Der Waldfriedhof 1987

14.4.2022. Karfreitag 1987 habe ich den Waldfriedhof in Münster besucht. Ein Freund ging dort zum Grab seiner Eltern. Ich wartete im Auto und hörte zufällig im Radio den „Karfreitagszauber“. Danach folgte ein milder, angenehmer Tag., Erst 1996, nach acht Jahren in München, erfuhr ich, am gleichen Ort, dass er dort schon, seit 1990, im gleichen Familiengrab lag. Zu sehen waren dort aber nur die Namen seiner Eltern. Das hatte seine Verwandtschaft so geregelt, vermutlich nach der Entdeckung seines Testaments, dass sie ausdrücklich nicht als Erben wünschte. Danach hätte ich Alles verlangen können und dabei auch Recht bekommen, weil es eine zweite Fassung gab, mit seiner Unterschrift. Versucht habe ich das nicht, es wäre wie Schmutz gewesen. Auch sonst gab es danach keinen Grund mehr, Münster zu besuchen. Die Jahre dort sind hier ein eigenes Kapitel. Wenn man sie vergleicht, hatten sie die gleichen Abläufe wie in München, nur mit anderen Personen und Orten. Es war nur alles viel größer. Münster hat heute 216.000 Einwohner, München 1.5 Millionen. Das Gute erreicht dort Spitzenwerte, und das Böse auch. Dieses Doppelprinzip wird sich niemals ändern, es ist ein Universalgesetz. Das zweifache Dualitätsprinzip, das auch im Weltall regiert. Aber Alles lässt sich beeinflussen, seit zwanzig Jahren vor Allem im Internet, das immer mehr Teilnehmer bekommt. Auch die Gesetze werden dort beleuchtet und ihre Beschädigung. Von da aus ist es nur ein Gedankenblitz bis zu den Verursachern. Ostern ist bei Ausflügen beliebt, aber Jeder hat seine eigenen Erinnerungen daran.

In Oberfranken war ich zum letzten Mal am 6.7.21, in einem kleinen Ort. Dazu gibt es hier den Artikel mit dem gleichen Datum. „Die geschlossene Schatzkammer, im Frankenwald“ :

https://luft.mind-panorama.de/category/1-a-bayreuths-unsichtbare-weltuhr/page/11/

Zitat: „Seit dreißig Jahren bin ich dort gewesen, oft mehrmals im Jahr. Viele Ausflüge durch die ganze Region haben dort begonnen. Und dieses Mal war es anders. Die fortschreitende Lebenszeit will keine oberflächliche Verschwendung, und für zwei Tage gab es genug zu schauen, zu erinnern und neue Gedanken zu finden. Ein hellsichtiger Taxifahrer erklärte, „Die jungen Leute sind alle weit weg gezogen. Geblieben sind nur die Älteren. Und diejenigen, die an Allem Schuld sind.“ Was der letzte Satz bedeutet, lässt sich in Kürze nicht erklären, obwohl es offensichtlich ist. Die Bundesregierung will verschuldete, strukturschwache und anderweitig benachteiligte Regionen in Deutschland stärker unterstützen als bisher. Fördergelder sollen nicht mehr vorwiegend nach Ostdeutschland, sondern etwa auch in ärmere Gebiete in Westdeutschland fließen. Das Ziel ist, den Menschen die Möglichkeit zu geben, in ihrer Heimat zu leben. Horst Seehofer: „Dazu müsse die Strukturpolitik und die Förderpolitik in Deutschland neu justiert werden.“

Seehofer ist heute Bundesinnenminister. Geändert hat sich nicht viel. Auch einer der Gründe, warum ich die Gegend dort nicht mehr vermisse. Die alten Traumlandschaften haben sich nicht verändert, die Bewohner auch nicht. Aber das Kapitel von der „unsichtbaren Weltuhr“ bleibt hier das Thema Nummer Eins. Das Symbol gilt für das Universum von Richard Wagner, seitdem ich fünfzehn Jahre alt war und meine ersten eigenen Texte schrieb. Das Thema strahlt aus in alle anderen Bereiche, es ist ein fester Teil der Erinnerungen und aller Lebenserfahrungen.

Parsifal“ nannte Wagner selbst sein „Weltabschiedswerk“. Im Artikel vom 16.3.22 kann man das Vorspiel hören. „Drei kleine Schiffe“. Ein Höhepunkt des Werks ist der „Karfreitagszauber“, jedes Jahr:

https://luft.mind-panorama.de/drei-kleine-schiffe/

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