Zum Jahreswechsel – Der Traumfilmer Niv Floham

31.12.2015. Aller guten Dinge sind Drei. Schon  zwei Mal habe ich auf die erstaunliche Verfilmung der „Planeten-Suite“ von Gustav Holst  hingewiesen. Zuletzt gestern:

„Das Gedächtnis der Ewigkeit“

http://luft.mind-panorama.de/das-gedaechtnis-der-ewigkeit/

Offen blieb dabei die Frage: Wer ist der Regisseur? Eigentlich findet man ihn im sogenannten Abspann  am Ende eines Films, wo die Namen der wichtigsten Beteiligten gezeigt werden. Da werden auch hier  sehr viele Mitarbeiter genannt: Beleuchtungstechniker. Kameraleute. Schnitt. Location Scouts. Das National Orchestra of Wales. Der Dirigent David Atherton. Aber kein Regisseur. Am Ende sieht man nur ganz kurz: Producer (Produzent) Niv Floham. Auch mit der Google-Suche findet man nicht, wer das ist. Anscheinend ein Pseudonym.

Das ganze Werk ist eine Produktion der mächtigen BBC in London. Die eindrucksvollen Dokumentarbilder stammen aus ihren  riesigen Archiven, von unterschiedlichen Regisseuren. Und deshalb wird nicht ein Einziger genannt, sondern  die Beteiligten an dieser Produktion. Und die haben sich eine Menge einfallen lassen.

Der Musikfilm ist ganz exakt auf die Klänge von Gustav Holst abgestimmt. Tempo, Rhythmuswechsel, heftige  oder verzauberte Stimmungen. Eine archaische Kraft aus der Urzeit des Kosmos, als es weder Texte noch Sprachen gab, sondern nur die Wechselwirkung unterschiedlicher Energien. Wir schauen in das Gedächtnis der Ewigkeit, das immer noch Impulse sendet in Alles, was sich bewegt und jede Änderung beeinflusst.

Der letzte Teil erwähnt die Entdeckung eines neuen Planeten vor siebzig Jahren: „Pluto, der Erneuerer“. Aber die Bilder zeigen die Gegenwart auf dem Planeten Erde, mit einer unendlichen Vielfalt von Eindrücken. Dabei werden keine trügerischen Spielereien umgesetzt, sondern nur unverfälschte, hochrangige Dokumentarfilme der BBC. Die durchaus vorhandenen Filmtricks beschränken sich auf rasante Zeitraffer, also eine absichtlich überhöhte oder verlangsamte Bildgeschwindigkeit, und jede Bewegung passt sich immer der monumentalen Musik von Gustav Holst an. Alles ist glasklar, in hochauflösender Bildqualität und bleibt trotzdem geheimnisvoll. Mysteriös  wie „Neptun, der Mystiker“, eigentlich der mythologische Gott des Ozeans, der Weltmeere, in denen die ersten  Lebewesen der Urzeit entstanden.

Zum Jahreswechsel gehörte an vielen Orten ein Feuerwerk. Die bekannteste Musik dazu  komponierte Georg Friedrich Händel. Hier kann man das hören:

https://www.youtube.com/watch?v=KupnhBjUt_0

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