Neue Verbrecher-Methoden

Neue Verbrecher-Methoden

5.1.2015. Der im vorherigen Kapitel  beschriebene Bayreuther  „Fall Mollath“ belegt, dass in der Öffentlichkeit immer mehr Skandale bekannt werden,

bei denen „neue Verbrecher-Methoden“ zu finden sind.

1. Der Erpresser Luis Mijangos

Der Kalifornier infizierte Hunderte fremder Privatcomputer mit einer hinterhältigen Spionage-Software und erpresste die Opfer  mit seinem gestohlenen Wissen.

Er wurde aufgespürt und zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

Zitat: „Ein US-Hacker erpresste in den USA Frauen und Mädchen. Er nutzte sein Wissen, um mit einem selbst entwickelten Trojaner auf den PC seiner Opfer einzudringen. Dann suchte der Hacker nach intimen Bildern der Frauen und erpresste die Frauen danach mit diesen Bildern.
Das FBI ist dem Hacker durch Zufall auf die Schlichte gekommen. Eine Frau wurde von ihrem Mann gestalked und während der Ermittlungen fanden die Behörden auf ihrem PC den Trojaner und konnten so den Hacker identifizieren.
Es handelt sich um einen Mann aus Orange County – genannt wird der Name Luis Mijangos – der 186 Frauen und 44 Mädchen erpresst haben soll. Die Behörden gehen von weitaus mehr Opfern aus.
Mit dem Trojaner, den der Hacker selbst programmiert haben soll, hatte er kompletten Zugriff auf die PCs seiner Opfer – einschließlich Zugriff auf die Webcam und das Mikrofon. Damit erstellte er teilweise selbst Fotos und Videos von den Opfern. Außerdem nutzte der Hacker den Trojaner, um andere Daten abzugreifen, wie etwa Kreditkartendaten, Accounts und ähnliches.“

http://www.tech-blog.net/us-hacker-erpresst-frauen/

http://www.justice.gov/usao/priority-areas/cyber-crime/major-achievements-courtroom-united-states-v-mijangos

Luis Mijangos war ein Einzeltäter, der großen Schaden anrichtete. Aber es können sich auch mehrere Personen für solche Projekte zusammenschließen:

2. Private Sicherheitsfirmen, Detektivbüros,

die teilweise vorbestraftes Personal beschäftigen und gegen Bezahlung die Mittel der Observationstechnik einsetzen, die für solche Privatpersonen verboten sind:

Zum Beispiel die Standortfeststellung einer Zielperson über das Mobilfunknetz.

Ausspähung. Psychoterror. Erpressung.

Noch stärker ist die Wirkung, wenn der Staat sich daran beteiligt.

3. Politische Geheimbünde wie die italienische Freimaurer-Loge P 2

waren vor dreißig Jahren aktiv.

Das beschlagnahmte Mitgliederverzeichnis enthielt die Namen  hoher Militärs, Politiker und Regierungsbeamte.

Im Dezember 2014 galten die Schlagzeilen der „Mafia Capitale“ in Rom. Dort knüpfte ein Netzwerk hochrangiger Seilschaften unbezahlbare Verbindungen zu Behörden und anderen zentralen Institutionen.

Mit Bestechung und anderen Varianten der Korruption wurden Entscheidungen beeinflusst, die der Allgemeinheit schadeten.

Nähere dazu findet man in dem Artikel

„Italien wackelt“

http://luft.mind-panorama.de/italien-wackelt/

4. Bezahlte Medienfirmen, die alle Möglichkeiten der Elektronik nutzen:

Standortfeststellung über das Mobilfunknetz (Privathandys), danach heimliche Fotos und Filme von ahnungslosen Zielpersonen,

um die angeblichen „Beweise“ mit raffinierter Bearbeitungstechnik (Virtual Reality) in täuschend echte, aber gefälschte Beweisdokumente zu verwandeln.

Hier dienen auch Gruselfilme als Vorbild, wie zum Beispiel der Klassiker „Das Haus der Lady Alquist“ mit Ingrid Bergman oder „Mitternachtsspitzen“ mit Doris Day.

Auch „Joey“, ein einschlägiges Frühwerk des Münchner Regisseurs Roland Emmerich über die Geräusche in einem unheimlichen Haus.

Der Film ist technisch perfekt, aber inhaltlich eher unwichtig und belanglos.

In München gibt  es sogar ein Filmstudio für besondere Fälle, das perfekte Doppelgänger berühmter Persönlichkeiten herstellt.

Solche Aktivitäten lassen sich nicht nur für Unterhaltungszwecke benutzen, sondern auch für Rufmordkampagnen..

5. Zahlreiche fragwürdige Berufs-Gutachter

sind bei den Gerichten zugelassen und dienen den Juristen als Entscheidungshilfe.

Zur Sicherung ihres  lukrativen Lebensunterhalts verfassen die schlimmsten Experten tendenziöse oder mit nebulösem Fach-Chinesisch zusammenphantasierte Schriftsätze,

Gefälligkeitsgutachten, so wie es die Richter wünschen, die dann weitere Aufträge verteilen..

Nicht nur im Bayreuther Fall Mollath hat die forensische Psychiatrie eine geradezu existenzvernichtende Energie entwickelt.

