Das goldene Tor im sicheren Hafen

28.9.2020. Die Golden Gate Bridge (Die Brücke zum goldenen Tor) in San Francisco war der Schlüssle zum fernen Sehnsuchtsziel der ersten amerikanischen Einwanderer aus Europa. Sie kamen mühselig zu Land, auf Pferden, aus dem Westen. Aber der Pazifik war ein freier Ozean und die Bucht „San Francisco Bay“war der sichere Hafen, bei der Ankunft am Traumziel. Der bekannte Firmenname eBay (elektonrische BUcht, der sichere, zuvelässige Hafen) steht für günstige Preise im Internet, die beim Kauf und Verkauf öffentlich versteigert werden. „It never rains in California“ (Es regnet nie in Kalifornien) sang vor sechzig Jahren Albert Hammond. Das war die Zeit der lockeren Hippies, der Blumenkinder, die auch sangen, „Wenn du nach San Franisco gehst, trag unbedingt eine Blume im Haar.“

Dieses Lied ging damals rund um die Welt, gesungen von Scott Mc Kenzie:

https://www.youtube.com/watch?v=7I0vkKy504U

Das dauerte ein paar Jahre, war dann vorbei, aber die Epoche der Blumenkinder ist ein fester Markierungspunkt in der amerikanischen Geschichte. Freiheit verspricht die Statue im Hafen von New York. Freiheitsrechte sind ein zentraler Teil der amerikanischen Verfassung, die für Jeden eine deutliche Richtlinie hat: „Pursuit of Happiness“. Jeder soll und darf nach seiner eigenen Art glücklich werden. Das war auch der Lieblingsspruch des preußischen Königs Friedrich II. Leider starb „Friedrich der Große“ (1712 – 1786) zehn Jahre vor der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) am 4.7.1776. Aber so wie er dachten viele europäische Geistesriesen, bevor sie 1789 die Staatsform der verschwenderischen, alleinherrchenden Monarchie mit Gewalt abschafften und jubelnd aus dem Fenster warfen. Das Stichwort der Zukunft hieß „Republik =Res Publica“, also eine Sache, ein Thema der Öffentlichkeit, der Allgemeinheit, auch schon in der besten Zeit des römischen Weltreichs, des Imperiums Romanum. Wer dort die Demokratie abschaffen wollte, wurde sogar von vertrauten Freunden ermordet, wie der mächtige Jülius Cäsar am 15. März 44 v. Chr.

San Francisco ist nur ein par Kilometer entfernt von Los Angeles. Auch dort wirken mächtige Kräfte. Hollywood ist das Markenzeichen der Filmindustrie, deren weltweite Glanzzeiten mittlerweile von einer schweren künstlerischen und technischen Dauerkrise vedrängt wurden.

Auch hier sorgten die Blumenkinder für Aufregung. Die amerikanische Verfassung schützt nachdrücklich, auch im Streit, in Prozessen die freie Religionsausübung. Deshalb entstanden im weltoffenen Kalifornien viele selbstbewusste Glaubensgemeinschaften, die sich auch in der übrigen Welt ausbreiteten. Nicht immer friedlich, sondern auch straff organisiert, mit kämpferischen Prinzipien. Die Anhänger gewannen auch unbemerkt, unauffällig starken Einfluss in bekannten Großfirmen. Also nahmen sie auch Teil am aufblühenden Goldrausch, am rauschenden finanziellen Geldsegen und kostensparenden Steuerbefreiungen des Staats. Das ist salbstverständlich, aber hat auch seine Grenzen, wenn die lächelnden Blumenkinder auf einmal kampflustig werden. In allen Bereichen, beim freien Warenhandel, aber auch beim Militär sind Ordnung und Pflichterfüllung eine entscheidende Voraussetzung für den Erfolg. Dabei stören manchmal versteinerte alte Hierarchien, in denen streitsüchtige Alpha-Tiere immer an erster Stelle Platz nehmen wollen, um die besten Standorte erbittert gegeneinander kämpfen und dann mit solchen harten Methoden ihre Mitarbeiter formen und verbessern wollen. Darunter leidet das Betriebsklima, der Motivator Nummer Eins. Die Ziffer Eins steht auch im Sport für Höchstleistungen und Erfolge gegenüber den anderen Teilnehmern. Die kaifornische Stanford-Universität, südlich von San Francisco, hat Welterfolge in allen geistigen Disziplinen, aber sie steht auch bei der exklusiven fianziellen Förderung von sportlichen Höchtleistungen ganz oben auf der Siegertreppe.

