Der einsame Sänger

6.10.2020. Viele Träume vergisst man sofort. Ist das nicht so, hat das einen Grund. Deshalb reicht es zunächst, wenn man die Traumbilder, ohne jeden Kommentar wieder ablaufen lässt. Zu einer späten Uhrzeit, die als Detail völlig unwichtig ist, tauchte gestern ein Bild auf. Es war ein einzelner Sänger in der nebligen Dunkelheit. Melodie und Sprache waren unbekannt, aber sie waren dabei. Das bewegte Bild blieb länger sichtbar, aber das ist im Schlaf oft nur eine Frage von Sekunden. Entweder wacht man auf, dann ist Alles schon weg. Oder es verschwindet schon vorher.

Nachdem es aber, in aller Kürze, diesmal im Gedächtnis blieb, kann man es deuten. Der einsame Sänger ist wie ein Rufer in der leeren Wüste, Wenn aber die Umgebung dunkel, neblig und voll nicht erkennbarer Gewächse ist, dann ist auch die reale Umgebung so. Zumindest im Augenblick.

Das heißt: Zu allen Zeiten gab es Gedanken, die weitergegeben wurden. Als Lieder, Chroniken, Prüfberichte, Warnungen. Das wurde oft von den Zeitgenossen nicht ernst genommen, abgelehnt oder sogar bekämpft. Entscheidend war, auch nach vielen Jahren, ob die Erkenntnisse so stark und richtig waren, dass sie sich einfach durchsetzten. Die frech nörgelnden Wichtigtuer wurden spätestens dann, zu Recht, nur noch verlacht oder als dumm und bösartig entlarvt. Die Zeitdauer spielt dabei keine Rolle, weil es eine ewige Uhr ist oder Bilder wie die uralten ägyptischen Hieroglyphen, deren Sinn man erst im vorletzten Jahrhundert entziffern konnte. Die nutzlose abgelaufene Zeit kann aber sehr wohl Folgeschäden anrichten und ganze Staaten zerstören. Das römische Weltreich wuchs immer mehr, wurde immer stärker und mächtiger, aber die Herrscher bemerkten die ständig wachsenden Warnzeichen vor ihrem eigenen Untergang nicht. Zu Beginn unserer Zeitrechnung war der Druck bereits so stark, dass im Orient, im Osten, wo auch auch jeden Tag die Sonne aufgeht, eine völlig neue Weltanschauung entstand. Ihr Gründer, Christus, wurde von einem seiner eigenen Anhänger, für Geld, an die ungeliebte römische Besatzungsmacht verraten. Zum Schluss, schon im Sterben, wurde ihm noch eine Dornenkrone aufgesetzt. Das Wort hieß schon, in der damaligen lateinischen Alltagssprache – Corona. Parallelen zur Gegenwart sind offensichtlich. Anfang April, also vor sechs Monaten, waren plötzlich sämtliche Lokale und Versammlungsorte geschlossen. Jetzt endlich, im Oktober, kündigt sich aber eine ganz neue Welt an. In der letzten Abteilung dieser Webseite, die Übersicht findet man hier in der Seitenspalte ganz rechts, ist das bereits seit diesem Monat eine ganz neue Abteilung mit dem Titel „neue Welt“, insgesamt schon 78 Artikel, auch aus den letzten Jahren.

Um was es da geht, wird noch Gegenstand eines eigenen Artikels: „Die Karte der neuen Welt.“ Kein Text hier wird vorher lange geplant. Manchmal reicht ein Stichwort, ein Bild, eine Erinnerung, um ein neues Thema auszulösen. Danach ist der Fall erst einmal abgeschlossen, und nur noch wichtige Fehler werden korrigiert.

