Die Freiheitsstatue

21.1.2020. Schon im Imperium Romanum vor zweitausend Jahren gab es Aufstände. Der Gladiator Spartacus führte ein ganzes Heer an. In Jerusalem gab es ständige Unruhen gegen die Besatzungsmacht. Die ganze Geschichte ist voll davon. In Europa wurde 1789 der französische König verhaftet und hingerichtet. Auch aus anderen Ländern strömten Menschenmassen auf die Schiffe nach Übersee. Ein beliebtes Ziel war Nordamerika.

Am 4.7.1776 wurden erstmals in einem offiziellen Dokument die „Vereinigten Staaten von Amerika“ genannt. Das gilt bis heute als Akt der Staatsgründung. Seitdem ist die Freiheitsstatue im Hafen von New York, wo viele Einwanderer zunächst landeten, das sichtbare Zeichen der amerikanischen Verfassung, die nach den üblen Erfahrungen mit den allein herrschenden Monarchien großzügige Freiheitsrechte garantierte. Auch jetzt, über zweihundert Jahre später, werden sie immer wichtiger, weil Gegenkräfte immer stärker werden. Das betrifft die Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, das Recht auf freien Zugang zu Informationen (Internet) und noch viel mehr. Zur Zeit sind wichtige Grundrechte eingeschränkt. Die Versammlungsfreiheit, auch in Gaststätten. Straßendemonstrationen. Das ist teilweise notwendig, wird aber auch übertrieben.

Im Internet werden Soziale Netzwerke wie Facebook schon lange nicht ausreichend überprüft, ob sie sich noch an Verbote halten wie strafbare Beleidigung, Volksverhetzung, Rassismus. Notwendig sind jedoch nur wenige Sammelklagen, wo die Täter gemeinschaftlich von ihren Opfern verklagt werden, die sich anschließend die hohen Entschädigungen teilen. Wegen der hohen Erfolgsaussichten würden gute Rechtsanwälte das sogar für ein Erfolgshonorar übernehmen. Das heißt, sie schreiben zunächst gar keine Rechnungen, sondern kassieren ihr Honorar erst nach einem, sicherlich erfolgreichen Prozess aus der Gemeinschaftskasse. Ich habe das schon öfter hier vorgeschlagen, aber selbst die Kenntnis verringert, noch nicht, die Passivität.

Das gilt für viele Bereiche, aber in der Justiz kennen selbst Profis sich damit nur selten aus, obwohl es grundsätzlich ganz leicht zu verstehen ist. Also muss unsere Verfassung, das Grundgesetz, noch stärker verteidigt, aber nicht immer mehr geschwächt werden.

Gleiches gilt in allen anderen Bereichen. Jeder kann das selbst feststellen. Im Beruf, in der Freizeit und vor Allem bei der Ungerechtigkeit in sozialen Fragen, die von vielen Regierungen einfach stark vernachlässigt werden. Die spürbaren, genau erkennbaren Folgen sind Spannungen und Krisen. Auch im täglichen Umgang miteinander.

Gestern wurde der neue amerikanische Präsident Joe Biden vereidigt. Es gab nur wenige Anwesende, zum ersten Mal. Vorgänger Donald Trump war überhaupt nicht dabei, freiwillig. Er machte sein eigenes Abschiedsfest, von Anhängern umjubelt. Dann verschwand er mit einem großen Hubschrauber, und die ganze Welt schaute dabei zu. Die Ansprache von Joe Biden enthielt zwar keine Sensationen. Sie sollte verssöhnen und eine neue Gemeinsamkeit begründen.

Das wird die wichtigste Aufgabe sein. Die Weltkrisen verschärfen sich immer mehr, verschlingen täglich Unsummen von Geld und belasten den Alltag, auch finanziell für die Benachteiligten. Die Rezepte dagegen liegen nicht auf der Straße herum. Aber eine Menge davon findet man auf dieser Webseite, seit sechs Jahren. Die Leserzahlen sind dabei nicht so wichtig, deshalb werden sie auch nicht ständig bekannt gegeben. Aber sie zeigen Schwerpunkte, bei den einzelnen Themen. Also denken ein paar Leute auch darüber nach. Hier ist Alles offen und transparent. Auch die Methoden werden nicht verheimlicht. Ein allgemeines Prinzip für die Zukunft.

Die katastrophalen ökonomischen Folgen der aktuellen Weltkrise lösen selbst in den Chef-Etagen der Großkonzerne immer noch kein grundsätzlich neues Umdenken aus. Die kleinen Firmen sind noch härter betroffen. Die Produktion. Die Projekte. Die Mitarbeitet und Gehälter.

Ein Einzelner kann die vielen Probleme gar nicht lösen, aber seine Gedanken austauschen. Das meinte gestern auch Joe Biden, und er hat ausdrücklich dazu aufgerufen. Die Freiheitsstatue in New York wird noch lange stehen. Die Idee von der Freiheit ist aber in Gefahr. Dagegen müssen alle Betroffenen, gemeinsam mitmachen. Gerade jetzt.

Eine wichtige Rolle spielen dabei auch Gemeinschafts-Angebote. Zum Beispiel gut organisierte Treffen innerhalb der Nachbarschaft. Gespräche. Informationen. Einkäufe für Nachbarn und freiwillige Hilfeleistungen, die keinen finanziellen Hintergrund haben. Zum Beispiel die bundesweit aktive Webseite: nebenan.de .

1990 sangen die „Highway Men“, genau in dieser Stimmung, ein in Amerika sehr beliebtes Lied: „Good morning, America, how are you?“

https://www.youtube.com/watch?v=RnGJ3KJri1g

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