Nowhere Man

20.10.2016. Fallende Herbstblätter sind wie Regentropfen auf dem Ozean – ein Massenphänomen. Studiert man nur die Details, bleiben Ursachen und Abläufe verborgen.

Das Gleiche gilt für die anschwellenden Informationen aus dem Internet. Ohne Suchmaschinen kommt man nicht weiter. Dann müssen die Ergebnisse analysiert werden. Auch das geht mit Spezialprogrammen. Aber nur, wenn sie die richtigen Suchwörter haben, außerdem deren Gewicht und Energie erkennen können. Sonst ist das Ergebnis falsch.

Das ist längst nicht Alles.  Hinter der materiellen Welt, die von Augen, Ohren und den anderen biologischen Wahrnehmungsmaschinen erkannt wird, gibt es noch ganz andere Dimensionen. Das sind Wissensbereiche, vernachlässigt von  den Messinstrumenten der Naturwissenschaften. Die alte Bildersprache der Symbolik, der hier eine eigene Abteilung mit bisher 53 Artikeln gewidmet ist:

„Die magische Welt der Symbolik“

http://luft.mind-panorama.de/category/6-die-magische-welt-der-symbolik/

Es gibt noch viel mehr. Manchmal tauchen in guten Gesprächen Ideen auf, die den Teilnehmern bisher nicht bewusst waren. In einem altbayerischen Wirtshaus am Marienplatz  trat vor ein paar Wochen ein Straßenmusikant auf, der mit eigener Gitarrenbegleitung Beatles-Lieder sang: „He’s a real Nowhere Man, sitting in his Nowhere Land, making all his nowhere plans for Nobody.“ Frei ins Deutsche übersetzt: „Da ist ein Mann. Ein Nichts, der all seine Pläne für Niemand macht.“

Und dann wurde es spannend. Fünf Tage später saß am gleichen Platz ein Herr im maßgeschneiderten dunkelblauen Maßanzug, mit Krawatte und dem Symbol eines Adlers auf dem Revers. Ein Platz war frei. Und nach kurzer Zeit sagte er: „Erkennen Sie mich nicht?“ „Nein.“ Es war der Mann mit der Gitarre, äußerlich völlig verwandelt. Aus dieser Überraschung ergab sich ein mehrstündiges Gespräch, über osteuropäische Politik, Philosophie, Kultur und auch Bereiche der Erkenntnis wie den kabbalistischen, zwölfstufigen Baum der Erkenntnis, dessen obersten Spitze, eine Krone, die höchste Stufe der Einsicht zeigt, die Erleuchtung.

Das alles ist tausendfach im Internet nachzulesen, aber gebündelt, wie unter einem Brennglas, wirkt es völlig anders in einem spontanen, nicht geplanten Gespräch, geladen mit einer starken Energie, deren Inneres keine Suchmaschine finden, aber trotzdem starke Kraft entwickeln kann.

Solche Einsichten findet man  in der Literatur, in Zeitungsmeldungen, in Alltagsbeobachtungen und in Reflexen, die auf konkrete Stichwörter reagieren, die wie ein Knopfdruck wirken. Zum Beispiel bei simplen Fragen oder Feststellungen, die inhaltlich nur Seifenblasen sind, aber Reaktionen auslösen, deren Vertiefung und Auswertung mit Maschinen nicht möglich ist.

Konkret passt dazu immer die Musik, deren Signale schon in der fernen Frühzeit der Menschheitsgeschichte wichtige Botschaften sandten.

Die Mystik (Das unauflösliche Geheimnis) ist eine archaische Denkweise, die im Mittelalter eine wichtige Rolle spielte. Anton Bruckner hat sie in sinfonische Klänge verwandelt. Hier dirigiert Valery Gergiev mit seinem Orchester  aus St. Petersburg ein Beispiel dafür.

https://www.youtube.com/watch?v=F6B0x1TNOJs