Die Flügel der Veränderung

15.3.2021. Die stärksten Außenwirkungen hatten früher die Naturgewalten. Stürme und Jehreszeiten lassen sich mittlerweile dämpfen, bleiben aber eigene Herrscher. Wer ist am stärksten? Später war es die körperliche Kraft, dann wurde sie von Maschinen übertroffen. Und heute sind es geräuschlose, unsichtbare Schaltkreise, auf denen Datenmassen die ausgefallensten Programme ausführen. Das ist nicht das Ende, sondern noch nicht einmal der Anfang. Denn die künstlichen Welten müssen erschaffen werden. Durch den menschlichen Geist, der seit ein paar Monaten auf dem bisherigen Tiefstand angekommen ist. Einschränkungen und Verbote bremsen jede Fortentwicklung. Einige stört das nicht, weil sie davon Vorteile haben. Exklusiv. Denn sonst wären sie schon weg. Das augenblickliche Unbehagen kommt aus der Unsicherheit, wie es weitergeht.

Das meiste ist gar nicht neu. Veränderungskurven zeigen Vergangenheit und Gegenwart, also machen sie auch realistische Zukunftsprognosen möglich. Warum das so schlecht funktioniert, liegt nicht nur an unvorhersehbaren Zufällen. Die wenigsten kennen sich damit aus. Die sogenannte Zukunftsforschung erzeugt viele Vermutungen und Möglichkeiten, aber keine Gewissheit. Dafür gibt es zwar auch Grenzen, aber weniger als gedacht. Die Elemente des täglich wechselnden Wetters hängen nicht voneinander ab, beeinflussen sich aber gegenseitig. Deshalb ist die Wettervorhersage ein unsichere Glücksspiel wie Lotto, auch wenn sie viele Anhänger hat, die das Gegenteil glauben. Ständig hört man die selbsternannten Meteorologen, die nebenbei herumplaudern: Morgen wird es wärmer. Oder kälter. Das kann genauso sein.

Genauigkeit, Präzison ist eine Sache der Einzelteile. Wenn sie miteinander funktionieren, sind es Präzionsinstrumente. Wenn sie dabei nicht gestört oder absichtlich manipuliert werden. Bei mechanischen Uhren hat das schon lange funktioniert. Die digitalen Zeitmesser halten sogar die genaue Weltzeit fest, in beliebigen Formen und Anwendungen. Sonst würde kein einziger Computer funktionieren.

Bei der menschlichen Zukunft ist das genauso. Alle Bereiche, die nicht beeinflusst werden, lassen sich voraussagen. Und die Störelemente kann man dabei mitberechnen und eingrenzen, wenn es nicht zu viele sind. Erstaunlich ist zum Beispiel die Voraussehbarkeit von Verhaltenweisen. Ein Charakter ändert sich nie, er ist eine feste Eigenschaft. Und dazu gehören Merkmale, die sich wiederholen. Zum Beispiel übertriebene Freundlichkeit, um Andere auszuhorchen und damit Geld und Ansehen in die eigene Tasche zu stecken. Auch bei sehr unruhigen Menschen stecken Störungen dahinter. Die vollständigem, bewegliche Gesichtsmuskulatur ist wie eine Landkarte, wie eine Fundgrube für Täuschungsmanöver. Davon soll man sich ganz fernhalten, auch von anderen Warnsignalen. Im Beruf ist das nicht möglich, das ist ein eigenes Schlachtfeld für sich. Dafür gibt es allerdings viele Taktiken, beim Militär heißen sie Strategie. Damit kann man feindliche Pläne im voraus erkennen und auswerten, für präzise Zukunftsprognosen. Die müssen gar nicht immer eintreffen, aber Jeder kann sich innerlich darauf vorbereiten. Viele Kriege sind nicht allein durch Gewalt entschieden worden, sondern durch die Planung ihrer Feldherren. Einer der berühmtesten war Sun Tsu. Über sein Buch „Die Kunst des Krieges“ habe ich schon oft geschrieben, zum Beispiel am 2.12.20:

https://luft.mind-panorama.de/die-kunst-des-krieges/

Was die Zukunft diesmal bringen muss, sind starke Veränderungen. Auf der Welt gibt es immer mehr Menschen, aber immer weniger Arbeitsplätze. Da ist noch sehr viel möglich, trotzdem werden immer noch uralte Rezepte der Kriminalität benutzt, deren Farben sich zwar ständig verändern und verkleiden, aber immer wirkungsloser werden. Aktuelle Stichwörter, nur als Erinnerung, man findet auch sie mit jeder Suchmaschine: WireCard, Open Lux. Das ist kein bequem verdientes Geld, die Projektplanung ist sehr zeitaufwändig und braucht viele Mitwisser, die gern auch herumschwätzen. Es lohnt sich gar nicht mehr, aber vor Allem in einigen hohen Etagen der rechnenden Finanzbranche kennt man solche Rechenmethoden gar nicht oder vetraut auf ihre alten Querverbindugen zu Politikern und Spitzenbehörden, mit besonders einnahmefreudigen Gesichtern. Das funktioniert zwar noch, aber immer weniger. Die Denkzettel dafür werden immer teurer.

Ich habe überhaupt kein Interesse an Rachejustiz, weil sie nur neues, böses. Blut erzeugt. Darauf hat auch 1990 die Bundesrepublik verzichtet, beim Untergang des vorherigen, schwer bewaffneten „Staatsfeinds DDR“. Die meisten halten diese Großzügigkeit, immer noch für richtig. So ist es auch. Aber es wurde ausgenutzt. Von uralten Köpfen, die immer noch nicht Rentner sind. Man trifft sie in der ganzen Stadt. Früher habe ich mich gern mit ihnen unterhalten, ohne jede Wichtigtuerei. Aber das alte Denken ist noch nicht restlos vershwunden, aus jedem Gespräch hört man sofort heraus, wer noch fest an die Vergengenheit glaubt. Das aber schadet der Zukunft und der Lebensqualität, es darf keinen Einfluss mehr haben. Und das ist keine Prognose, aber eine berechtigte Hoffnung.

In dieser Aufbruchstimmung eröffneten die „Scorpions“ („Wind of Change“) das große Konzert von Roger Waters, „The Wall“ (Die Mauer), 1990 in Berlin (111 Minuten) :

https://www.youtube.com/watch?v=ohrFzuuUyi0

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