Russische Mystik

7.9.2020. Die Mystik beschäftigt sich mit Geheimnissen, die Keiner lösen kann. Dabei handelt es sich nicht um politische oder soziale Themen, sondern um psychische Vorgänge, die auch von Experten nur beschrieben werden können, die aber nicht das Mysterium (Rätsel) selbst lösen.

Das Universum ist in allen Details bekannt, den Forschern der Physik, den Weltraumfotografen, den Chemikern und aus allen Untersuchungen der materiellen Elemente. Im Großen und im Kleinen. Im Mikrokosmos und im Makrokosmos. Die mitelalterliche „Tabula Smaragdina“ (Tafel aus Smaragd) teilt auch noch mit: „Das Große ist wie das Kleine.“ Das heißt, dass alle Bewegungen und Formen aus ähnlichen Abläufen und Gesetzen bestehen. Der „Goldene Schnitt“ ist eine heute noch funktionerende Rechenformel, mit der man die Formen sämtlicher Organismen berechnen kann. Im Mittelalter suchten die Alchimisten (die späteren Chemiker) nach der Mischung von Mineralien, aus deren Einzelteilen sich reines Gold herstellen lässt. Leider vergeblich war auch die Jagd nach dem „Stein der Weisen“, mit dessen Hilfe sämtliche Weltgeheimnisse gelöst werden sollten.

Selbst wenn es möglich gewesen wäre: Ein unauflösbarer Rest bleibt immer. So wie die Schwarzen Löcher im Weltraum, die überhaupt kein Licht aufnehmen, aber andere Planeten fressen können. Daraus ergibt sich, dass starke Energieformen existieren, die bisher noch ganz unbekannt sind. Albert Einsteins Relativitätstheorie bewies vor hundert Jahren, dass die physikalische Tradition falsch ist: Licht und Energie sind keine festen Konstanten sind, sondern verändern sich aufgrund von anderen Einflüssen wie der ablaufenden Zeit und erzielen damit neue Wirkungen. Auch für die Verarbeitung von Funksignalen hatte das erhebliche Folgen. Sonst gäbe kein Wireles Lan (WLAN) ohne Verbindungskabel.

Die größte Unruhe ist noch nicht einmal allgemein bekannt : In seinem Jahrtausendwerk „Die Traumdeutung“, veröffentlicht im Jahr 1900, bewies Sigmund Freud mit klar vrständlichen Worten, das die Wahrnehmung des Menschen unvollständig ist. Daraus entstehen schwere Fehler, die oft gar nicht erkannt werden.

Diese Lücke schloss Freud mit dem Modell der drei Ebenen. Das „Ich“ ist das allgemein bekannte Wahrnehmungsvermögen, mit logischen, materiellen und emotionalen Kategorien. Das „Über-Ich“ sind die Einflüsse von außen, durch Schule, Erziehung, Beruf und das Leben anderer Leute. Die dritte und wichtigste Ebene ist das „Unterbewusstesein“, ein riesiger Speicher im Gedächtnis, der eigentlich gar nicht bemerkbar ist. Doch dort werden auch Misserfolge, Verletzungen und Enttäuschungen gespeichert, die man vergessen will, die aber trotzdem nur schlafen, bis sie durch ein Signal aus dem Gehirn aktiviert werden. Das kann ein Wiedersehen mit Personen und Orten sein. Oder ein einzelnes Stichwort, das nur zufällig gebraucht wird, aber eine ganze Alarmkette auslöst. Die Folge können kurze Stimmungsprobleme sein ode achwere Krankheits-Symptome. Krebs ist oft als vererbte Anlage vorhanden, wird aber erst wild und gefährlich, wenn traumatische Erfahrungen das ungestörte Alltagsleben belasten oder blockieren. Prostata-Krebs ist bei älteren Männern meist ungefährlich. Aber allein der Schnitt mit einem Operationsmesser kann das zahme Haustier in ein Raubtier verwandeln.

Die Psychoanalyse benutzt keine körperverletzende Medizintechnik. Auch keine Medikamente. Das Unterbewusssein kann man allein mit gezielten Fragen stimulieren. Vor Allem eigene, immer wiederkehrende, zwanghafte Wiederholungen des Erkrankten sind Schlüssel zur Auflösung von Störungen. Naturlich sind künstliche Beeinflussungen und Manipulationen völlig wirkungslos, sondern öffnen die falschen Türen. Die Analyse selbst und deren Bewertung kann nur separat geschehen, durch Sammeln und Ordnen der Daten und Vergleiche mit Wissensgebieten, die auf den ersten Blick keinen Zusammenhang ergeben, aber auf die richtige Spur lenken.

Wenn das Alles gelingt hat es viel Zeit und Geld verbraucht. Aber Freud rechnete nur sein normales Arzthonorar ab. Allerdings kam seine Kundschaft aus reichen Privatkreisen, für die eine Rechnung keine Rolle spielte.

Das Ziel, das Ergebnis ist eine Auflösung von Störungen und Spannungen, die das Alltagsleben belasten und vergiften.

Der Allgemeinzusatnd entspannt sich. Musik kann dabei sehr wichtig sein. Aber Freud hatte keine Antenne dafür, und er hat sich in seinen Schriften nicht dazu geäußert, auch nicht zu Komponisten.

Eine angeborene Lücke, die aber den Wert seiner Erkenntnisse nicht beschädigt, noch nict einmal antastet.

Wer Musik liebt, kennt auch die entspannende Wirkung. Das können gute Untehaltungsklänge sein. Oder die überragenden Werke der Klassik, die sich mit Gesang und Ausstattung sogar noch vetiefen lasssen.

Ein ganz eigenes Kapitel ist die russische Mystik. Nicht nur die berühmte Basilius-Kathedrale am Roten Platz in Moskau. Es gibt viele Filme aus abgelegenden russischen Wäldern im tiefen Schnee. Wenn der Wanderer das Innere einer Kirche betritt, wo im Licht vieler Kerzen die goldenen Wandbemalungen, Heiligenbilder und die kostbaren Messgewänder zum Gühen bringt. Dazu mehstimmige Chöre ohne Instrumentalbegleitung, deren Sprache nur die Einheimischen verstehen. Aber Stimmen, die das Mysterium zum Klingen bringen: Die Meditation. Das Abstreifen aller Nebensachen und die Konzentration auf die unsichtbaren Kräfte, die man hören, aber nicht sehen und erkennen kann. Eine Annäherung an die Unio Mystica, die innere Vereinigung des Hörers mit den Zeichen Gottes, die er wahrnehmen kann.

Hier erlebt man eine gemeinsame Messer der russisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem und Moskau, mit allem visuellen Aufwand und der dazu gehörenden Kirchenmusik. Das Ganze dauert fast vier Stunden, aber nach dem prunkvollen Beginn ist eine Pause für den Zuschauer jederzeit möglich:

https://www.youtube.com/watch?v=UU6rxYHlR2E

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