Von den bekannten Verursachern hat sich bisher keiner entschuldigt.

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Der Dezember 2014 brachte zu diesem Themenkreis  einige herausragende Fernseh-Dokumentationen.

6. Folterbericht des US-Senats

Am 9.12.14 veröffentlichte der US-Senat einen offiziellen Bericht über die Verhörmethoden in Guantanamo.

Dort wurde nicht nur die international verbotene körperliche Folter angewendet, sondern auch psychische Gewalt, zum Beispiel Schlafentzug durch Lärmterror.

Am 16.12.14 sendete das Fernsehen den Bericht „Schweig, du Verräter !“

über zwei frühere CIA-Agenten, die als Insider die unmenschlichen  Verhörtechniken in Guantanamo an die Öffentlichkeit gebracht hatten.

Anschließend bekamen sie massive Schwierigkeiten.

Bewerbungen, selbst für einfache zivile Arbeitsplätze, wurden abgelehnt.

Schon unter Präsident Ronald Reagan haben die Amerikaner vor vierzig Jahren eine internationale Konvention zur Beachtung des Folterverbots unterschrieben.

Aber sie halten sich nicht daran.

In Guantanamo sitzen zur Zeit noch 130 angeblich „Verdächtige“. Sechzig davon wurden als unschuldig anerkannt, aber bisher wollte kein anderer Staat sie aufnehmen.

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7. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag

ist schwach und zahnlos. Er prozessiert gegen kriminelle Despoten aus Afrika oder Serbien, aber nicht gegen die westlichen Regierungen, die ungeniert und aktiv  das Völkerrecht brechen.

Der frühere US-Präsident Richard Nixon ließ „nur“ in die Räume eine Walkampf-Konkurrenten einbrechen, um ihn auszuspionieren. Nach der Aufdeckung kam es zu einem förmlichen Amtsenthebungs-Verfahren, und er verlor seinen Job.

Mittlerweile ist es zu einer Fülle viel schlimmerer Übergriffe gekommen, in vielen Staaten der Welt.

8.  „Die USA gegen John Lennon“, TV-Dokumentation  am 5.12.14

Der berühmte frühere Beatle hatte während des Vietnamkriegs Friedenslieder in New York gesungen („Give peace a chance“).

Daraufhin behandelte ihn das FBI als Staatsfeind. Lennon: „Wenn ich morgens das Haus verließ, standen sie draußen an der Straße.

Sie wollten, dass ich es bemerke.

Sie wollten mich zum Paranoiker machen.“

9. Brutale Prügel-Polizisten im bayerischen Rosenheim.

Am 18.12.14 gab es dazu eine erschütternde TV-Dokumentation.

10. Nach dem Untergang der DDR sind zahlreiche Stast-Mitarbeiter in den östlichen Verfassungsschutz übernommen worden, natürlich auch ihre kriminellen Kenntnisse zur Überwachung und Drangsalierung harmloser Bürger.

Hier gibt es dazu weitere Informationen:

„Die neue Stasi macht weiter“

http://luft.mind-panorama.de/die-neue-stasi-macht-weiter/

Ebenfalls im Dezember 2014 gab es weitere Berichte:

11. „Die geheime  Macht von Google“

Der Suchmaschinen-Konzern wertet nicht nur die Daten seiner Kunden aus, sondern gibt sie auch zur Verwendung weiter an Regierungsbehörden.

Das Spektrum der Möglichkeiten geht von der Wirtschaftsspionage bei Konkurrenzfirmen

bis zur Verfolgung jeder Art von Opposition oder freier Meinungsäußerung.

12. Fernsehfilm „Im Netz“

Bereits im Mai 2013 sendete das deutsche Fernsehen „Im Netz“. Der Spielfilm erzählt von einer harmlosen Geschäftsfrau, die nach einer Auslandsreise einfach verhaftet wird, weil von ihrem Internetanschluss eine verdächtige Wohnung angemietet wurde.

Am Ende stellt sich heraus, dass der Verursacher der Rufmordkampagne ihr direkter Wohnungsnachbar war, der für den Verfassungsschutz arbeitete und sich persönlich an ihrem Vermögen bereichern wollte.

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Immer mehr von diesen Skandalen gelangen an die Öffentlichkeit.

Die Drahtzieher werden enttarnt und müssen mit Folgen rechnen:

1. Lange Haftstrafen

2. Öffentliche Untersuchung in Prozessen und Medienberichten, mit weiteren Hintergrund-Informationen.

3. Geldstrafen und Zivilklagen gegen die Verantwortlichen,

mit dem Ergebnis der Verurteilung zu Schadensersatz, Schmerzensgeld und Entschädigungen.

Selbst bei reichen Verursachern wird dann das Privatvermögen beschlagnahmt, vorhandene Bankguthaben, Häuser usw.  an die Opfer übertragen oder einem guten Zweck zur Verfügung gestellt.

Auch die beteiligten Helfershelfer sollten ihr weiteres Mitwirken überdenken.

Hier findet man weitere Fakten:

„Psycho-Terror“

http://luft.mind-panorama.de/psycho-terror/

„Schrille Trillerpfeifen“

http://luft.mind-panorama.de/schrille-trillerpfeifen/

 

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