Der Samstag als stiller Festtag

10.10.2020. Der Samstag ist um Dekalog ein Festtag. Nicht ein Ruhetag, wie der Sonntag, sondern ein Anlass zu feiern. Keine lärmenden Feste. Keine gewonnenen Kriege gehören dazu, sondern es ist einfach die Existenz des Universums, der Schöpfung. Der Dekalog sind die zehn Gespräche mit Gott, über seine Gesetze, die zehn Gebote. Hat man sie beachtet, ist das ein Grund zur Freude. Die Quersumme des heutigen Tags, des 10.10., ergibt Zwei. Das ist in dieser Denkweise die Verdoppelung der inneren Kraft. Die Kraft der Paare, die sich ergänzen. Dieses Dualitätsprinzip, die Verdoppelung, ist nicht abzuschaffen oder zu ignorieren. Sommer und Winter. Tag und Nacht. Gut und Böse. Das regiert die Welt. Eine grenzenlose Spannung ohne Ende, aus der nicht nur der Krieg entsteht, sondern bei der Verbindung der beiden Strom-Pole das Positive und das Negative, auch die wichtigste Energie für lebenswichtige Dinge.

In ökonomischen Systemen ist das Minus, das Negative, der Konkurs, die Pleite. Es darf nicht mehr gearbeitet werden. Die laufenden Gehälter brechen ab. Das Vertrauen in eine bessere Zukunft ist weg. Der Chef und seine Freunde müssen für immer abtreten. Fremde Spezialisten übernehmen das Kommando. Ob sie überhaupt dafür geeignet sind, weiß man erst bei der nächsten Bilanz, wenn alle Zahlen auf den Tisch kommen und Vergleiche zeigen, ob sich überhaupt etwas gebessert hat. Ein Erfolg ist ein Grund zum Feiern. Aber nicht für Lärm, weil es ja noch eine Übergangszeit ist, deren Ergebnis noch völlig offen ist.

Mehr als der eindeutige Wert von Zahlen ist das Betriebsklima. Fehler, Wissenslücken des Management und der Mitarbeiter können, innerhalb der Arbeit für sehr schlechte Stimmung sorgen. Auch geheime, hinterlisitige und Intrigen und getarnte Machtkämpfe.. Die Belästigungen durch Mobbing, das Ungerechtigkeiten erst recht zementiert.

Wenn Mitarbeiter schleimen, dann ducken sie sich unkritisch vor dem Chef, buckeln und gehorchen immer, auch bei Fehlern. Die Belohnung sind gute Beurteilungen, finanzielle Leistungsprämien und Beförderungen. In einer Abteilung bedankte sich der Chef dafür, indem er – ausgerechnet – solche Versager als „Leistungsträger“ bejubelte, vor Gästen und vor der ganzen Firma. Die wirklichen Leistungsträger wurden misstrauisch und feindselig behandelt, weil sie als kritische Stimmen den Laden klar durchschauten und verändern wollten. Dann werden die verbündeten Banden und Netzwerke erst recht aktiv, bis die Opfer passiv werden oder gehen.

Zwei Drittel meines beruflichen Lebens habe ich solche Machenschaften erlebt. Ideen werden ohne Dank geklaut. Nach Fehlern wird gesucht, aber nichts Wichtiges gefunden.

Warum ist das so? Der Physiker Albert Einstein wusste es: „Zwei Dinge gelten als unendlich. Das Universum und die menschliche Dummheit. Bei Letzterem bin ich mir ganz sicher.“

Nicht nur Dummheit. Unfähigkeit. Bosheit. Neid. Habgier sind Elemente des Charakters, der sich niemals ändert, aber geschickt getarnt werden und absichtlich täuschen sollen. Viele Komplimente sind ein Hinweis darauf. „Sie sehen heute wieder blendend aus“ kommt oft von einem Blender, einem Täuscher und Betrüger.

Leider ist das keine Minderheit, im Gegenteil. Aber man kann auf sie einwirken. Im Hintergrund stehen immer, unsichtbar die Gesetze. Sie sollen Regelverstöße bestrafen. Aber dann gäbe keine falschen Gutachten und keine falschen Gerichtsurteile mehr. Aus Dummheit, Unfähigkeit oder durch eine hohe kriminelle Energie. Hochspannung.

Weil nicht Alle so sind, aber die Mehrheit, steigern sich Krisen zur Zeit überall. Alarmzeichen.

Die Corona-Epidemie ist, übersetzt, die Krone, der Gipfel des Bösen. Seit Ende März blockiert oder verhindert sie, ausgerechnet alle menschlichen Aktivitäten für Gemeinsamkeit und gutes Zusammenleben. Noch Anfang April konnte man in den Münchner Bussen und Straßenbahnen oft erleben, wie laut darüber gelacht wurde. Absichtliches Anhusten, extra zu nahe Rücken und dabei grinsen. Viele Filmstatisten waren dabei, offensichtlich im Auftrag ihrer Coaches (Leiter), die auch über die Vergabe von guten Hauptrollen mit entscheiden. Manchmal nach einem „Couch-Test“. Das ist Bettgymnastik.. Bei beruflichen Mitarbeitern, also finanziell Abhängigen, eine schwere Straftat.

Aber so kommt Eines zu Anderen. Wenn dann der Samstag auch noch für dummen Unfug missbraucht wird, für das sinnlose Besaufen und lärmende Partys in der Öffentlichkeit, sogar mitten in reinen Wohnvierteln – dann ist die Grenze zur Schamlosigkeit überschritten.

Dafür gibt es das Ordnungsamt, das Kreisverwaltungsreferat, das auch für die öffentliche Sicherheit zuständig ist. Bei übermäßigem Lärm wird dann schon mal Lokalbesitzern gedroht, mit scharfen Bußgeldern und dem endgültigen Entzug der Konzession, der Zulassung. Danach gibt es gar keine Einnahmen mehr. Das geschieht auch, aber nicht immer. Warum werden Unterschiede gemacht? Logische Gründe dafür gibt es nicht. Aber Beziehungen, alte Freundschaften, Ahnungslosigkeit oder Netzwerke, wie im Beruf. „Das Kleine ist wie das Große“, liest man schon in der mittelalterlichen Tabula Smaragdina, die wegen ihrer Kürze und Klarheit seit Jahrhunderten bewundert wird. Wer Geld verdienen will, muss auch Geld ausgeben. Nicht unbedingt für gute Taten.

Man lese hierzu den folgenden Artikel, „Das Platzl am Hpfbräuhaus“

https://luft.mind-panorama.de/das-platzl-am-hofbraeuhaus/

Damit ist Alles gesagt. Aber kein Grund zur Trauer. Am Ende setzt sich immer die Vernunft durch. Fragen nach Details habe ich immer damit beantwortet, so dass der Fragende selbst, ganz leicht sogar, zu Ergebnissen kommen kann. Geschadet habe ich dabei Niemand. Aber so ganz laut wird auch nicht mehr gelacht. Und vom tatsächlichen Fortschritt hängt die Zukunft unserer Erde ab.

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