Das Inenleben der Kontinente

12.1.2021. Die Kontinente sind äußerlich unterschiedlich, aber die Lebewesen funktionieren nach den gleichen Regeln. Auch deren Innenleben. Die Entwicklung verlief aber völlig unterschiedlich. Im afrikanischen Äthiopien fand man die ersten Spuren des Menschen. Im Nachbarland Ägypten entstand die erste Hochkultur, mit den ersten Zeichen eines außergewöhnlichen Denkens. Das hatte viele Merkmale, die mittlerweile sehr gut erforscht sind. Zentrale Idee war der Monotheismus. Pharao Echnaton regierte von 1361 bis 1336 v. Chr. Er lehnte die vielen Götter seiner Zeit ab und verehrte nur noch Aton, die Sonne, die mächtigste Energiequelle auf der Erde. Sein Landsmann Moses griff, ein paar Jahre später diesen Gedanken auf. Im Alten Testament wird genau berichtet, was daraus wurde. Den Beginn unserer heutigen Zeitrechnung setzte ein Wanderprediger, der den langsamen Verfall der ursprünglichen Ideen scharf kritisierte. Sein fanatischer Feind war der Hohepriester Kaiphas, der ihn wegen Gotteslästerung bei der römischen Besatzungsmacht anzeigte und damit auch ein Todesurteil erreichte.

Doch die neuen Ideen setzten sich trotzdem durch. Jerusalem wurde, schon vierzig Jahre nach der Kreuzigung des Opfers von den Belagerern des römischen Kaisers Titus völlig zerstört, auch der Tempel. Im nahen Griechenland wuchs die nächste Hochkultur, die vor allem den menschlichen Geist fortentwickelte, auch die Philosophie. Als aber der Höhepunkt auch in Athen überschritten war, kamen die Römer und vergrößerten ihr eigenes, materielles Weltreich immer mehr. Doch der Tod von Christus markierte schon bereits auch hier einen Wendepunkt: Den schleichenden Untergang des Imperium Romanum. Im Mittelalter verschoben sich die Gewichte der Macht dann weiter, über die Alpen nach Norden. Im Jahr 800 n. Chr. wurde Karl der Große im Aachener Dom vom römischen Papst persönlich zum Kaiser gekrönt. Am Rhein beginnt auch Richard Wagners kosmisches Drama vom Nibelungenring. Im Ur-Element Wasser, wo alles Leben begann, wird das natürliche Gold von dem habgierigen Zwerg Alberich gestohlen. Er verliert es, auch durch Raub und begründet damit die Weltherrschaft des obersten Gottes Wotan. Doch die materielle Macht ist verflucht. Dem materiell mächtigen Wotan gelingt dann überhaupt nichts mehr. Am Ende der vier langen Abende des „Nibelungenrings“ steht der Weltuntergang.

Dieses bildermächtige, von großer Musik durchströmte Gleichnis hatte seine Goldenen Jahre mit dem genialen Wieland Wagner, von 1951 bis 1966, als die besten Künstler der Welt bei ihm Schlange standen und dabei mitwirkten. Seit Wielands frühem Tod verfiel sein bedeutendes Erbe. Es war aber immer noch ein Anziehungspunkt für finanzstarke Gäste, die sich nicht unbedingt für die Kunst interessierten, sondern für die eigenen Ringe aus Gold. Zuletzt gingen die Kartenverkäufe zurück, aber akustische Dokumente und Filmaufzeichnungen bewahren die Erinnerung.

Richard Wagner war ein Medium, wie es auch in der griechischen Antike bekannt war, zum Beispiel im Orakel von Delphi. Dort saß eine Tempelpriesterin, die eine direkte Verbindung hatte, zur kosmischen Transzendenz. Sie konnte Zeichen des Universums erkennen und gab ihr Wissen an die Fragen der zahlreichen Besucher weiter. Niemand durfte sie berühren oder ihr zu nahe treten. Sonst war er verflucht.

Nicht nur in der griechischen Antike wussten die Menschen gut, was ein Medium ist: Ein Vermittler zwischen der Welt, dem Planeten Erde und dem gewaltigen, übergeordneten  Universum. Das  ist die mystische Vereinigung des Menschen mit den Zeichen Gottes, die er erkennen kann: Die Unio Mystica. Albert Einstein schrieb vor hundert Jahren:  „Wir stehen auf den Schultern von Riesen, die vor uns waren.“

So denke ich auch. Aus diesem Erbe kann man noch Viel machen, ohne Falschheit und kranke Geldgier.

Das ist auch das Ziel dieser Webseite.

Dreißig Jahre nach Wieland Wagners Tod wurde das Internet, immer schneller zum Massen-Phänomen. Es ist eine Schatzkammer, für das Wissen der Menschheit, dokumentiert und öffnet weit ganz neue Tore für die Erkenntnis. „Spiegel“-Gründer Rudolf Augstein nannte bereits in den Sechziger Jahren einen Leitsatz für seine sehr gründliche journalistische Arbeit: „Wo viel Geld ist, sitzt auch das große Verbrechen.“ Das hat sich noch weiter verstärkt. Zur Zeit beschäftigt sich ein Münchner Gericht ausführlich mit dem unfassbaren „Wirecard“-Skandal, der sich ausschließlich im elektronischen Bereich abspielte, in den sehr diskreten Kreisen der Hochfinanz. Doch viele Mitwisser bringen ein helles Licht in die Dunkelheit. Mittlerweile werden diese Regeln und Methoden immer klarer. Und es ist nur ein Beispiel für die viel zu hohe Dunkelziffer. Neue Computerprogramme können das schnell ändern, aber es gibt sie noch gar nicht. Viele Vorschläge dazu wurden hier bereits gemacht, in bisher 161 Artikeln. Aus vielen Gesprächen in der Vergangenheit weiß ich, dass hier, unverändert, große Wissenslücken bestehen.

Man könnte das abhaken, aber dann werden alle aktuellen Krisen noch viel schlimmer. Oberste Leitlinie muss immer der Dekalog sein, die zehn Gespräche mit Gott über seine Weltordnung: Die Zehn Gebote. Zum Beispiel das Verbot zu lügen, zu stehlen, zu morden und die Habgier nach dem Raub von fremdem Eigentum. Die amerikanische Verfassung war nach den apokalyptischen Katastrophen des Zweiten Weltkriegs auch das Vorbild für das Grundgesetz in Westdeutschland von 1949. Es enthält viele Freiheitsrechte, zur Meinung, zur Presse, zu gemeinsamen Treffen und Gesprächen, vor Allem im besonders geschützten Privatbereich, wo fremde Privatpersonen und Firmen überhaupt nichts zu suchen haben. Die Verfassung garantiert deshalb auch den freien Zugang zu Informationen und den weltweiten, freien Gedankenaustausch im Internet, der auch nicht übertrieben, überwacht werden darf.

So sieht die Zukunft aus. Sie kommt nicht über Nacht, aber sie braucht viele Unterstützer. Das Internet schafft alle Voraussetzungen dafür, wenn man sie im Rahmen der Gesetze anwendet. Sonst steht wirklich ein Weltuntergang bevor.

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