Der erste chinesische Kaiser

18.11.2020. Die Hautfarbe entsteht durch die Sonne. Schwarz in Afrika, Braun im Orient und am milderen Mittelmeer. Im Fernen Osten wurden daraus gelbe Farbtöne. Als das römische Weltreich von Rom aus seine größten Siege feierte und Christus den Beginn unserer Zeitrechnung markierte, wuchs unbemerkt in Asien, ein anderes großes Weltreich. Qin Shihuangdi (259 – 210 v. Chr.) war der erste chinesische Kaiser. Er wurde in der Zeit der Streitenden Reiche geboren, als sieben Staaten um die Vorherrschaft in China kämpften. Berühmt wurde er durch den Bau der 4.100 Kilometer langen Großen Mauer, mit der sich das Land gegen fremde Angreifer schützen wollte. Wikipedia: „Der Kaiser bestieg nach dem frühen Tod seines Vaters bereits im Alter von 13 Jahren den Königsthron. Ab 230 v. Chr. unterwarf er in mehreren Feldzügen alle verfeindeten Staaten und führte damit die Vereinigung Chinas herbei, zu dessen erstem Kaiser er sich selbst, unter dem Namen Qin Shihuangdi ernannte. Zusammen mit seinem Kanzler Li Si baute er einen gehorsamen Beamtenstaat auf, der ihm eine vollständige Kontrolle des Reiches ermöglichte. Mehrere Dutzend Gesetze regelten das korrekte Verhalten der Bürger ganz genau, setzten Strafen und Belohnungen fest. Alle „Schwarzhaarigen“ – so wurden die Bauern abfällig bezeichnet – wurden in Gruppen zu je fünf Familien eingeteilt, die sich gegenseitig ständig überwachten. Die zahlreichen, von Shihuangdi eingeführten Reformen und Normenregulierungen waren mit strenger Zwangsarbeit und rücksichtsloser Gewaltherrschaft verbunden, die Millionen seiner Untertanen das Leben kosteten.“

„Am Grabmal des Kaisers, einem großen Mausoleum  in der Nähe der Hauptstadt, sollen mutmaßlich 700.000 Zwangsarbeiter gearbeitet haben. Dieses Grabmal besitzt neben dem Bestattungshügel zahlreiche große Gruben mit Grabbeigaben. Zu diesen zählen auch gut 8.000 lebensgroße Terrakottasoldaten, die den Kaiser als schützende Armee in das Leben nach dem Tod begleiten sollten. Nach dem Abschluss der Arbeiten wurden die Architekten und die Arbeiter auf Befehl des Kaisers lebendig begraben, um zu verhindern, dass sie Kenntnisse über den Aufbau der Anlage verraten. 213 v. Chr. initiierte der Kaiser  die große Bücherverbrennung und das Begraben von Gelehrten bei lebendigem Leib, was sein Kanzler Li Si mit folgenden Worten begründete: „Diese Gelehrten lernen nicht von der Gegenwart, sondern von der Vergangenheit, und kritisieren damit unsere Zeit. Ausgenommen sind nur Bücher über Medizin, Orakelkunde und Landwirtschaft.

Die Bücherverbrennung war ein schwerer Fehler, denn damit verschwand auch alles wertvolle Wissen der Vergangenheit. Heute ehrt China die verstorbenen Ahnen wieder und feiert sie. Das moderne China ist auf der ganzen Welt unterwegs, um zum Beispiel in Afrika Verträge abzuschließen, über die Nutzung der wertvollen Rohstoffe. In München sieht man immer mehr chinesische Touristen und Manager, die nur in Andeutungen reden, die aber ihre Tätigkeit erkennbar machen. Das wiederum wollen sie nicht, und darauf kann man Rücksicht nehmen. Der Dank dafür ist eine freundliche Gesprächsatmosphäre oder später ein zurückhaltendes Winken, im Vorbeigehen. Auch Mitarbeiter der oberen Behörden wollen gern deutsches Bier trinken, ohne Wichtigtuerei, an beliebten Ausflugszielen. Und sie legen Wert darauf, dass man sie nicht mit ihren vietnamesischen Nachbarn verwechselt.

Den Naturwissenschaften hat das alte China viele Entdeckungen geschenkt. Die Kunst und die Literatur sind einmalig, die philosophische Poesie weckt die Atmosphäre zeitloser Naturschönheiten.

Der weithin sichtbare Grabhügel des ersten chinesischen Kaisers wurde bisher nicht geöffnet, weil die Forscher Schäden befürchten. Denn alte Chroniken aus seiner Zeit berichten, dass bei einem Aufbruch des Grabes alle Anlagen drinnen sich selbst zerstören. Warum man nicht feine Kamera-Sonden verwendet, die luftdicht in das Innere geschoben werden können und das Innere dann sichtbar machen, ist nicht bekannt.

Am 30.8.2020 habe ich über einen modernen chinesischen Kinofilm berichtet:

„Die rote Laterne“

https://luft.mind-panorama.de/zhang-yimou-die-rote-laterne/

Franz Léhar komponierte die Operette „Das Land des Lächelns. Sandor Konya singt daraus, im Klang chinesischer Dichtkunst: „Von Apfelblüten einen Kranz“ :

https://www.youtube.com/watch?v=V_KKPVZ255Y

.