Die Nacht des Jägers

30.10.2020. Alfred Hitchcock hat mehrfach mit dem Schauspieler Charles Laughton zusammengearbeitet, kannte aber dessen einzige Regie-Arbeit nicht: „Die Nacht des Jägers.“ Da geht es um einen schwarz gekleideten Wanderprediger (Robert Mitchum), der auf einem weißen Pferd durch Nordamerika reist. Auf seinen beiden Handflächen sind die Wörter eintätowiert: Hass und Liebe. Er sucht ahnungslose Opfer, die er mit frommen Worten anlockt und dann hinterlistig umbringt. Zu Beginn entdecken spielende Bauernkinder, in einer Scheune eine Leiche. Dazu sagt ein Sprecher, „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“ Das ist ein Bibelzitat. Es handelt vom Weinberg des Herrn und der Ernte darin. Die verdorbenen Früchte werden weggeworfen. Die guten geerntet und gekeltert, bis sie reif zum Trinken sind. In der Bibel beginnt erst danach der Weltuntergang. Die Apokalypse. Im Jüngsten Gericht werden die Sünder in die Hölle gestoßen. Die Gerechten leben an der Seite Gottes weiter, im Paradies. Das Paradies ging schon früh verloren, am Anfang der Welt, weil „Urmutter“ Eva einen verbotenen Apfel verspeiste. Danach war Schluss mit dem Paradies, bis zum heutigen Tag, dessen weltweite Krisen immer stärker werden. Vor dem biblischen Weltuntergang tauchen noch zwei schaurige Gestalten auf. Die Hure Babylon, die Mutter aller römischen Huren sitzt auf einem kranken, scharlachroten Tier mit der Ziffer 6 6 6, dem Erkennungszeichen der Hemmungslosigkeit. Beide Figuren werden von zornigen Engeln vernichtet.

Hier kann man eine dramatische Szene des bedeutenden Kinofilms von Charles Laughton sehen, zehn Minuten in englischer Sprache, aber deutlich:

https://www.youtube.com/watch?v=iFzTBPy7nl8

Der herumreisende Wanderprediger ermordet hinterlistig die Mutter der zwei Kinder, vermutet aber, dass die Beiden noch viel Geld verstecken und jagt sie. Gerettet werden sie von einer alten Frau (Lilian Gish), die den Film mit einer Märchenerzählung eröffnet, mit andächtigen Kindern als gespannte Zuhörer, unter einem sternenglitzernden Nachthimmel.

Gut und Böse. Schwarz und Weiß. Das unzerstörbare Dualitätsprinzip der Verdoppelung von Gegensätzen gehört zu den Universalgesetzen des Kosmos. Es lässt sich nicht abschalten, aber dämpfen. Das ist das Ziel der bisherigen, langen Entwicklung auf dem Planeten Erde, der Evolution. Ausgelöst wird das durch Forschung und Erkenntnis. Gebremst durch unverbesserliche Dummheit, Machtgier, Habgier und Bösartigkeit. Manchmal herrscht das schwarze Prinzip. Dann wieder siegt die weiße Magie. Zur Zeit ist die Frage offen, wer gewinnt. Die Lösung ist offensichtlich. Eine massive Veränderung des bisherigen Denkens. Bisher war es das Thema von leeren Sonntagsreden und dem unwichtigen Geschwätz von Politikern, die ständig schwatzend, von einer Besprechung zur nächsten jagen, in einer endlosen, lichtlosen „Nacht der Jäger“.

Doch sie handeln nicht wirksam oder machen das Wichtigste falsch. Das wird sich in Zukunft schnell herausstellen, systematisch. Die elektronische Technik ist bereits vorhanden, wird aber, aus Unwissenheit, nur lückenhaft genutzt. Zu viele Fakten. Zu viele Daten. Doch das Rezept ist ganz einfach. Sammeln der wichtigsten Auffälligkeiten. Geographische Standorte. Verknüpfung der Zahlen durch nachprüfbare Rechenformeln, Algorithmen. Vergleiche mit früheren Jahren. Daraus ergeben sich die Ursachen. Und deren Beseitigung. Fertig.

Am Mittelmeer gibt es viele schöne alte Städte und Traumlandschaften. Drinnen herrscht oft die nackte Not. Durch Krisen, Spannungen, die aus Faulheit oder Bequemlichkeit der Herrscher nicht ernsthaft bekämpft werden. Die stärksten Flüchtlingsbewegungen aus Europa richteten sich, vor Allem im 19. Jahrhundert, nach Nordamerika und zur Freiheitsstatue in New York. Die Verfassung der Vereinigten Staaten garantiert wichtige Freiheitsrechte, zur Meinung, zum Wohnort, zur ehrlichen Arbeit und zur Wahl des Arbeitsplatzes. So wie auch unser Grundgesetz, seit 1949. Wenn so etwas nicht mehr im Vordergrund steht, werden Universalgesetze verletzt, die harte Strafen erzeugen und realisieren. Die gerade erwähnten Computerprogramme können alle Ursachen transparent machen und genaue Diagnosen stellen. Wenn man es denn ernst nimmt. Sonst ist die nächste Krise schon vorprogrammiert.

Selbstverständlich gilt die Glaubensfreiheit auch innerhalb von Glaubensgemeinschaften. Die katholische Kirche hat mit den harten Strafen ihrer Inquisition, besonders im Mittelalter viele abschreckende Beispiele dokumentiert. Das war vor tausend Jahren. Der mutige Widerstand von Reformatoren wie Martin Luther, hat das schon seit fünfhundert Jahren drastisch verändert und verbessert.

Milva singt, auf einem lebhaften italienischen Marktplatz in München: „Freiheit in meiner Sprache heißt: Libertà“ :

https://www.youtube.com/watch?v=gEt31pOl-F4

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