Der Goldene Schnitt

20.3.2021. Zeichen und Signale wirken nicht auf Jeden. Nur wer ihre Bedeutung kennt, kann etwas damit anfangen. Ein Pentagramm (Fünfeck) hat eine scharfe Spitze, die nach unten zeigt, zur Finsternis und zur Hölle. Wenn sie nach oben zeigt, ist es ein Hinweis auf das Universum, den Kosmos, die Weltordnung. Das Pentagramm spielte im Altertum eine große Rolle. Es war die Waffe der Zauberer und Magier. Wenn sie es auf ein Ziel richteten, war es verflucht. Das spielt in der Esoterik immer noch eine große Rolle: Dem Wissen für die Eingeweihten. Es gibt Gemeinschaften, die das streng geheim halten, aber nicht daran denken, dass man Alles im Internet findet. Und wer besonders geheimnisvoll auftritt, macht neugierig. Dabei muss man nur um die nächste Ecke schauen. Es gibt sogar Geheimnisse, die Verbrechen verbergen sollen. Und die großen, wichtigen Mysterien, deren Inneres Niemand öffnen kann. Sie sind in kurzen Stichwörtern verborgen, die mehrere Bewusstseinsebenen umschließen. Oder Teil sehr alter Rituale und Traditionen sind, aus der Frühgeschichte der Menschheit, die nur Wenigen bekannt sind. Das Wissen um die Symbole ist eine Ausnahme geworden oder wird teuer verkauft, an neugierige Außenstehende. Damit lassen sich große Geschäfte machen, wenn es gut organisiert ist. Aber es steckt viel Mehr dahinter. Eine Dimension, die für die Weiterentwicklung der Welt sorgt. Oder sie zerstört. Zur Weltordnung gehören mächtige Gesetze, die am Anfang in keinem Buch standen und auch erst viel später aufgeschrieben wurden. Wer sie verletzt, wird dafür bestraft. Dafür gibt es sehr viele Beispiele aus der Vergangenheit, aber Jeder kann sie auch selbst miterleben. Mit Kindheit und Jugend fängt das an und erweitert sich langsam immer mehr. Wenn man eine Antenne dafür hat, ein elementares Interesse.

Man braucht dafür keine Technik, keine Datenbanken, aber sie können sehr hilfreich dabei sein. Erstaunlich ist es nur, dass die halb vergessenen, alten Regeln immer wieder ihre Kraft beweisen. Sie sind schon lange zugeschüttet oder verdrängt von Trödel und Klimbim, die nur auffallen und unruhig sind. Ein Geraschel ohne Inhalt. Aber wenn man die Verkleidungen durchschaut, sieht man den Hintergrund. Die Auslöser und die Vorgeschichte. Das hat viele Parallelen, die sich berühren und einander zugeordnet werden können. Die Natur sorgt dafür, dass es so ist. Zum Beispiel beim „Goldenen Schnitt“. Das ist das Teilungsverhältnis einer Strecke oder einer anderen Form, bei der die Größenordnung, die Proportion, das Verhältnis des größeren Teils zum kleineren immer gleich ist. Dieses Prinzip wirkt überall, es gilt als ideal und angenehm. Entdeckt hat es Euklid, schon im 3. Jahrhundert vor Christus. Man findet es in der Architektur, der Biologie und anderen Naturwissenschaften. Es gilt als Inbegriff der Harmonie und guter Proportionen. Verblüffend ist es, wenn dieser Schnitt als Verbindungslinien in Bilder eingezeichnet wird. Die Regel stimmt dabei immer, so lange es nicht willkürliche Phantasieprodukte sind. Also ist es ein Universalprinzip, so wie viele andere Gesetze, die nicht allgemein bekannt sind, aber trotzdem wirken. „Gott würfelt nicht“, ist ein altes Sprichwort. Beim Aufbau der Weltordnung bleibt also Nichts dem Zufall überlassen. Das ganze Universum ist so aufgebaut und funktioniert damit. Darum gibt es auch Bereiche, die der Mensch nicht beherrscht. Bei der Technik klappt das zwar immer besser, aber auch hier gibt es viele Themen, die noch weiße Flecken auf ihren Karten haben. Schaut man unter die Oberfläche, werden die Lücken noch besser erkennbarer. Ein Beispiel dafür ist das Unterbewusstsein, die Schaltzentrale des menschlichen Handelns. Ein Kommentator schrieb zur Person des Entdeckers, „Freud hat als Forscher dem Menschen gezeigt, dass er nicht der Herr im eigenen Hause ist.“

Das kann man auch missverstehen, dann wäre es Propaganda für Chaos und Willkür. Aber aus dem Zusammenhang ergibt sich eindeutig das Gegenteil. Die Sprache ist hoch belastbar, aber sie kann bei ihrer Verwendung verknüpft werden mit benachbarten Gedankenbrücken, Assoziationen und der Logik.

Ein Zeichen wie das Pentagramm erleichtert das auch. Es gehört in viele Zusammenhänge und liegt tief unter deren Oberfläche. Solche Symbole werden oft auch in großen Kunstwerken gebraucht. Der ahnunglose Betrachter schaut sie nur an. Aber sie öffnen ganze Welten im Bewusstsein, Im Gedächtnis. Direkt unter diesem Text findet man das Stichwort „Die Deutung der Symbole“, mit bisher 51 Kommentaren. Dabei werden Ebenen erkennbar, die man mit guter Musik noch vertiefen kann, bis in die Abgründe und Gipfel der Hochgebirge und der fernen Welten im Universum.

Schuberts 9. Sinfonie gehört zu solchen Klängen. Der lebhafte Wechsel zwischen feierlichen, schweren Blechinstrumenten und dem großen Orchester vermittelt diese Wirkung. Wolfgang Sawallisch (1923 – 2013), der langjährige Chef der Münchner Staatsoper, dirigiert das hier in Wien , im „Goldenen Musivereins-Saal“ :

https://www.youtube.com/watch?v=kNocKxKd8-I

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