Der Erste Weltkrieg

3.3.2022. Alle rufen nach einer Lösung, immer lauter, weil es immer dringender wird. Doch nur Unruhe allein erzeugt Bewegung, aber oft sonst gar nichts oder das Gegenteil. Hier werden Methoden offen erklärt, die nicht für Einzelfälle gelten, sondern in allen Bereichen funktionieren, weil die Universalregeln immer gleich sind. Dazu gehört der Verzicht darauf, Partei zu ergreifen für eine einzige Seite, weil es die andere Seite nur reizt. Ohne Dämpfung gibt es keinen Erfolg, auch Aggressionen verschärfen nur die Spannungen. Und noch einmal: Vergleiche sind ein wertvolles Instrument, wenn man es damit nicht übertreibt. Und noch mehr die Ursachenforschung. Spitzenpolitiker schreien immer öfter von einer „Zeitenwende“. Sie fordern eine „neue Welt.“ Das Kapitel gibt es hier schon seit zwei Jahren, man findet es auch unter diesem Text. Darin enthalten sind viele konkrete Lösungsverschläge, um die sich bis heute Niemand kümmert. Die Zukunft wird beweisen, dass sie nicht falsch sind.

Aber wann genau begann eigentlich der aktuelle Ärger? Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs. Die Wikipedia schreibt dazu: „Der Erste Weltkrieg wurde von 1914 bis 1918 in Europa, in Vorderasien, in Afrika, Ostasien und auf den Ozeanen geführt. Etwa 17 Millionen Menschen verloren durch ihn ihr Leben.[1] Er begann am 28. Juli 1914 mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien, der das Attentat von Sarajevo vom 28. Juni 1914 und die dadurch ausgelöste Julikrise vorausgegangen waren.“

Es gibt ganze Bibliotheken, voll mit diesem Thema. Trotzdem schaut Niemand genauer hin. Das dabei erwähnte Attentat von Sarajevo galt dem österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand, der in einem offenen Auto unterwegs war und dabei starb. Als Kaiser Franz Joseph I. davon hörte, sagte er, im kleinen Kreis: „Hier hat eine übergeordnete Macht eingegriffen und die Ordnung wieder hergestellt, die ich nicht mehr schaffen konnte.“ Er meinte damit, dass die Spanungen in seinem Reich bereits so stark waren, dass sein Thronfolger sie nicht mehr beseitigen konnte. Der Kaiser ist aus den märchenhaften Sissi-Filmen bekannt, die wie eine Sahnetorte wirken, aber nichts von der härtesten Realität enthalten. Er  sagte auch: „Ich bin der einzige Herrscher, in dessem Reich  die KRISE niemals untergeht.“ Wenn er von einer eingreifenden, „höheren Ordnung“ sprach, hat er vermutlich Gott gemeint. Aber der erfüllt keine persönliche Wünsche, sondern sorgt dafür, dass seine Universalgesetze beachtet werden. Die Zehn Gebote. Das ist der Dekalog, der hier auch ein eigenes Kapitel hat. Am 10.9.1898 wurde „Sissi“, die Ehefrau des Kaisers, in Genf ermordet, von dem italienischen Anarchisten Luigi Lucheni. Nach dem Zweiten Weltkrieg, also erst nach 1918,  bekam der italienische Staat den Süden von Tirol, das vorher vollständig zu Österreich gehörte. Heute ist es die reichste Region, die von Rom aus zentral verwaltet wird. Streit darüber gibt es nicht, betroffen sind auch nicht einzelne Persionen, sondern beide Regionen insgesamt. Und ganz unabhängig davon: Wenn in einer Region Spannungen entstehen, muss man nicht auf Einzelpersonen schauen. Dahinter steht immer ein undurchsichtiges System, dessen Regeln aber der übergeordnetenWeltordnung gehorchen. Oder auch nicht. Südtirol ist ein beliebtes Urlaubsland, wer an das Mittelmeer will, muss dort ganz hindurchfahren. Das habe ich von 1980 bis 1984 gemacht. Es gab niemals Probleme. Als der Kaiser in Wien vom Tod seiner Frau erfuhr, sagte er: „Mir bleibt auch nichts erspart.“ Ganz sicher hat er noch mehr gesagt, aber der eine Satz enthält Alles: Es ist genug! Es reicht.

Allein das enthält schon viele Parallelen zur Ukraine-Krise. Wer die schwarzen Gemeinsamkeiten nicht sieht, kann bei seiner Meinung bleiben. Wer die Bildersprache der „Symbolik“ versteht, schaut tief unter die Oberfläche. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde in Österreich die Monarchie,  ersatzlos abgeschafft. In Russland entstand tatsächlich eine neue politische Weltordnung, die 1949 auch die Hauptrolle spielte, bei der  Gründung der Volksrepublik China, die bis heute besteht und immer mehr Einfluss bekommt, auf der Weltbühne. Auf der echten, nicht auf derjenigen, die Staatspolitiker jetzt ständig in den Mund nehmen und dabei nichts bewirken.

Das größte Ärgernis ist immer die Wirkungslosigkeit. Sie zerstört große Firmen, steigert die erkennbare Armut großer Staaten und hat einen unsichtbaren Zeigefimger, der direkt auf die Regierungen oder das Management zeigt. Ich zeige fast nie mit der Hand auf andere Leute, aber im konkrten Fall geht das gar nicht anders. Die Namen sind unwichtig, man findet sie in allen Informationsmedien, auch ihre bisherigen Spitzenleistungen, im Guten und im Bösen. Wie so ein Spiel am Ende ausgeht, ist völlig klar. Trotzdem werden jetzt Milliarden gespart, die am Ende gar nicht notwendig sind oder in Kanälen verchwinden, in die Niemand hineinschauen muss, und auch das Baden darin ist nicht zu empfehlen. Weil in einem überfüllten Schwimmbad auch die Gesichter ganz deutlich erkennbar werden.

Trotzdem darf man träumen. Das ist kein Wegschauen, sondern die Gewissheit, dass es im kommenden Sommer nicht nur Regen gibt, sondern vor Allem viel mehr Licht.

1957 begann Fritz Reiner mit der Aufnahme der besten Walzer aus Wien. Die Melodien sind bekannt, aber hier zeigt sich die Kunst des Dirigenten, eine ganz eigene Welt aufzubauen, die keine Schatten hat:

https://www.youtube.com/watch?v=GCEG763zqKw

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