Raum und Zeit – Betongold

14.8.2020. Raum und Zeit sind zwei völlig unterschiedliche Themen. Der Raum erscheint dreidimensional: Länge. Breite. Höhe. Das spielt eine große Rolle, weil damit der gesamte sichtbare Bereich festgelegt wird. Bei der Filmtechnik gibt es mittlerweile Hologramm-Kameras, die Personen realistisch abbilden, obwohl sie im Aufnahmeraum gar nicht anwesend sind. Die Eigenschaften der Zeit spielen dabei keine Rolle, werden aber oft gleichzeitig erwähnt. Denn Alles, was sich bewegt und verändert, hat einen Anfang und ein Ende. Oder auch nicht. Das ist jedoch eine ganz andere Geschichte.

Jedes Leben bewegt sich innerhalb der klaren Dimensionen von Raum und Zeit. Alle früheren Erinnerungen sind davon umgeben wie von einer beweglichen Hülle, die sich nicht abstreifen lässt. Albert Einstein (1879 – 1955) erforschte Zeit und Raum als eines seiner Hauptthemen. Er nannte das „Kosmologie“. Angeblich gibt es im Universum eine eigene Weltraumzeit. Das bisherige Schulwissen wäre also lückenhaft, denn die Zeit ist keine unveränderbäre physkalische Größe. Auch der Raum dehnt sich. Unser Planetensystem in der Milchstraße hat eine riesige Umgebung, die ganz langsam immer größer wird. Der Umkehrschluss ist bekannt. Alles soll an einem einzigen Punkt mit dem Urknall begonnen haben. Ein solcher Anfang, seine ständige Ausdehnung muss zwangsläufig auch ein Ende haben. Darüber ist bisher außer Spekulationen, Vermutungen nichts bekannt. Ein häufiges Schicksal für Voraussagen.

Prognosen sind aber keine Spielereien wie das Kartenlesen, die Wahrsagerei, die nebelhaft verhangene Vorahnung des Schicksals und die täglich überraschende Wettervorhersage.

Ernsthafte Prognosen sind das wichtigste Fundament für die Zukunftsplannung. Voraussetzung ist eine geordnete, konzentrierte Datensammlung, die mit Überschriften, einfachen Stichworten leicht überschaubar ist. Vorher braucht man eine Idee, die noch nicht realisiert worden ist, aber allein in ihren ersten Umrissen einen hohen Wert erkennen lässt. Die ersten Planungskosten müssen nicht zwangsläufig schwindelnde Höhen erreichen. Aber nach der Fertigstellung des genauen Entwurfs müssen die laufenden Kosten möglichst niedrig sein und der wichtige Gewinn möglichst hoch. Außerdem darf die empfindliche Umgebung, die Außenwelt, nicht rücksichtslos verschandelt werden. Selbst um ein rechteckiges, hässliches Betongebäude kann man draußen Hecken, Bäume, Teiche und Ruhebänke so gestalten, dass der graue Schandfleck optisch verschwindet oder selbst attraktive Außenwände bekommt. Unsere überfüllten Innenstädte könnten ganz anders aussehen, vor allem in großen Wohngebieten, aber auch als anschaubare Seitenflächen für langweilige Durchgangstraßen. Ein riesiges Zukunftsprojekt. Wer sich heute in bekannten Stadtzentren umschaut, kann nicht widersprechen.

Selbst nüchterne Zweckprojekte wie Fabriken oder Bürogebäude, in separat konzentrierten Gewerbegebieten, die für Steuereinnahmen der Gemeinden wichtig sind, sind dankbare Projekte, die auch ständig neue industrielle Zuwanderer anlocken. Phantastereien?

Ideen sind das Hauptelemente der gesamten Kunst. Aus flüchtigen nächtlichen Träumen können Meisterwerke entstehen. Logik und Phantasie darf man nicht scharf trennen, außer in Geschäftsbilanzen. Genauso wie Raum und Zeit nur gemeinsam, dazu mit zusätzlichen anderen Kategorien, lebendig werden für eine Zukunft, deren Kraft und Schönheit jetzt noch gar nicht erkennbar ist. Mit unklarem Wunschdenken hat das nichts zu tun, sondern mit verpassten Chancen.

„Raum und Zeit“. Das hört sich zunächst an wie unverbindliches Wortgeklingel. Aber wer die Chancen erkennt, hat eine Goldgrube entdeckt. Den schamlosen Ideenklau verhindert das Urheberrecht. Sichere Patente anmelden kann Jeder. Und damit selbst viel Geld verdienen. Oder aus lange laufenden Lizenzgebühren, wenn die Bewerber geeignet sind. Auch das kann man frühzeitig prüfen.

Händels Musik ist von einer festlichen Grundstimmung geprägt, auch in ihren stillen Passagen. Die „Feuerwerksmusik“ wurde jahrelang privat in der Silvesternacht zum Beginn eines Neuen Jahres gespielt, und zwar genau in der folgenden Aufnahme unter Leopold Stokowski:

https://www.youtube.com/watch?v=bWp-3DDoEf0

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