Das Tryptichon

14.2.2021. Im Osten großer, alter Kirchengebäude stand immer der Altar, weil dort die Sonne aufgeht, für einen neuen Tag. Hohe, farbige Glasbilder aus Mosaiksteinen leuchteten nach draußen, ins Freie. Hinter dem Altar war das „Auge Gottes“, ein plastisches Symbolbild, weit offen, umgeben von einem goldenen Strahlenkranz. Es bedeutet auch: „Gott sieht Alles, auch das, was der Mensch im Dunkeln verstecken will.“ Der Altar bestand aus drei großen Teilen, wie offene Flügeltüren. In der Mitte war das Hauptmotiv, mit einem Kerzenleuchter.

Ein dreiteiliger Altar ist ein Tryptichon. Italienisch: „Trittico“. So heißt auch ein erstaunliches Spätwerk von Giacomo Puccini, und das ist Absicht. Aber hier geht es um das Leben armer Leute. Links, der Anfang, heißt „Tabarro“ (Der Mantel). Es spielt im heruntergekommenen Hafenviertel von Paris. Für den Chef eines kleinen Warenschiffs schuften die Arbeiter. Einer verliebt sich in die Frau des Chefs, der beiden auf die Schliche kommt. Er ermordet den Rivalen, legt seinen Mantel über ihn, umd als die Ehefrau nach Hause kommt, zeigt er ihr die Überraschung. Damit endet das Stück, aber schon vorher ist es voller Trostlosigkeit. Im Text ist keine Hoffnung, aber Puccini hat dazu eine geisterhafte, eindringliche Musik gefunden, die von Anfang an fasziniert. Das dritte Stück heißt „Gianni Schicchi“. Es handelt von Erbschleichern, deren gerade verstorbener Onkel sein ganzes Geld den Klostermönchen gespendet hat. Daraufin tauschen sie die Leiche aus. Der Betrüger Gianni Schicchi legt sich ins Totenbett. Ein Notar wird gerufen, der den lauernden Aasgeiern ein paar Stücke vermacht, aber dann nur noch sich selbst mit den kostbarsten Grundstücken bereichert. Daraus hat Puccini eine turbulente Komödie gemacht, aber die Musik wirkt ein wenig langweilig. Der große Melancholiker hat die besten Melodien für den Mittelteil aufbewahrt.

„Schwester Angelica.“ Eine reiche Adelige („Principessa“) in der Toscana bekommt ein uneheliches Kind. Zur Strafe wird sie von der habgierigen Verwandtschaft in ein Kloster gesteckt. Hier hört man ausschließlich Frauenstimmen. Puccini strömen die Melodien nur so zu. Noch gefühlvoller war, auch er, nicht immer. Das beginnt mit freundlichem Geplauder. Dann tritt eine finstere Alte auf, der erste Verwandten-Besuch für Angelica seit sieben Jahren. Sie will einen Erbverzicht der Bestohlenen und sagt nebenbei, dass ihr kleiner Sohn längst gestorben ist. Als sie endlich weg ist, bricht Angelica zusammen und vergiftet sich. Zum Schluss hat sie eine Vision: Maria, die Mutter von Christus, wendet sich ihr zu, umgeben von einem hellen Strahlenkranz.

Wenn diese letzte Szene gut inszeniert ist, wirkt sie überhaupt nicht kitschig. Aber die Phantasie der Bühnengestalter reicht dazu meistens nicht aus, so dass man, peinlich berührt, schnell wegschaut. Die Welt ist in den letzten Jahrzehntnen innerlich so verarmt, dass sie große Gefühle gar nicht mehr begreifen und umsetzen kann. Aber das traditionelle Theater selbst ist ein Auslaufmodell. Im Internet sind die besten Musikaufführen jederzeit abrufbar, und man kann sie miteinander vergleichen. In den Zuschauerstatistiken spielen sie keine große Rolle mehr. Viel beliebter sind technische Spielereien und verbotene Smartphone-Bilder von Privatpersonen, die manipuliert und verschickt werden. Dazu die illegale Feststellung von Aufenthaltsorten. Gibt man solche Fotos in eine Bilder-Suchmaschine ein, findet man äußere Ähnlichkeiten, sofort bei Facebook und anderen Quasselplätzen, mit den richtigen Namen der Opfer und deren Angewohnheiten. Was dann passiert, kann Jeder sich denken oder täglich erleben, weil es ein Massensport geworden ist. Trotzdem strafbar. In Zukunft wird es eine vollautomatische Rückkopplung geben. die sofort den Verursacher dokumentiert, weitere Spuren sammelt und auswertet. Die Möglichkeiten dafür sind grenzenlos, aber auch bei vielen Experten unbekannt. Auf dieser Webseite findet man sie, oft unter dem Stichwort „Elektronik“, zum Beispiel genau unter diesem Text, mit bisher 214 Artikeln.

Das ist keine Aufforderung zum Nachmachen, im Gegenteil. Die Security-Firmen werden weniger Arbeit bekommen, weil die Spurensuche immer schneller und zuverlässiger wird. Jeder kann sie selbst praktizieren, ohne besonderen Aufwand. Er muss nur die Hinweise dazu lesen und darüber nachdenken. Wenn sich das herumspricht, wird man auch nicht mehr belästigt, aber nur, wenn die Verursacher auch lesen können. Eigentlich ist das selbstverständlich, aber nicht in der Realität. Lange Geschichten darüber zu erzählen, ist Zeitverschwendung. Meistens passen die Details zusammen. Dummes Geschwätz. Aufdringlichkeit. Angeberei. Aber die Lokale sind zur Zeit geschlossen, so dass auch keine individuellen Fallstudien möglich sind. Wenn sich die Türen öffnen, ist dahinter mehr Licht. Kein elektrisches, aber das Licht der Erkenntnis.

Die stärkste natürliche Lichtquelle ist die Sonne, für die Außenwelt. Doch unter der Oberfläche gibt es große Planetensysteme, die mit Strom gar nicht heller werden. Aber mit den Möglichkeiten der Elektronik, ganz unterschiedlicher Wissensbereiche und Erkenntnismethoden. Das muss man gar nicht wiederholen, weil es in allen vierzig Kapiteln (Kategorien) dieser Webseite, leicht verständlich nachzulesen ist. Große Geheimnisse gibt es dabei nicht, aber man kann immer besser hinschauen. Gestern gab es hier 1.750 Seitenaufrufe von Lesern. Kein Grund, sich darauf etwas einzubilden. Aber wenn sich etwas herumspricht, dann kann es auch den jenigen helfen, die Unterstützung schon lange verdienen. Schlechte Erfahrungen gehören zum Leben, aber es gibt genug realistische Möglichkeiten, das zu ändern. Wenn diejenigen mitmachen, die dafür auch Macht und Geld haben. Solche Projekte bringen auch Gewinne. Und das ist richtig so.

Puccinis bereits erwähnte „Schwester Angelica“ erlebt man hier, mit der unvergleichlichen Amarilli Nizza (60 Minuten), in einer Aufführung des Teatro Mssimo in Palermo:

https://www.youtube.com/watch?v=n-lFKBrtitI

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