Die heiligen alten Steine von Maun Wawn

18.2.2021. Neue Entdeckungen können Sensationen oder Schwindel sein, aber sie werden sofort untersucht. Zunächst gelten sie als Einzelfälle, bis plötzlich Querverbindungen entdeckt werden, zu anderen Kontinenten, Staaten und geschichtlichen Ereignissen. Es ist selten, dass dann dicke Geschichtsbücher geändert werden müssen, aber zur Zeit der Weltentdecker war das so. Kolumbus sollte das märchenhafte Indien finden, eber er entdeckte Amerika. Das hatte Folgen für den Rest der Welt, bis heute.

Still geworden ist es seit einiger Zeit um den Steinkreis von Stonehenge, bei Wiltshire in Südengland. Doch das täuscht. Die Wissenschaftler sind ständig in Bewegung. Aus kleinsten Einzelheiten entwickeln sie spannende neue Theorien, die gar nicht phantastisch wirken und zu bekannten anderen Details passen, wie ein großes Puzzle oder Mosaikbild. Da kommen derart viele Neuigkeiten zusammen, dass sie Jeder selbst nachlesen kann. Platz genug dafür ist natürlich hier nicht, sondern nur für das Wichtigste. Stonehenge ist bekanntlich ein vor über 4000 Jahren in der Jungsteinzeit errichtetes Bauwerk. Es besteht aus einem Kreis hoher Steine (Megalithen). Was es bedeutet, ist immer noch Teil langatmiger Diskussionen. Aber sehr viele Spuren bestätigen, dass hier ein Tempel gebaut wurde, durch dessen Eingang an einem einzigen Tag des Jahres die Morgensonne fiel. Das war die Sommersonnenwende, der Sommerbeginn, in diesem Jahr am 21. Juni. Wer so etwas bauen konnte, hat auch die wiederkehrenden Jahreszeiten beobachtet und die astronomischen Veränderungen am nächtlichen Sternenhimmel. Es war ein Zentrum der Druiden-Priester.

Im letzten Herbst habe ich mehrere Artikel zum Thema der Druiden-Priesterin Norma geschrieben, zuletzt am 19.10.20:

https://luft.mind-panorama.de/norma-im-tempel-teil-2/

Neuere Forschungen haben ergeben, dass Stonehenge einen Vorgänger hatte : den zweihundert Kilometer entfernten Steinkreis „Maun Wawn“, auch bei Wiltshire. Die Gegend ist voller archäologischer Fundstücke. Dort soll auch das Land des Sagen-Königs Arthur gewesen sein, der mit seinen besten Rittern sich an einem Runden Tisch traf und auch Teil der Legenden vom Heiligen Gral war. Neuerdings gibt es auch deutliche Hinweise, dass die ersten Bewohner der Gegend keine Engländer waren, sondern aus türkisch-orientalischen Ländern am Mittelmeer stammten. Dort waren der Sonnenkult und die Deutung des nächtlichen Sternenhimmels ein zentraler Bestandteil der Forschung und der Religion.

Dafür gibt es viele Belege, aber ihre Überprüfung würde sehr lange dauern. Die Experten veröffentlichen laufend ihre Erkenntnisse, und es ist wie bei Einsteins Relativitätstheorie: Sie ist wissenschaftlich unangreifbar, aber die komplizierten physikalischen Formeln kann ein normaler Mensch gar nicht überprüfen. Wir erleben täglich ihre Wirkung: Die Relativitätstheorie ist das Fundament der gesamten Elektronik, der Computer.

Die Wahrheit bei alten Märchen und Sagen ist oft ganz unbekannt. Sie füllen bekannte Kinderbücher, die aber Niemand ernst nimmt. Doch die Bildersprache der Symbolik ist so alt wie die Menschheit. Sie entstand lange vor der Schriftsprache, verwendet zwar abstrakte Sätze und Erkenntnisse, hat aber ihre alte Kraft nie verloren. Man sieht es in den hektischen Bildern der Werbung, die zum schnellen Warenkauf anheizen sollen. In den Schlagzeilen der Tagesnachrichten. Aber die austauschbare Banalität dieser Botschaften verdeckt nur die Hauptsache: Selbst kurze Stichwörter können Alarm- oder Warnsigale sein, zum Beispiel im Straßenverkehr. Viel mehr noch gilt das im Bereich der Denkmethoden. Wer zu umständlich ist, braucht viele, nichtssagende Worte, möglichst auch noch in einer exotischen Experten-Sprache. Wer jedoch Fachkenntnisse durchschaut und auf das Wesentliche reduziert, kommt schneller zu Ergebnissen und Lösungen. Nicht mit zappelnder Hektik, das erzeugt nur Geschwätz. Aber die gezielte Auswertung von Daten und das Weglassen von Nebensachen, ergibt ganz neue Erkenntnisse.

In Stonehenge ist das ganz erstaunlich. Der uralte Steinkreis ist als Stichwort bekannt, auch viele bisherige Forschungen darüber. Aber was in den letzen Jahren noch dazu kam, wissen meistens nur die Experten. Die Spuren in den türkisch-orientalischen Mittelmer-Raum sind überzeugend.

Aber daraus ergeben sich Perspektiven, die eine größere Dimension haben als nur Stonehenge selbst. Außerdem sind die bisherigen Methoden zur Untersuchung von umfangreichen Strukturen stark erneuerungsbedürftig und müssen vereinfacht werden. Die bisherigen Faktensammlungen können durch Querverweise zu anderen Themen vertieft werden, deren Zusammenhänge bisher nur oberflächlich beachtet wurden. Dann klären sich viele ungelöste Rätsel von selbst. Der ganz oben, auf der Startseite erklärte „königsblaue See“ wird immer durchsichtiger.

Da gibt es noch viele Fundgruben, deren Wert nicht näher bekannt ist.

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