Das Stundenbuch von Jean de Berry

24.7.2021. Ludwig der Vierzehnte war als absoluter König von Frankreis so reich und mächtig, dass er entscheiden und machen konnte, was er wollte. Ein einziger Satz hat ihn unvergesslich gemacht: „Der Staat, das bin ich.“ Dabei machte er Fehler, gab für Kriege so viel Geld aus, dass sein viel späterer Nachfolger Ludwig der Sechzehnte (1754 – 1793) verhaftet und in Paris öffentlich hingerichtet wurde. Damit endete die Monarchie, vor deren  Übertreibungen schon,  aus den genauso organisierten, anderen  europäischen Staaten  massenhaft Auswanderer nach Nordamerika geflüchtet waren. Am 4.7.1776 wurde in Washington die gemeinsame Unabhägigkeitserklärung beschlossen, mit zahlreichen Freiheitsrechten für alle Bürger.

Der Herzog Jean de Berry lebte vierhundert Jahre vorher, von 1340 bis 1416. Als Privatmann sammelte er kostbare Handschriften.  Am bekannesten sind die „Drei reichen Stunden“. Ein Stundenbuch über die verrinnende Zeit, in dessen Mittelpunkt ein aufwändiger Bildkalender steht. Im Hintergrund sieht man weiße Träumschlösser, im Vordergrund die einfache, arbeitende Landbevölkerung. Für die Gestaltung gab Jean de Berry große Teile seines Geldes aus.  Das Buch wurde, bis heute oft nachgedruckt, ein außergewöhnlicher Höhepunkt der Kunst. Schaut man sich die kostbaren Illustrationen an, beleben sie die  Phantasie und sind klare Momentaufnahmen der damaligen Zeit.

Zwischen der größten königlichen Geldverschwendung und dem Traumbuch des Herzogs von Berry liegen vierhundert Jahre. Eine Kleinigkeit in der Weltgeschichte. Denn die erste Hochkultur, das Alte Ägypten, begann 3.000 Jahre v. Chr. Die monumentalen Kunstwerke von damals sind nur zum Teil verschwunden. Auf Fotos staunt man über ihre realistische Detailgenauigkeit, bei Menschen, Tieren und Pflanzen. Damals gab es noch keine schriftliche Textsprache, kein Alphabet, aber die umfangreiche Bildersprache der Hieroglyphen. Das Wissen darüber  ging später völlig verloren und wurde erst vor zweihundert Jahren wieder vollständig entschlüsselt. Dabei erfährt man das Wichtigste über diese untergegangene Zeit. Nicht nur die Bedeutung der einzelnen Wörter, sondern auch deren tiefere Bedeutung. Die Rolle, die sie im Glauben spielten. Pharao Echnaton schaffte alle einzelnen Götter einfach ab und ließ nur noch Aton gelten: Die Sonnenscheibe, die mächtigste Energiequelle auf der Erde. Die Grabmäler der Könige waren gewaltige Pyramiden mit breiten Seitenflächen, die an der Spitze zusammentrafen, in einem einzigen Punkt, der nach oben gerichtet war, auf das Universum. Man glaubte auch, dass ein verstorbener Pharao, in einem Prunkwagen, nachts wachsam am Himmel entlang fuhr, dessen rätselhafte Zeichen, Mond und Sterne,  auch die damaligen Zauberer und Magier beobachteten, um ihren Sinn zu verstehen und deren  Macht über den Kosmos. Über den geheimnisvollen Pharao Echnaton gibt es hier schon über 40 Beiträge:

https://luft.mind-panorama.de/?s=echnaton&x=10&y=8  

Was ist die Wahrheit? Über  Glaubens-Fragen werden heute noch jahrelang gewaltsame Kriege geführt, mit einer Technik, die es,  als Massenerscheinung erst seit dreißig Jahren gibt. Zwischenzeitlich ist sie außer Kontrolle geraten. Die Geschwindigkeit der Informationsmenge  darüber hat sich aber auch gesteigert. Der Missbrauch bekommt immer klarere Formen, auch die Planung und deren Methoden. Große staatliche Behörden wurden als Wundermittel dagegen  gegründet, aber auch privat denken immer mehr Menschen darüber nach. Noch mehr Gesetze braucht man dafür nicht, die alten reichen völlig aus, wenn man sie anwendet.

Zur Zeit gibt es eine Zwischen-Periode, deren Ergebnis sich jetzt schon in Stichwörtern zusammenfassen lässt: Noch mehr Transparenz und Offenheit. Eine gründliche Verbesserung der Ursachenforschung und der Bekämpfung von Fehlentwicklungen, die weltweiten Schaden anrichten. Eine Rachejustiz bringt dabei nicht viel, denn für jede geschlossene Lücke öffnen sich neue. Aber die Vorbereitung, die frühzeitige Abschreckung wird immer mehr bekannt: Dagegen wirksam sind  hohe Geldstrafen, die auch Großkonzerne ruinieren können. Öffentliche Gerichtsverhandlungen, deren Beteiligte sich sofort herumsprechen. Das wird für Ruhe sorgen, aber nicht für eine leblose Totenstille. Denn in versteckten  Gräbern voller Gold und Schmuck fühlten sich die Alten Ägypter sicher vor Dieben und Räubern, Damals ließ sich ein derartiger Schutz  oft gar nicht erreichen. Aber heute wird es immer einfacher.

Außerdem müssen Viele noch besser lesen lernen. Nicht die gewohnte Schrift allein, Sie allein enthält schon  viele Zeichen und Hinweise, die Niemand bemerkt. Wenn man die Alltäglichkeiten weg lässt, wird jede Bewegung von einem Schaltpult gesteuert, einer Matrix. Das ist erst einmal das Gehirn. Immer mehr auch dessen elektronische Ergänzungen. Die größten Wissenslücken gibt es allerdings über den Einfluss ganz anderer Bereiche. Man findet sie auch in den über vierzig Kapitel (Kategorien) dieser Webseite. Dort werden sie   erklärt, aber mehr als Kurzfassungen sind in diesem Rahmen nicht möglich. Eine Erweiterung bleibt Sache der Spezialisten, die viel mehr Durchblick haben. Es gibt sie überall. Man trifft  sie auch zufällig, in geselligen Freizeiteinrichtungen. Lautsprecher, Angeber und Belästiger sind falsche Wegweiser. Und ein Prinzip gilt auch: Das Schwerste ist manchmal das Einfachste.  Manchmal funktionieren die Antennen überhaupt nicht. Auch das ist nichts Besonderes.

Chambord gilt als das prächtigste aller französischen Schlösser an der Loire. Hört man dort die Feuerwerksmusik von Händel (1685 – 1759) geleitet von Hervé Niquet, mit dem groß besetzten Barockorchester „Le Concert Spirituel“, werden beim musikalischen Feuerwerk auch die optischen Erwartungen erfüllt: 

https://www.youtube.com/watch?v=-XrGyxrIUh0 

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