Apocalypse now?

20.9.2020. „Apocalypse Now“, der Weltuntergang – jetzt. Das ist ein Kinofilm von Francis Ford Coppola, der 1979 zum Welterfolg wurde. Vorher schuftete Coppola zehn Jahre lang an dem dreiteiligen Film „Der Pate“ über die fünf New Yorker Mafia-Familien aus Süditalien. Dort gibt es den kleinen Ort Corleone, und Coppolas mächtiger Familienvater heißt „Don Vito Corleone“ (zunächst Schauspieler Marlon Brando, als junger Mann ist es Robert de Niro) . Der Patriarch, Vito wirkt sympathisch, hilft allen Bittstellern bei Problemen. Die eigenen Verwandten sind sein Erfolgswunsch, auch wenn Einige schwierig sind. Don Vito kümmert sich um Alle.

Nach dem zweiten Teil des Films brauchte Coppola dringend eine Unterbrechung. Aktuell war immer noch der zähe Vietnam-Krieg, wo die US-amerikanische Regierung schwer bewaffnete Soldaten einsetzte, um die kommunistishen Vietcong zu vertreiben. Das gelang nicht. Und Coppola drehte darüber einen neuen Film: „Apocalypse Now“ (Der Weltuntergang, jetzt). Dabei sind ihm viele extreme Szenen meisterhaft gelungen. Marlon Brando taucht nur zum Schluss als glatzköpfiger, wahnsinniger „Colonel Kurtz“ auf, der sich im Dschungel versteckt, weil er das Grauen des Kriegs nicht mehr erträgt, wo sogar giftige Napalm-Bomben den Urwald in Flammen und Asche verwandelten.

Grundlage aller Weltuntergangs-Szenarien ist das letzte Buch der Bibel, die „Johannes-Apokalypse.“ Der Autor ist vermutlich der beste Freund von Jesus, so wie ihn auch der Maler Leonardo Da Vinci beim Letzten Abendmahl zeigt, rechts an der Seite seines Herrn, kurz bevor der Verräter Judas ihn an die römischen Besatzungssoldaten ausliefert. Die Darstellung des berühmten Malers Da Vinci zeigt den jungen Johannes in einer außergewöhnlichen Form, die Jeder selbst im Internet finden kann. Sigmund Freud deutete das gesamte Schaffen des Malers in einem eigenen Aufsatz. Vor Allem widmete er sich ganz genau dessem sehr bekannten Ölgemälde von der lächelnden Mona Lisa. Und erklärt den unglaublichen, aber möglichen realen Hintergrund des Porträts.

Die „Johannes-Apokalypse“ beschreibt zahllose Schreckensbilder vor dem Untergang der Welt. Die Sünder landen in de Hölle. Die Gerechten leben im Paradies weiter, an der Seite Gottes, bis an das Ende alle Tage.

Hier findet man einen ausführlichen Wikipedia-Artikel dazu:

https://de.wikipedia.org/wiki/Offenbarung_des_Johannes

Aus de Wikipedia stammen folgende Zitate:

Das Buch mit den sieben Siegeln. Der Kampf des Satans. Das Jüngste Gericht. Ernte und Weinlese. Die sieben Engel mit den sieben letzten Plagen der Menschheit. Die sieben Schalen des Zorns Gottes über die verdorbene Welt. Die Hure Babylon und das Tier. Das Tausendjährige Reich . Das Weltgericht. Die neue Welt Gottes.

Zum Thema „Ernte und Weinlese“: An der Münchner Freiheit, in Schwabing, gab es viele Jahre das Traditionslokal „Zum Weinbauer“. Gemeint ist damit, wie in der Bibel, nicht nur das Getränk. sondern – im übertragenen Sinn – der Anbau und Ausbau einer geistigen Dimension und deren Ernte. Das ist das Geheimnis der Mystik, der inneren Vereinigung des Menschen mit den Zeichen Gottes, die er erkennen kann. Die höchste Stufe ist die Erleuchtung, die Unio Mystica.

Im Parsifal-Vorspiel kann man das hören:

https://www.youtube.com/watch?v=1xsbQ-_iroM

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