Der Marprelate-Skandal

John Whitgift (1530 – 1604), der mächtige Erzbischof von Canterbury, war ein erbitterter Todfeind des Londoner Dichters Christopher Marlowe. Seinen gewaltsamen Höhepunkt erreichte der Streit in der „Marprelate Kontroverse“.

Zitat Wikipedia: „Auslöser der Marprelate-Kontroverse waren die zwischen Oktober 1588 und September 1589 erschienenen, puritanischen, satirischen Schmähschriften, die unter dem Pseudonym Martin Marprelate heimlich gedruckt worden waren und die Kirche von England und ihre Bischöfe wie John Whitgift, den Erzbischof von Canterbury, scharf angriffen. Der Name Martin Marprelate (auch Mar-prelate geschrieben) lässt sich ins Deutsche übersetzen als „Martin Hau-den-Pfaffen“ oder „Martin Misch-den-Pfaffen-auf“.

Natürlich steckte dahinter wieder Christopher Marlowe, der gern Pseudonyme verwendete und später unter dem Namen „William Shakespeare“ weltberühmt wurde. Unter dem Namen Shakespeare schrieb Marlowe auch Sonette, Liebesgedichte, die auch Höhepunkte der gesamten Dichtkunst sind. Er war sogar so frech, sie einem Mann zu widmen. Das kann eine Spielerei gewesen sein oder ein Selbstbildnis. Die Widmung ist nu kurz: „Für Mr. W.H., den einzigen Empfänger dieser Sonette.“ Seitdem rätselt die Welt, wer nun wieder dahinter steckt. Ein großer Theater-Mäzen war zum Beispiel Henry Wriothsley, den er persönlich kannte. Damit wäre auch der Buchstabe W erklärt. Wahrscheinlicher ist aber Marlowes enger Freund Thomas Walsingham, der Neffe des englischen Geheimdienst-Chefs, der direkt, aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit für die persönliche Sicherheit von Königin Elisabeth I. sorgte.

Doch selbst solche mächtigen Freunde, die Spitzen des Staats, konnten Marlowe nicht schützen gegen den Erzbischof von Canterbury, dem Oberhaupt der anglikanischen Staatskirche. Er hängte Marlowe einen sehr gefährlichen Prozess an, wegen Gotteslästerung und Ketzerei. Das wäre damals, mit Sicherheit mit einem Todesurteil ausgegangen. Denn Elisabeth I. war gerade bei diesem Thema sehr unerbittlich. Aber sie mochte Marley sehr und hatte nichts gegen seine Flucht nach Norditalien, von wo er weiterhin seine besten Stücke nach London schickte, zum realen Theaterdirektor William Shakespeare, de sie auch unter seinem eigenen Namenaufführte und weltberühmt machte. Aber da war ein Anderer stärker, damals.

Wikipedia: „Für die Bischöfe stellten solche Angriffe eines einzelgängerischer „Spaßerzengels“ einen Angriff auf ihre Würde dar, und er zog sie in eine Auseinandersetzung, bei der sie ihr Gesicht zu verlieren drohten, wenn sie sich auf Martin Marprelates Regeln einließen. Die englische Kirche beauftragte deshalb heimlich zeitgenössische Schriftsteller, um gegen diese spottende Druckschriften mit ähnlich satirischen Mitteln anzuschreiben. Die exakte Identität von Martin Marprelate ist nie geklärt worden. Der Martin Marprelate Skandal war damals eine der auffälligsten Rebellionen gegen die Kirche von England und gegen repressive Tendenzen im Elisabethanischen England. Merkwürdigerweise hat Martin Marprelate aber, entgegen seiner Absicht, einen dauernden Einfluss auf die literarische und die religiöse Entwicklung ausgeübt. Auch Shakespeares Falstaff soll nach Meinung einiger bei ihm in der Schuld stehen. Ein höchst interessanter Gedanke, der so abwegig nicht ist.“

Ja, aber Niemand kam auf die Idee, dass Shakespeare ein Pseudonym ist, hinter dem Christopher Marlowe steckte. Dabei war er für solche Scherze bekannt. Und die beiden Namen enthalten sogar seinen Namen; „Mar-tin“ und „Mar-Prelate“. Prelate, das bedeutet „Prälat“, also „Kirchen-Pfaffe“. Noch deutlicher geht es nicht, auch ganz ohne lange Spurensuche im Internet.

