Der alte Grundstein

29.1.2022. Die teuersten Projekte werden längst von Computer geplant, die auch sparen können. Wenn die Programme nicht die besten Ergbnisse liefern, haben sie gegen die freie Konkurrenz auf dem Markt keine Chance. Risiko Nr. 2 sind die Projektplaner. Wenn sie Informationslücken haben, passieren Fehler, die jedes neue Gebäude zusammenstürzen lassen, mit viel Krach und Staub. Oder ganz unbemerkt, weil die Mängel viel Zeit haben, um sich bemerkbar zu machen. So sieht die ganze Welt aus, auch bei den politischen Spannungen und Krisen. Die lösen sich durch die Universalgesetze, aber oft viel zu spät. Und Zeit ist Geld, das wie Herbstlaub auf der Straße herumliegt. Immer wieder werden neue Staatskredite gefordert, in Milliardenhöhe. Aber das Zauberwort heißt Einsparungen. Wer nur zwanzig Euro in der Tasche hat, kann nicht dreißig ausgeben, sonst macht er neue Schulden. Appetit auf Schokolade ist normal. Aber wer sich keinen Luxus leisten kann, mus auch auf Schokolade verzichten. Es gibt genug andere Möglichkeiten.

Früher haben Bauzeichner Pläne für die größten Gebäude mit der Hand auf Papier gebracht. Viel verdient haben sie dabei nicht, weil die grenzenlose Konkurrenz schon auf freie Plätze wartete. In den ersten Münchner Jahren habe ich gern viele Leute zufällig getroffen. Heute gilt das nur noch, wenn sie auch charakterlich etwas wert sind. Einen jungen Architekten habe ich damals gefragt, warum die neuen Gebäude in München oft so langweilig aussehen, wie Schuhschachteln, in denen aber Menschen ihr Leben verbringen, mit ihren viele unterschiedlichen Interessen. Er war ein netter Mensch, aber die Frage machte ihn wütend. Seine Antwort: „Die Bauherren wollen das so!“ Also die Finanzinvestoren, die immer sparen müssen, für die nächsten eigenen Projekte.

Das ist das Prinzip des Hamsterrads, das sich ständig dreht, durch die  Benutzer selbst. Es gilt für alle Bereiche und alle 44 Kapitel (Kategorien) hier. Im Mittelalter war die Welt nicht besser, im Gegenteil. Aber sehr bedeutende Köpfe hatten Ideen, mit einem Fundament, also Wissen, das die stärksten Belastungen aushielt. Die besten wurden als Ketzer verfolgt und hingerichtet. Zum Stichwort „Ketzer“ gibt es hier über 1.000 Beiträge. Nach ihrem gewaltsamen Tod wurden sie immer berühmter. Die Namen der Richter kennt heute Keiner mehr, auch  nicht die falschen Zeugen und Verbrecher, die dabei im Einsatz waren, belohnt mit einem Judas-Lohn. Als der Verräter Judas, im kleinen Garten Gethsemane, Chrisrus an die römischen Soldaten auslieferte, bekam er dafür Silbergeld. Später wollte er es zurückgeben, aber Niemand wollte das Blutgeld in die Hand nehmen. Da hängt er sich selbst am nächsten Baum auf. Der Lieblingsjünger von Christus war Johannes. Als alter Mann hatte er Horror-Phantasien vom Weltuntergang. Die „Johannes-Apokalypse“ ist hier ein eigenes Kapitel, zu finden direkt unter diesem Text.

Das Bayreuther Festpielhaus überragt die ganze Stadt, sieht aber wie ein einfacher Schuppen aus, passend zur ländlichen Umgebung. Tatsächlich ist es als Tempel geplant.  Dazu findet man viele Infomationen hier,  im ersten Kapitel von der „unsichtbaren Weltuhr“. Die wurde nicht von Finanzinvestoren konstruiert, sondern von Meistern, die im Mittelalter lebten. Ihre Baupläne schufen damals, in ganz Europa die eindruckvollsten Kathedralen. Jedes architektonische Detail ist ein Symbol des Paradieses. Auch die Symbolik ist eine Fremdsprache, die man lernen und in die heutige Sprache, leicht verständlich,  übersetzen kann. Sie kann auch ungeklärte Verbrechen aufklären, ist aber bei den Experten, in vielen Fällen, gar  nicht bekannt.

