Aus alten Chroniken

10.12.21. Wenn alte Unterlagen vom Sommer 2003 plötzlich aus Papierbergen wieder auftauchen, braucht Niemand  an sensationelle Enthüllungen zu denken. Das lehne ich grundsätzlich ab. Schon auf der Startseite, ganz oben,  kann man hier lesen: „Viele Namen und Orte sind verschlüsselt, weil nur das als Nachricht gilt, was auch allgemein wichtig sein kann. Klatsch und Tratsch aus Langeweile, sind unerwünscht.

Im Übrigen noch einmal der deutliche Hinweis darauf, dass ich grundsätzlich keine alten Sachen hier künstlich aufwärme, nur aus überflüssiger Wichtigtuerei. Die Hinweise haben nur den offensichtlichen Sinn, allgemeine Regeln und Wissenslücken anschaulicher und leichter verständlich zu machen. Das kann für Alle sehr wertvoll sein, um voraussehbare Schäden und ihre Ursachen im Voraus, rechtzeitig zu erkennen und die dummen, oft sehr teuren Folgen zu vermeiden.Eine heile Welt wird es nie geben. Aber man kann jeden Tag dafür Flagge zeigen. Auch einige Leser verstehen das immer besser.“

Das gilt immer noch. Heute werden hier nur ein paar Stichwörter genannt, die aber Assoziationen auslösen, Gedankenbrücken zu ganz anderen Themen. Ob sich das erweitern lässt, bleibt offen. Eines meiner ersten Pseudonyme im Internet, zum Schutz vor Belästigungen,  war „Ratibor“. Vorher habe ich nachgeforscht, was das eigentlich bedeuten kann. Zum Beispiel:

Schloss Ratibor in Roth bei Nürnberg. Am 18.5.1947 geschah, im Rathauskelle von Nürnberg, etwas Besonderes: Die Wieder-Begründung der Freimaurer-Loge „Zur Wahrheit“ und der Großloge „Zur Sonne“ in Bayreuth. 76 Jahre vorher, 1871: Ankunft Richard Wagners in Bayreuth. Im nächsten Jahr, am 22.5.1872: Die Grundsteinlegung des Festspielhauses, an Wagners Geburtstag. Das Grundstück wurde Wagner von der Stadt geschenkt. Auch das seines privaten Wohnhauses Wahnfried. Es  befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Haus der Freimaurerloge. Warum es trotzdem wieder zurück, in den Besitz der Stadt Bayreuth gelangte, hat mit der Errichtung der Stiftung zu tun, die Wolfgang Wagner vor 50 Jahren durchsetzte, um die finanzielle Sitaution der Festspiele deutlich zu verbessern.

Großmeister der Loge „Zur Sonne“ war der Bankier Friedrich Feustel (1824 – 1891), ein einflussreicher Wagner-Mäzen.  Die Bank Feustels befand sich am Bahnhofsplatz, wurde im Zweiten Weltkrieg, 1945 zerstört und stand dort, wo heute das Hotel „Bayerischer Hof“ ist.

Im August 2003 hatte ich ein ausführliches Gespräch, mit einem älteren Mitarbeiter des Freimaurergebäudes. Er war dabei sehr offen und gesprächsbereit. Danach habe ich ihn aber nicht mehr wiedergesehen. Im September 2003 sagte er, telefonisch nur, dass er wieder in seine Geburtststadt zurückgekehrt war, nach Norddeutschland. Über die Gründe haben wir nicht gesprochen. Er  konzentrierte sich auf seinen neuen Lebensabschnitt. Das war schade, aber er wollte es so.

Meine sonstigen Aufzeichnungen vom August 2003 sind noch  umfangreicher und müssen erst noch ausgewertet werden. Aber sie sind auch eine interessante Quelle für die allgemeine Wagnerforschung, die sich bereits auf viele Bibliotheken erweitert hat,  aber auch eine kürzere Fassung verdient hat.

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