Sehr vorsichtig dabei ist immer noch die seriöse, zuverlässige Wikipedia. Sie spricht immer noch, nur von Vermutungen, Hypothesen. Dabei gibt es so viele Spuren, Fakten und Beweise, dass überhaupt kein Zweifel mehr möglich ist.

Zum Gedenken an Christopher Marlowe habe ich am 23.1120 eine neue Webseite eröffnet:

„Zeichen und Bilder“

https://www.mind-panorama.de/

Das ist ein exemplarischer Fall für die moderne Kriminalistik. Die vielen Quellen der Wikipedia öffnen neue, die man auch überprüfen kann. Das heißt: Mit Hilfe des Internets kann man, vierhundert Jahre nach einem vorgetäuschten Mord, die Wahrheit herausfinden. Ohne Aktenzeihen XY ist der Fall gelöst. Auch alle Hintergrund-Informationen ergeben ein klares, zweifelsfreies Bild. So deutlich habe ich das noch nie gelesen, aber das ist auch richtig. Nur aufgrund von Verdächtigungen kann man niemand verurteilen. Das vorgeschlagene Internet-System ist, im Prinzip lückenlos. Aber öffentlich darf das keine Schlagzeilen machen, die die Privatsphäre verletzen. Den Datenschutz. Man kann auch Bundeskanzlerin Merkel fragen, was sie ganz genau darüber weiß

Das gilt umso mehr für die Gegenwart. Wenn man das gleiche System benutzt. Sammlung von möglichst vielen Daten. Spuren. Dann ihre Bewertung, Einstufung mit wenigen Schulnoten, von „Sehr gut“ bis „Falsch“. Anschließend ein Urteil nach den klaren Vorschriften und Grenzen des Strafgesetzbuchs. Das müssen nicht allein Menschen machen, mit kilometerhohen Akten aus Papier. Sie irren sich trotzdem. Maßgeschneiderte Computerprogramme erledigen das vollautomatisch. Natürlich müssen Menschen das prüfen. Bei Fällen von öffentlichem Interesse nur im Internet, also von Jedem überprüfbar. Jedes geheime, versteckte Gemauschel hinter verschlossenen Türen ist damit abgeschafft. Also die Quelle von zahllosen Fehlurteilen, falschen Gutachtern und Zeugen. Unantastbar ist dabei immer das grundgesetzlich geschützte Privatleben. Das müssen auch diejenigen beachten, die es immer noch, gar nicht kennen, aber es kennen müssten. Zum Beispiel Bundeskanzlerin Angela Merkel, die auf unsere Verfassung ihren Amtseid geschworen hat, allerdings sehr spät. Sie kannte, vor fünf Jahren auch nicht den Unterschied zwischen dem Recht auf politisches Asyl und Armuts-Wirtschaftsflüchtlingen. Das hat Milliarden Euro verschlungen. Und ist immer noch kein Einzelfall, in vielen anderen Bereichen, mit ganz anderen Beteiligten. Das ist noch sehr viel teurer und hat auch schlimme, finanzielle Folgen, immer noch, auch für unseren Staat. Eine lange schon schwelende, gewaltige Krise, über die aber Niemand spricht. Vor Allem nicht die Nutznießer. Aber das wird sich ändern, schon im Neuen Jahr, das jetzt nur noch fünfzehn Tage entfernt ist.

Zum Thema Marlowe – Shakespeare gibt es auch einen sehr spannenden, farbenprächtigen Film. Hier kann man ihn anschauen (44 Minuten) :

„Das Shakespeare- Rätsel“

https://www.youtube.com/watch?v=w-7k20gn-kY

Das Bild unten zeigt Marlowe im Alter von 21 Jahren. Es wurde erst 1953 gefunden, im stark beschädigten Zustand. Wahrscheinlich sollten alle Spuren vernichtet werden. Aber jetzt ist es möglich, die ganze Geschichte lückenlos zu verstehen.

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