Das Wichtigste bei jedem Gebäude ist das Fundament, das alle Belastungen aushalten muss. Schäden müssen regelmäßig und möglichst früh überprüft und dann beseitigt werden. So einfach ist das nicht, bei den  Schäden in den Gedanken der Besucher. Und auch kein Thema hier, weil diese Abschnitte der Vergangenheit in Zukunft keine Rolle mehr spielen werden, durch bessere Informationen, vor Allem im Internet.

Das wichtigste Symbol im Fundament ist der Grundstein. Will man ihn ausgraben, muss man vorher das Gebäude zerstören. Das geschieht nur im Notfall. In Bayreuth ist im Grundstein eine handschriftliche Notiz des Komponisten eingemauert: „Hier schließe ich ein Geheimnis ein. Da ruht es hundert Jahre. So lange es der Welt sich zeigt, wird es der Welt auch offenbar.“ Damit sind die Inszenierungen der Wagnerwerke gemeint, aber es ist sicher, dass viele ihm überhaupt nicht gefallen hätten, weil sie nichts mit seinen Ideen zu tun haben. Ändert sich das nicht, schläft und ruht das Geheimnis weiter, nicht nur hundert Jahre. 1876 fanden die ersten Festpiele statt. Seitdem sind 146 Jahre vergangen. Was ist das gegen die Ewigkeit? Eine religiöse Idee, und so war das auch gemeint. Hier wird das erklärt im Kapitel „Die Deutung der Symbole“. Geändert hat das bisher nichts, aber die Zeit wird noch kommen, auch ohne dass dafür viel Geld zusätzlich ausgegeben wird. Im Gegenteil. Ideen sind grundsätzlich mächtiger als jede andere Energie auf der Welt, auch wenn sie ein ganz anderes Innenleben haben als die Sonne, die stärkste Lichtquelle der Natur.

Zum traurigen Monat des Ukraine-Kriegs gab es hier am 25.3.22 den Beitrag „Das Ende des Kriegs“:

https://luft.mind-panorama.de/das-ende-des-kriegs/

Zitat: „Es gibt in der Magie nur ein Dogma: Das Sichtbare ist die Verkörperung des Unsichtbaren“. Das Zitat stammt von Eliphas Lévi (1810 – 1875). Ich besitze seit zwanzig Jahren ein dickes Buch von ihm, habe es aber noch nicht gelesen. Gestern tauchte es zufällig wieder auf, im Arbeitszimmer, neben vielen ganz anderen Büchern. Das Wikipedia-Lexikon hat einen langen Artikel über ihn, beginnt aber mit einer kurzen Zusammenfassung: „Er  war ein französischer Diakon, Schriftsteller und Okkultist und gilt als Wegbereiter des modernen Okkultismus“ Damit konnte ich bisher nicht viel anfangen, ob sich das ändert, ist noch offen, aber der eine Satz fasst auch alles zusammen, was ich hier, mit ganz anderen Worten und Begründungen mitteile.“

Wenn man genauer in das Buch hineinschaut, entdeckt man, dass die Lebensjahre des Autors, 1810 – 1875, kein Zufall sind, beim Leben Richard Wagners von 1813 – 1883. Ich kenne noch keine Quelle, dass er dieses Buch gelesen hat, aber das Innenleben seiner Werke lässt keine andere Antwort zu.  Der Grundstein im Festpielhaus und die darin verschlossene Idee ist eine Variation dieser Idee. Wenn man sie noch besser kennenlernt, erklärt sie auch umfassend, das Geheimnis, das der Komponist nur andeutete, am 22.5.1872, als er den Grundstein dort hinterlegte. An seinem Geburtstag. Auch das war bestimmt kein Zufall.

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