Partituren

9.6.2017. Voll ungelöster Probleme dreht sich der Planet, weil niemand das Innerste der schlafenden Vulkane erkennt. Dazu gehören ungeschriebene Gesetze und Regeln, die, unvorhersehbar, aufeinander einwirken.

US-Präsident Donald Trump hat sich kürzlich mit dem letzten FBI-Chef zerstritten und ihn entlassen. Das gab es noch nie. Auch, dass der Angegriffene, James Comey, sich öffentlich sehr deutlich wehrt.

Das nennt man Klarheit, Transparenz. Wer von beiden Recht hat, weiß man jetzt noch nicht. Doch weltweit verbreiten sich die Gründe. Ursachen. Und schaffen eine neue Ebene der Erkenntnis.

Im Großen gilt das wie im Kleinen. An Orten, die sonst Heiterkeit verbreiten, trifft man an manchen Tagen traurige Gesichter. Bis eine Tür sich öffnet. Ein kleiner Witz, mit dem Gespür für knisternde Gewitter. Ein neues Gesicht taucht auf, gehört sofort dazu, so lange keine falschen Töne  stören.

Das klingt sehr einfach, ist es aber nicht. Die tausend Noten einer Partitur bleiben ein Rätsel, für den, der die Zeichen zwar lesen kann, doch ihren Sinn gar nicht begreift.

Viele Rätsel lassen sich lösen, aber oft bleibt ein Geheimnis, das keiner Logik zugänglich ist.

Giuseppe Verdi, der spezialisiert war auf tragische, düstere Themen, hat mit seinem letzten Werk „Falstaff“ eine derbe Sommernachtskomödie hinterlassen, bei der am Schluss sämtliche Mitwirkenden singen: „Alles ist Spaß auf Erden“ (Tutto nel mondo é burla). Schön wär’s. Aber die Kunst lebt von der Phantasie, den Welten, die in der Realität gar nicht existieren und doch auf sie einwirken.

Im Spätwerk „Othello“ findet der Realist Verdi  eine ganz andere Atmosphäre, die auch durch den meisterhaften Text von Arrigo Boito ihr Geheimnis nicht verliert.

Lisa della Casa und Wolfgang Windgassen singen eindringlich: „Nun in der nächtlichen Stille“:

https://www.youtube.com/watch?v=eGlIckiMH78

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