Die Nacht auf dem Kahlen Berg

11.5.2022. Am Wiener Platz gibt es einen großen Biergarten mit schattigen Kastanienbäumen. der jetzt immer voll ist. Wenn das Wetter dabei mitmacht. Gegenüber ist ein Bistro für junge Leute. Wenn man will, findet man  überall aufmerksame Ohren, auch solche zum Weglaufen. Seit zwanzig Jahren war ich dort oft, in der Nähe hält die Straßenbahn. Einmal setzte sich an den Nebentisch ein Herr mit einer Immobilien-Zeitschrift. Nur daraus ergab sich ein Gespräch, dabei kam heraus, dass er ein Architekt war, der auch die Umgestaltung der Sendlinger Straße geplant hatte, nicht weit vom Marienplatz, in bester Lage. Weil wir uns gut unterhielten, fragte er nach meiner Meinung. Zu viel Luxus, während gleichzeitig ein paar alte Traditionsläden schließen mussten. Gestritten haben wir uns nicht, aber dann musste er schnell weiter. Die Bewertung stimmt für die ganze Innenstadt, Viele alte Stammlokale sind längst verschwunden, die Lokalbaukommission hat das  letzte Wort bei den Genehmigungen. Wenn Bürger das nicht richtig finden, gibt es ganz andere Probleme. Wenn eine Genehmigung nachträglich geändert wird, hat das Planungsbüro des Architekten immer Anspruch auf einen Schadensersatz. Zahlen muss die Stadt, und deren Geld ist immer knapp. Dazu gibt es hier über 60 Beiträge:

https://luft.mind-panorama.de/?s=macht+und+glanz&x=8&y=7

Das gehört auch zum Kapitel „Die Architektur der Macht“, mit 290 Beiträgen. Einseitig ist das nicht und auch keine Stimmungsmache, die Fakten werden nur verglichen und bewertet, ohne eine einzelne Partei in den Mittelpunkt zu stellen. Wer dreißig Jahre in München lebt, findet in allen Informationsmedien dazu genaue Analysen. Hier geht das nur in Kurzform, Jeder kann sich mit Suchmaschinen selbst darüber informieren. Neue Perspektiven können wichtig sein, das bestätigen viele Beteiiigte. Besonders ausgefallen ist die Innenstadt, rund um die Residenz. Ein Anwalt von dort,  las vor zehn Jahren einen meiner Beiträge hier, dann meldete sich sein Büro und wir trafen uns in der Nähe der Bayerischen Staatsoper. Ein paar Tage später bedankte er sich für den Gedankenaustausch, seitdem haben wir keinen Kontakt mehr. Solche Zeitgenossen sind keine weltfremden Einzelgänger, sie können etwas bewegen, weil sie die Kontakte dafür haben. Neidisch macht mich das nicht, meine Welt ist dort, in dem, was Jeder hier lesen kann. Wenn dann ein Krieg ausbricht, muss man das verhindern, aber ein Einzelner hat gar nicht die Macht dazu.

Es wäre dumm, jetzt zum Thema des Ukraine-Krieges zu wechseln, aber ich habe dazu schon über 80 Beträge veröffentlicht, die keine militärische Lösung enthalten, sondern Fakten aus der Vergangenheit, die Im Westen nur am Rande erwähnt werden:

https://luft.mind-panorama.de/?s=ukraine&x=21&y=13

Ein Herr aus Osteuropa hat mich im Jahr 2016 angesprochen, weil er meine Internet-Kommentare kannte. Wir haben uns ein paar Mal zum Bier getroffen und dabei auch historische Entwicklungen besprochen. Plötzlich brach der Kontakt ab, weil das Mikrofon seines Smartphones eingeschaltet war, und er war dann nicht mehr erreichbar. Ganz allgemein ist so etwas bedauerlich. Ich mag keine Dummköpfe, weil sie Zeitverschwendung sind. Aber das ist keine Mehrheit. Auch Leute ohne ein akademisches Studium können einen sehr klaren Blick auf die Wirklichkeit haben. Dazu gehören leider auch Kriminelle. Sie sitzen manchmal auf den besten Plätzen, aber sie sind schnell an ihren Auffälligkeiten erkennbar, an den Ansichten und den Lieblingsthemen. Das ist Sache der Polizei, aber auch dort gibt es Informationslücken, die Fehler verursachen. In Münster kannte ich 1980 einen jungen Kriminalbeamten. Wir sprachen nur über private Themen, dabei fiel aber auf, dass ihn sein Beruf nicht besonders interessierte. Schlecht für alle Betrofffenen, gut für alle Anderen.

Wer ein Machtzentrum besetzt, darf dabei nicht nur als Experte auftreten. Sonst fehlt ihm der Rest der Welt. Trotzdem ist das keine Ausnahme. Die Ursache für das meiste Unglück, vor Allem in großen Firmen und Organisationen. Sie haben einen hohen Investitionsbedarf, auch in der Kultur. Jeder Cent wird dabei gebraucht, landet aber zu oft in privaten Taschen, weil Niemand genau hinschaut. Die Leser wissen, dass ich Niemandem hinterher spioniere, bei keinem Thema. Aber wenn Dummheiten sich einschleichen, gehören die Methoden auch ins Internet. Zum Schutz der Opfer und der Verursacher. Denn wenn die große Glocke klingelt, lässt sie sich nicht abschalten. Einzelheiten dazu findet man mit dem Stichwort „Pandora“. Hier gibt es dazu über 80 Beiträge:

https://luft.mind-panorama.de/?s=pandora&x=10&y=10

Wie sieht Pandora aus? 1941 hat Walt Disney das gezeigt, mit der Musik zu Mussorgskys „Nacht auf dem Kahlen Berg“ :

https://www.youtube.com/watch?v=SLCuL-K39eQ

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