Der Rest ist nicht Schweigen

25.2.2022. Wenn an  einem einzigen Tag die aktuellen Nachrichten sich überschlagen, gelten umso mehr die wichtigsten Regeln auf der Welt. Es wäre Geschwätz, sie aufzuzählen oder anzudeuten. Kein einzelner Mensch findet Lösungen, aber alle sehr wohl, wenn sie als Mehrheit auftreten. Ich verweise nur auf zwei bekannte Sätze von William Shakespeare: „Sein oder Nicht sein. Das ist hier die Frage.“ „Der Rest ist Schweigen.“

Einfach nur wortlos herumzusitzen, dürfen diejenigen auf keinen Fall, die direkt an den Schalthebeln der Macht sitzen und die Matrix kennen, den Schaltplan. Wer sich dazu genauer informieren will, schaue auf die Themen direkt unter diesem Text. Wer auf derWelt jetzt in eine große Aurfegung gerät oder in Panik, hat Gründe dafür. Aber das bewirkt gar nichts. Die Köpfe müssen ganz ruhig werden. Dann entstehen Gedankenbrücken. Assoziationen. Vergleiche. Und das Arbeitswerkzeug kann nur eine Analyse sein, ausschließlich mit nachprüfbaren Fakten. Um Wiederholungen zu vermeiden, kann man das Stichwort hier in die Such-Funktion eintippen, oben rechts auf dieser Seite. Dann tauchen auch viele Kommentare auf, die mit der Gegenwart nichts zu tun haben und deshalb keine  Zeit verschwenden. Also muss man Grenzen ziehen und dann nur die wichtigsten Ergänzungen auswählen, zum Beispiel mit dem Stichwort „Ukraine“. Es wurde hier noch nie als Reiseziel erwähnt, also kommt man damit direkt ins Zentrum der ungelösten Probleme. Ihre Ursachen, die tatsächlichen Folgen und zuverlässige Prognosen, wie das in Zukunft weitergeht.

Sicher ist es, dass eine ganz neue Welt sich aufbaut, immer schneller, zuverlässiger und angenehmer. Spannungen, Krisen und Gwalt wird es immer geben, aber sie trocknen aus. Nicht von selbst, aber mit ein paar kräftigen Fußtritten, in Gedanken. Seit dreißig Jahren war Alles voraussehbar, zufällig auch der Beginn meiner Zeit in München. Da gab es längst Erfahrungen, wie man hereingelegt und getäuscht wird, ohne dass die Verursacher dafür ihre Strafe bekamen. In München wurden dabei alle Rekorde gebrochen. Es war auch die Zeit, als die Berliner Mauer abgerissen wurde. Zwei feindliche politische Systeme vereinigten sich ohne Gewalt. Dann herrschte eine Aufbruchstimmung. Ich war zwei Jahre lang befreundet mit einem Sachsen aus Zwickau, der auch seinen Dialekt nicht veränderte. Hinter der Mauer bekam er vom Lehrer in der Schule die Aufforderung, russich zu lernen. Er weigerte sich, mit der Begründung, „Mein Vater ist  amerikanischer General.“ Das nützte ihm gar nichts, solange die Mauer scharf bewacht wurde. Er bekam nach der Schule keinen angenehmen Arbeitsplatz, sondern musste auf Baustellen Beton bearbeiten. Auch im Westen fand er nichts Besseres, weil er mit dreißig Jahren schon zu alt für einen Sieg gegen die Konkurrenz war, die in München besonders viele Filmstars im Angebot hat, die noch Keiner kennt. Nach zwei Jahren gab es keinen Streit, sondern einfach keinen Gesprächsstoff mehr,. Also verlor man sich aus den Augen. So muss es sein, alle anderen Möglichkeiten erzeugen Krieg und Verbrechen.

Das war vor dreißig Jahren. Und die Unzufriedenheit mit der Welt tauchte danach wieder auf. Vor zwanzig Jahren, am 11.9.2001, als zwei Flugzeuge in New York zwei Hochhäuser umrissen. Danach war nichts mehr wie vorher. Und nicht nur die hellen Seiten. Die dunklen Seiten sind hier auch ein Dauerthema. Nicht die Namen der Beteiligten, weil sie auf der ganzen Welt bekannt sind, natürlich auch im Internet. Jetzt ist es Zeit, gründlicher darüber nachzudenken. Es war ein Zufall, aber am 18.2.22 erschien hier der Artikel „Eichmann“ :

https://luft.mind-panorama.de/?s=eichmann&x=10&y=14

Eichmann war der Organisator und Leiter aller verbrecherischen Pläne für die Ermordung der europäischen Juden, bis 1945.  Wie sein Prozess ablief, wurde von vielen Beeobachtern dokumentiert, auch dass dabei keine Gewalt angewendet wurde. Im Gegensatz zu anderen historischen Fällen, die in dem Artikel auch erklärt werden, zum Beispiel die Hinrichtung aller Verdächtigen in Bamberg, bis zum Jahr 1632, weil böse Mitbürger, ihnen mit großer Energie, unbeirrt  in die Schuhe schoben, sie würden gemeinsam mit dem Teufel selbst zusammenarbeiten. Das waren frei erfundene Satans-Lügen. Aber die schriftlichen Dokumente landeten im Archiv des damaligen Gerichts, und dort kann man sie heute noch anschauen, mit allen furchtbaren Einzelheiten.

Unsere Verfassung, das Grundgesetz von 1949, garantiert nicht nur Meinungsfreiheit, sondern auch ganz andere Rechte. Sie wurden vor zwei Jahren, teilweise außer Kraft gesetzt, aus medizinischen Gründen.  Die Situation hat sich verändert, auch das wird Folgen haben. Und es gilt auch das Recht, das man sogar dem Massenmörder Eichmann nicht verweigerte: Ihm geschah keine Gewalt, bis zum Todesurteil, wegen „Verbrechen gegen die Menschenrechte“. Dieses  Urteil und die gleiche Begründung  gab es auch 1945, als die überlebenden Haupt-Verursacher des Zweiten Weltkriegs in Nürnberg vor Gericht standen und sich verteeidigen konnten. Danach wurde ihre Asche nach München gefahren und in die Isar geschüttet, bei der kleinen Wallfahrtskapelle „Maria Einsiedel“ in Thalkirchen. Das ist auch ein beliebtes Ausflugsziel, aber ohne eine Spur von damals. Diese Art von Verwandlung wird auch eine Richtschnur  für die Zukunft sein.

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