Das Unbehagen in der Kultur

2010.2020. „Das Unbehagen in der Kultur“ ist der Titel einer 1930 erschienenen, zentralen Schrift von Sigmund Freud. Sie gehört zu den einflussreichsten kulturkritischen Schriften des 20. Jahrhunderts. Thema ist der Gegensatz zwischen der gebildeten, vergeistigten Kultur mit ihren Ansprüchen und den animalischen, ursprünglichen Impulsen. Einen Teil dieser unaufgelösten inneren Spannungen verwandelt die Kultur in unterschwellige Aggressionen, Spannungen und Schuldgefühle- Auf diese Weise ist die Kultur eine Haupt-Quelle der allgemeinen Unzufriedenheit. Die Anspannungen, die Steigerungen durch die wachsende Fort-Entwicklung aller Bereiche, führt dann zu einem wachsenden Unbehagen.

Das ist stark. Eigentlich soll die hohe Kultur, durch anschwellende Bildung den Geist immer weiter verfeinern. Doch Freud erkennt die eingebauten Störungen. Die vielen Verbote und Vorschriften machen nicht glücklich. So wie eine strenge Erziehung versteinerte Menschen erzeugt, die überall aus Angst gehorchen. Die Auflösung dieser Verkrampfungen ist nur möglich mit mehr Wissen, Erkenntnis und der fahrlässig versäumten Schließung von Wissenslücken, die große Firmen in die Pleite treiben können und ausgerechnet die rechtsprechende Justiz vom Weg zu mehr Gerechtigkeit, oft in die Irre führt, in die Abgründe der Ungerechtigkeit. Auch Medizintechnik hat manchmal etwas mit Körperverletzung zu tun. Übertriebene Überwachung steigert keineswegs die Sicherheit, sondern stachelt aufdringliche Wichtigtuer an und ergibt getarnte Formen der verbotenen Freiheitsberaubung, angeblich zur Steigerung der Sicherheit, die niemals hundertprozentig funktioniert, aber von Kriminellen raffiniert ausgenutzt wird.

Dabei hilft immer mehr das Internet, aber es dokumentiert auch alle Spuren. Zur Zeit wird das noch mangelhaft und viel zu langsam verbessert, weil wirkungsvolle Programme fehlen. Dabei reichen ein paar Elemente, in kurzen Ziffern ausgedrückt. Die Art der Verstöße. Die verdächtigen Mitmacher. Ihre heimlichen Querverbindungen, als verstecktes gemeinsames Netzwerk. Die Anzahl der Auffälligkeiten. Die Häufigkeit bereits bekannter Gesetzesverstöße. So kommt man schnell zu Ergebnissen, und die Kriminalitätsrate sinkt rasch, wenn auch die direkt an der Aufklärung beteiligten, akademisch geprüften Anwälte, die hoch bezahlten Gutachter und Richter, unsere Eliten, tatsächlich sauber ihre Arbeit machen.

Das Unbehagen, schlechte Laune kann aber auch Teil des schlechten Charakters sein, der sich niemals ändert, aber mit schamlosen Tricks vertuscht wird. Betrüger, Belästiger und Lügner bleiben immer, was sie sind. Aber durch gezielte, sachliche Auswertungen können sie transparent , also nachprüfbar enttarnt werden, von guten, rasch verständlichen Computerprogrammen, die sogar eingeschlafene Schlafmützen in Höchstgeschwindigkeit versetzen. Auch wenn es heißt, dass Beamte nur dann rennen, wenn nachmittags, endlich Feierabend ist. Das stundenlange Herumtragen von unbearbeiteten Akten ist schließlich sehr anstrengend, man sieht es an den genervten Gesichtern, wenn harmlose Kunden auftauchen.

Doch die gerade genannten Rezepte, dagegen, also zum Wohlfühlen, schmecken nicht immer, nicht Jedem, aber sie wirken. Unter diesem Text gibt es noch mehr davon.

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