Der Mistelkranz

19.10.2022. Bellinis „Norma“ wurde 1999 im Opernhaus San Carlo gezeigt, in Neapel, nicht zum ersten Mal.  Diesmal war es nur eine Aufzeichnung des ersten Aktes, die dem Inneren des Werks sehr nahe kommt.  „Casta Diva“, ist La Luna, deutsch.  der Mond.  Norma ist eine Hohepriesterin der Druiden. Sie vewendet eine silberne Sichel, wie einen Halbmond, um damit einen frischen Mistelzweig abzuschneiden.  Auf dem Kopf trägt sie einen Mistelkranz, wie eine Krone.  Es ist der Sommerbeginn, der in Stonehenge durch einen alten Felsenkreis „symbolisiert“ wird. Das Wort soll nicht langweilen, zur Symbolik gibt es hier drei eigene Kapitel.

Den Hintergrund der Bühne füllt zunächst ein blutroter Abendhimmel, wie ein breiter Fackelschein. Am Ende des Rituals tragen die Priesterinnen bodenlange, gelbe Gewänder, in der Farbe der aufgehenden Sonne.  Die Kostüme sind  alten Gewändern nachempfunden, aus der Zeit  der Druiden.

Hier sieht man den ersten Akt „Norma“, in der oben erklärten Aufführung aus Neapel :

https://www.youtube.com/watch?v=oF-XWR_t4Bo

Zum Stichwort „Norma“ gibt es hier  über 100 Beträge :

https://luft.mind-panorama.de/?s=norma&x=19&y=4 

Am  berühmtesten in der Titelrolle war Maria Callas. :

https://www.youtube.com/watch?v=B-9IvuEkreI

Callas sorgte in Rom für den „Norma-Skandal“. Am 2.1.1958 sang sie dort nur den ersten Akt.  Im Publikum saßen zahlreiche Prominente und der italienische Staatspräsident. Vielleicht ging ihr das vornehme Publikum auf die Nerven, weil es nichts mit dem Inhalt der Oper zu tun hatte.  Sie sang den zweiten Akt nicht mehr. Jedes Opernpublikum hat seine Schattenseiten,  in Bayreuth und München kann man das hautnah erleben.  Vor zehn Jahren hat mir das auch gereicht, seitdem schaue ich lieber gute Aufzeichnungen. An der Zuneigung zur Musik hat das nichts geändert, auch dafür gibt es hier ein eigenes Kapitel.

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