Ein hässlicher Fleck sind im Gedächtnis der Menschheit allerdings die berüchtigten „Stanford-Tests“. In den Siebzige Jahren gab es zum Beispiel einen Test, bei dem Schauspieler als schreiende Folteropfer auftraten, die von freiwilligen Kandidaten mit immer höheren Stromstößen gequält wurden. Leiter dieser verbotenen Menschenversuche waren Psychologen in täuschenden weißen Ärztekitteln, die die Höhe der Stromstöße anordneten. Die wirklichen Taetpersonen waren ahnungslose, bezahlte Studenten, die gern gehorchten und keine Grenzen kannten. „Der Versuch musste abgebrochen werden“, stand in den offiziellen Presseerklärungen. Aber es war sicherlich nicht der Einzige im Rest der Welt. Das bekannte Lager in Guantanamo (Kuba) verwendete solche Methoden ständig. Das bestätigte ein amtlicher Untersuchunngsbericht des amerikanischen Senats, des Parlaments. Die Mehrzahl der Opfer war unschuldig. Die Maßnahmen brachten nur die Geständnisse, wie die Verhörspezialisten sie hören wollten, waren also erzwungen und durften also von keinem Gericht verwertet werden. Das ist ein klarer Verstoß gegen die amerikanische Verfassung. In Nürnberg wurden nach dem Endedes Zweiten Weltkriegs die schlimmsten, überlebenden Verbrecher auch von amerikanischen Berufsrichtern zum Tode verurteilt und aufgehängt. Ihre Asche wurde in München-Thalkirchen in die Isar geschüttet. Da gibt beim verbotenen Tatbestand (krimineller Verstoß gegen das Völkerrecht, Menschenrecht) überhaupt keinen rechtlichen Unterschied, aber die Urteile waren extrem gegensätzlich und im Ergebnis völlig willkürlich: Tod am Galgen in Nürnberg, gegen die folgenlose Straflosigkeit in Guantanamo. An den leicht angreifbaren Unterschieden in den Bewertungen, den Urteilen hat sich bis heute nichts gändert.

Die zweite, schwere traumatische Erinnerung Amerikas fand statt im Vietnamkrieg, von 1955 bis 1975, zawnzig Jahre lang. Gegen die trickreiche Guerilla-Taktik der Nordvietnamesen war die technisch hochgerüstete amerikanische Armee am Ende machtlos. Zum ersten Mal hatten sie einen großen Krieg gegen strategische Schachzüge verloren, also gegen die Übermacht der Gedanken. Die tiefe Wunde blieb, also die Enttäuschung und die lange fortdauernden psychologischen Verletzungen, die Traumata, die manchmal gar nicht mehr zu heilen waren. Francis Ford Copolla hat darüber seinen langen Kinofdilm „Apocalypse Now“ (Weltuntergang jetzt) gedreht.

Hinter Glück und Unglück steckt das universale Dualitätsprinzip, die Gesetze der Verdoppelung. Das ist in der Numerologie die Ziffer Zwei, die auch für fest verbundene Paare steht. Sommer und Winter. Tag und Nacht. Glück und Trauer.

Dieses Phänomen lässt sich überhaupt nicht abschaffen, aber beeinflussen. Ohne innere Spannungen gibt es keinen Fortschrift, sondern nur passiven Stillstand. Auch die beiden Schalen einer Waage müssen im Gleichgewicht sein, sonst sind sie beschädigt, gefälscht oder einseitig belastet worden. Die Folgeziffer Drei steht für die universale Enegie des allmächtigen Vaters, seines irdischen, sterblichen Sohns und deren gemeinsamer Welt-Energie, die Alles vrtrocknen oder verdorren lässt. Oder neues Leben, eine neue Welt schafft. So ist auch der Titel dieses Artikels gemeint.

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