Die letzten sechs Monate haben die Welt verändert, im Großen und im Kleinen. Ohne Veränderungen kommt es immer zum Stillstand, zur Friedhofsruhe. Aber das Ergebnis muss stimmen. Es darf nicht einer mächtigen Minderheit nützen, sondern der Allgemeinheit,

Für Alle gibt es genug Ideen, mit denen man auch viel Geld verdienen kann. Maßstab ist immer die Ziffer Zehn, die nicht nur für diesen Monat Oktober gilt. Die Zehn Gebote sind die universale Richtschnur für alle Veränderungen. Der Dekalog, die zehn unendlichen Gespräche mit Gott, begann im brennenden Dornbusch, als eine Gruppe Gefangener Ägypten verlassen durfte, mit Genehmigung des Pharaos, der selbst nur einen einzigen Gott anerkannte: Aton, die Energie der Sonne, die jeden Morgen einen neuen Tag eröffnet. In einem brennenden Dornbusch übergab Gott selbst die zwei Tafeln mit den Zehn Geboten an Moses. Die wichtigsten Alltagsregeln sind das Verbot des Lügens, Stehlens und Tötens. Vorher und nachher werden noch andere Prinzipien genannt. „Du sollst keinen anderen Gott haben außer mir.“ Damit sind die schwarzen Objekte der Habgier gemeint. Überfälle, Raub, Geldgier, Mord. Wer das an die erste Stelle setzt, beschädigt die Gespräche mit Gott.

Eremiten verzichten auf alle materiellen Besitztümer. Sie leben in der Stille, nicht nur in einem Kloster. Der Gründer des Benediktiner- Ordens, Benedikt von Nursia (480 – 547), nannte eine Ordensregel, „Ora et labora.“ Bete und arbeite. Mit Arbeit war nicht nur die körperliche Anstrengung gemeint, sondern die Meditation, das Nachdenken. Er wurde 67 Jahre alt. Dazu passt eine Bemerkung aus dem Handwerkerleben. In der Firma sollte ein älterer Maler die Flurwände streichen. Dann bekam er Vorwürfe zu hören, dass er, schon nach drei Tagen, in einem einzigen Flur, immer noch nicht fertig geworden war. Er sagte nur, „Was sind drei Tage gegen die Ewigkeit?“ Danach hat ihn Niemand mehr kritisiert. Der vorletzte Papst gab sich selbst den Namen Benedikt. Er war ein Gelehrter, ein Mann der Bücher. Aber zunächst auch der Leiter der römischen Untersuchungs- und Glaubenskongregation. Dieser harmlose Name verschweigt, dass es früher, auch noch in der Aufklärungszeit der Renaissance vor fünfhundert Jahren, die römische Inquisition war, die kritische Ketzer verhörte und zum Tode verurteilte. Benedikt selbst merkte nicht, was für Menschen in seiner unmittelbaren Umgebung aktiv waren. Schließlich landeten geheime Finanzdokumente bei dem römischen Enthüllungsjournalisten Gianluigi Nuzzi, Jahrgang 1969. Er schrieb mehrere genau überprüfte Bücher über Machenschaften im Vatikan. Benedikt trat deshalb zurück. Unvergessen ist auch der Fall Roberto Calvi. Als Leiter der Vatikanbank geriet er in den Verdacht, selbst größere Summen für sich eingesteckt zu haben. Er wurde nach London gelockt und hing dort am 17.6.1982 unter der Blackfriars-Brücke, an einem Galgenstrick. Aus den Taschen seines schwarzen Business-Anzugs quollen Bündel von Banknoten, die er geklaut haben soll. Seine teuren schwarzen Lackschuhe berührten nur mit den äußersten Spitzen das Wasser der Themse. Das heißt: Er wollte wie Jesus auf dem Wasser gehen, konnte das aber nicht.

So nahe können das höchste Glaubenslicht und der schwarze Abgrund des Satans sich begegnen. Eine Alltagserfahrung. Gerade deshalb werden Aufklärungsmethoden immer wichtiger. Computerprogramme müssen dabei noch viel besser werden. Vertrocknete alte Zöpfe behindern und bremsen den Fortschritt. Als Hauptsache, nach einer neutralen Analyse der Ursachen, warten realisierbare Problemlösungen, die es im Prinzip schon gibt, die aber aus Trägheit, Bosheit oder Unkenntnis nicht beachtet werden. Die rasche Schließung solcher Wissenslücken kann man den Hinweisen auf dieser Webseite entnehmen.

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