Auf der Alm, da gibt`s koa Sünd

10.10.20320. „Auf der Alm gibt es keine Sünd`, weil da keine Menschen sind.“ Den Spruch kennt jeder, Weniger bekannt ist, „I ging gern af de Kampnwand, wann I mit meiner Wampn kannt.“ (Ich ginge gern auf die Kampenwand, wenn ich das mit meinem Bierbauch könnte.) Gemeint ist immer das Hochgebirge, die Alpen. Dabei ist es dort, an den beliebtesten Ausflugszielen, überhaupt nicht still.

Es drängen, an freien Tagen, derart viele Menschenmassen auf die Wanderwege, dass die Parkplätze schnell belegt sind. Vom stiller Einsamkeit kann da keine Rede sein. Und das geht bis zur nächsten Staatsgrenze. Gemütlich es dort auch nicht mehr. Aber es gibt zahllose Geheimtipps, wenn man länger in der Gegend wohnt, und andere Leute plaudern gern. Übernachtungen auf kleinen, bewirtschafteten Berghütten sind nichts Besonderes, aber ein bleibendes Erlebnis.

Ein scharfer Kontrast zum lebhaften Verkehrsknotenpunkt, am Münchner Stachus ist das schon. Und dann kann man in den Bergen vorübergehend auch über die ungelösten Probleme in der „Weltstadt mit Herz“ nachdenken, die seit dem Weltereignis der Olympischen Spielen 1972, seit fast fünfzig Jahren keine Traumstadt mehr ist, Damals wurden zu viele hässliche Neubauviertel billig, aber hohe Gewinne versprechend, einfach in die Landschaft geknallt. Die Einwanderung aus allen Kontinenten stieg immer mehr an. Bei der Wohnungsvergabe werden kinderreiche Familien bevorzugt, für viele alte Münhner ist kein neuer Platz mehr da.

Der typische Dialekt verschwindet, dafür gibt es immer mehr beliebte Computerfirmen und den Traum der zukünftigen Filmstars, endlich einmal für eine Hauptrolle entdeckt und weltberühmt zu werden. Wenn der Arbeitsmarkt aber genau da, von der Konkurrenz umkämpft und überlaufen ist, werden Jugend und Schönheit, oft unbemerkt, zur weit offenen Armutsfalle. „Früher waren wir jung und schön. Jetzt sind wir nur noch arm.“ Laut sagt das Keiner, aber man bemerkt es in der Innenstadt, wo das meiste Geld ausgegeben werden soll, aber leere Taschen nicht besonders beliebt sind.

Und klauen darf man nicht, auch nicht das geistige Eigentum andere Leute. Es sei denn, es gibt vorher eine gemeinsame Vertrauensbasis, mit Beratungshonorar und Lizenz-Vereinbarungen. Das interessiert Viele nicht, aber solche Geldforderungen verjähren lange nicht, und dann kommen noch marktübliche Zinsen dazu, plus Anwalts- und Gerichts-Kosten. Trotzdem passiert es, aus Dummheit, Schlechtigkeit oder Unwissenheit. Das aber schützt vor Strafe nicht.

Zurück zur Natur! Das forderte schon Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778). Er stürzte mit anderen, aber vor Allem mit seinen Ideen, auch den letzten französischen König. Die radikale Französische Revolution von 1789, mit der öffentlichen Hinrichtung des Königs, erlebte er zwar nicht mehr. Aber schon vorher waren viele Europäer nach Nordamerika ausgewandert und gründeten dort, am 4. Juli 1776, die Vereinigten Staaten, mit einer Verfassung, die vor Allem die Freiheit jedes einzelnen Bürgers in den Vordergrund und Mittelpunkt stellt. Meinungsfreiheit. Pressefreiheit. Das Recht auf freien Zugang zu Informationen (heute: Internet), das auch in Gefängnissen gilt und bei leeren Kassen, vom Staat selbst, vollständig im Voraus, finanziert werden musss. Manche hören das nicht gern, aber sie fallen deshalb sofort auf.

Vergleiche retten auch die armen Länder. Immer wieder ein gutes Beispiel: Schon seit 1860 sind Nord- und Süditalien eine politische Einheit. Aber nicht ökonomisch, und deshalb auch nicht sozial. Beweis ist wieder eine einfache Ziffer: Das gesamte Staats-Einkommen in Euro. Dann, in leicht festzustellenden Prozentzahlen, das persönliche Einkommen jedes Bewohners, getrennt nach den Regionen, vor Allem der Abgrund zwischen den regionalen Ländern, nördlich und südlich von Neapel.

Das erklärt auch warum so viele Süditaliener seit Jahrzehnten in Deutschland leben.

Die Probleme löst eine einfache Rechenformel, ein Algorhythmus für Computer-Programme, die viele Daten analysieren, auswerten und Ursachen entdecken, damit gleichzeitig auch die offensichtlichen Lösungsmöglichkeiten anzeigen, die griffbereiten Alternativen.

Wie bereits erwähnt: Man ermittelt nur das gesamte Staats-Einkommen in Euro. Dann, in leicht festzustellenden Prozentzahlen, das persönliche Einkommen jedes Bewohners, getrennt nach den Regionen, vor Allem der Abgrund zwischen den regionalen Ländern, nördlich und südlich von Neapel.

Zeitlos gültig, aber leider kaum noch beachtet, als funktionierendes, reales, wertvolles Wundermittel,: Das plötzliche Wirtschaftswunder, nach dem Zweiten Weltkrieg:

Nach der totalen Zerstörung der deutschen Städte bis 1945, kam rasch die wirkungsvolle Rettung, erfunden vom Wundermann Ludwig Erhard:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftswunder

Warum funktioniert das nicht mehr?. Weil Keiner sich für eine Aktualisierung einsetzt. Zuständig dafür sind immer die gut verdienenden Staatsregierungen. Und es geht dabei um verplemperte Milliarden-Beträge.

Jetzt, an den langen Herbstabenden, kann man immer mehr darüber nachdenken, sogar auf der gemütlichen Wohnzimmer-Couch. Wenn man will. Oder gute Mitarbeiter damit beauftragt.

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