Salvador Dalis Weltuntergang

Dali, Weltuntergang
19.4.2015. Das Bild zeigt ist bis in alle Einzelheiten die typische Handschrift von Salvador Dali. Derjenige, der es als Ölbild kopiert hat, hat meisterhafte Arbeit geleistet.
Die einzelnen Elemente kann man deuten, wie es auch bei der Bildersprache der altägyptischen Hieroglyphen möglich ist, die erst im 19. Jahrhundert entziffert werden konnte.
Die Bild-Elemente: Der Mann links unten hat seine schweren Ketten an einer Hand abgeschüttelt. Der Weltuntergang bedeutet für ihn „Befreiung“. Er sitzt auf einem heruntergefallenen Mantel mit der Königs- und Kardinalsfarbe “ Rot „, war also einmal ein mächtiger Herrscher oder geistiger Führer. Auch die Frau rechts sehnt sich nach Befreiung. Sie ist symbolisch verbunden mit einem Äskulap-Stab, dem Zeichen der ärztlichen Heilkunst.
Beide warten auf die Erlösung, so wie auch das Osterfest ein wichtiger Teil der christlichen Religion ist: Die Auferstehung vom Kreuz der Leiden und die Wiedergeburt zu einem neuen Leben, so wie es jetzt im Frühling geschieht, wenn die Natur zu neuer Blüte erwacht, im ewigen Kreislauf des Werdens und Vergehens, der in allen Weltreligionen eine wichtige Rolle spielt und bei den Buddhisten „Samsara“ heißt.
Der größte Teil des Bildes zeigt eine weite Wüstenlandschaft, die so hitzetrocken ist, dass auf der Ebene einige Risse in Plattenform zu sehen sind. Auch das graue Gebirge zeigt keine Pflanzen, endet aber am Wasserspiegel des Meeres, wo vor vielen Millionen Jahren die ersten Lebewesen entstanden.
Der herrliche Sommerhimmel mit den großen Wolken öffnet sich für einen Wasserfall. Das ist in der Realität nicht möglich, aber Dalis Methode war der Surrealismus, in dessen glasklaren Bildern sich Wünsche, Träume und die Psyche des Menschen spiegeln.
Es ist also ein Sehnsuchtsbild, der Wunsch nach Befreiung von allem Leid und dem „Untergang der alten Welt“, mit der Hoffnung auf ein neues, anderes Leben.
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