigten Platz haben, für neue Ideen.

Wenn tiefe Müdigkeit den Schlaf erreicht, treiben die Gedanken wie in einem dunklen Meer, ohne Regeln, ohne Grenzen, ohne logische Klarheit.

In den Träumen werden sie belebt, hängen sich an bewegte Bilder, die völlig neue Szenen zusammenstellen.

Vor dem Erwachen kehren die Konturen zurück, ordnen sich zu den vertrauten Regelkreisen der Alltagswirklichkeit, stärken sie mit frischer Energie und öffnen sich für die Einflüsse, die Impulse des neuen Tags.

Zu „psychischen Erkrankungen“ gibt es hier noch einen weiteren Artikel:

http://luft.mind-panorama.de/psychische-erkrankungen/

In seinem Meisterwerk „Die Traumdeutung“ aus dem Jahr 1900 zog Sigmund Freud Rückschlüsse auf aktuelle, verborgene Probleme, die im Unterbewusstsein aktiv sind und  einen Zugang zu früheren Verletzungen öffnen.

Hier gibt es dazu weitere Informationen:

http://mind-panorama.de/website-spiegelnde-seen/abgruende-des-unterbewusstseins.html