Die Türen öffnen sich

24.1.2021. Auf der Welt gibt es viel Geld. Das einzige Problem: Für was wird es ausgegeben? Riesenmengen werden in sinnlosen Projekten verpulvert. Pleitefirmen werden künstlich am Leben gehalten. Reiche Regionen schwelgen im luxuriösen Überfluss, während arme, in der Nachbarschaft, kaum über die Runden kommen. Das war immer schon so, und es ist immer noch genau so. Aber das darf nicht sein. Heute gibt es Möglichkeiten, die Gesamtsituation schnell zu verändern, ohne jede Gewalt.

Wenn das so einfach ist, warum geschieht es denn nicht? Die Ursachen dafür wurden hier schon oft erklärt. Ein reicher Filmproduzent sagte mir vor vier Jahren: „Geld haben wir genug. Aber keine Projekte, mit denen man auch verdienen kann.“ Diese Logik kann man nicht widerlegen. Aber sie lässt zu viele Fragen offen. Weil es dafür Ursachen gibt, um die sich Keiner kümmert.

Die große Zeit der Entdecker war in der Renaissance-Zeit, vor vierhundert Jahren. Am 17.12.20 habe ich dazu einen Artikel gechrieben:

„Die Schule der Nacht“

https://luft.mind-panorama.de/die-schule-der-nacht/

Zitat: „Zu dieser „geheimen“ Vereinigung, der nachtschwarzen Schule, sollen sogar einige Mitglieder des fortschrittlichen Adels gehört haben, einschließlich Astronomen, Reisenden der Neuen Welt, Philosophen und Dichtern, z. B.  Christopher Marlowe . Der „Schul-Direktor“, Walter Raleigh, kam 1581 an den englischen Hof und gewann rasch die Gunst und Freundschaft der Königin. Raleigh übernahm auch die Befehlsgewalt der königlichen Leibwache und war deshalb verantwortlich für die Sicherheit Elisabeths. 1595 führte Raleigh eine Expedition nach Südamerika an, um dort das Goldland El Dorado zu suchen.  Bei seiner Rückkehr wurde er, auf Betreiben Spaniens, verhaftet und zum Tode verurteilt.“ 

Was hatte er denn eigentlich verbrochen? Ein Goldland in Südamerika zu suchen, wo der spanische Staat viele eigene Interessen hatte, die Raleigh nicht beachtete. So einfach ist auch das. Aber es hatte für ihn schlimme Folgen.

Gefährlich waren auch Besuche in seiner „Schule der Nacht“. Die anglikanische Kirche und deren Oberhaupt, der Erzbischof von Canterbury, beschäftigten wachsame, strenge Zensoren und Spione, die scharf gegen alle Ketzer vorgingen, die an Magie und Zauberei glaubten. Das galt als Werk des Satans und wurde unerbittlich mit dem Tod bestraft. Heute ist das Alles kein Problem mehr. Jeder hat die Glaubensfreiheit, zu welchem Thema auch immer. Dazu gehört natürlich auch die persönliche Freiheit, innerhalb der Glaubensgemeinschaften, gegenüber ihren Mitgliedern.

Nur so konnte die menschliche Entwicklung sich zielstrebig weiter fortsetzen. Trotz aller Spannungen und Krisen, die zur Zeit immer heftiger werden. Es sind Störungen, die man bekämpfen kann, aber nicht von Heute auf Morgen. Der Wille dazu muss allerdings erkennbar sein, sonst bleibt es beim leeren Gerede der Politiker.

Auf dieser Webseite gibt es, ganz rechts, eine Übersicht von vierzig Themenbereichen. Sie sollen ein verändertes Denken unterstützen. Entstanden sind sie zwar erst seit sechs Jahren, aber das Fundament dafür gibt es schon viel länger. Man bekommt es in der Kindheit und in vielen Jahren danach. Manche lassen die begrenzte Zeit aus Langeweile passiv über sich ergehen und jammern dann nur noch. Traurigkeit gehört zum Leben, aber man darf sich nicht einfach nur darauf beschränken. Sonst kommen neue Spannungen und Probleme, von selbst.

Früher habe ich sehr viele Abende in der Gesellschaft von Lokalbesuchern verbracht, die zum Teil sehr dumm, aufdringlich und manchmal auch hinterlistig waren. Aber in der Mehrheit waren es aufmerksame Menschen, die sich freuten, wenn man nicht nur zuhörte, sondern auch Antworten gab. In lockerer Atmosphäre öffnen sich dann auch Türen, die sonst fest verschlossen waren. Auch Grenzen wurden dabei überschritten. Ich habe mich nicht eingemischt, aber Hinweise gegeben. Leider auch mit dem Ergebnis, dass nette Leute plötzlich, überhaupt nicht mehr sehr nett waren. Das macht eigentlich nichts, aber Manche entwickelten dann eine schlechte, negative Energie, die ihnen am Ende, immer mehr selbst geschadet hat. Im Lauf der Jahre durchschaut man Auffälligkeiten immer schneller. Die logische Folge ist, dass man Lügner und Betrügern aus dem Weg geht und voraussehbare Störungen vermeidet. Im Beruf ist das jedoch nicht so einfach und kann dann auch das ganze Betriebsklima ruinieren. Oft sogar die ganze Firma, die innerlich immer wackeliger wird und manchmal verbotene Wege geht.

Das Alles wird sich ändern, aber nicht durch noch mehr Überwachung. Grenzüberschreitungen und Übergriffe dabei sind verboten. Viel wichtiger ist mehr Offenheit und Transparenz. Jede Auffälligkeit wird auf Dauer einfach bemerkt, wenn sie Schaden anrichtet. Das können gute Programme notieren und bewerten, auch im Internet, weil sie sich an den allgemeinen Gesetzen orientieren müssen. Die Steuerfahndung benutzt das an ihren Arbeitsplätzen längst, mit Erfolg. Aber viele Bereiche, im grauen Halbdunkel, bleiben noch im Schatten. Einzelne Informanten und Mitwisser verschicken zwar mobile Datenspeicher an die dankbaren Behörden. Aber es sind Einzelfälle. Meist sind die Fehler aber gar keine Einzelfälle.

Wiederholungen erzeugen, vollautomatisch, ein differenziertes Bild mit vielen Farben, wenn die Protokolle zwar auf die richtigen, aber nicht auf alle Merkmale reagieren: Schlechte Betriebsergebnisse. Zu viele Kundenbeschwerden. Unzufriedene Mitarbeiter. Falsch geplante Projekte, die nur große Verluste erzeugen. Und so weiter. Man muss hier nicht jede Möglichkeit seitenlang aufzählen. Aber jede Minuszahl führt direkt zu den Ursachen. Und zu Lösungen.

Deshalb heißt auch der Titel dieses Kommentars: „Die Türen öffnen sich.“ Wer das bremst oder verhindert, ist selbst Teil der größten Probleme und muss abgelöst werden. Ohne persönliche Vorurteile oder mit umständlichen, hinterlistigen Privatkriege. Auf der Startseite dieser Webseite liest man, schon zum Beginn vor sechs Jahren: „11.1.2015. Der Titel des Blogs bedeutet, dass unter einer glatten Wasseroberfläche auch viele Dinge ablaufen, die man zunächst gar nicht sieht. Man erkennt  manchmal nur eine helle Oberfläche, in der sich der blaue Himmel spiegelt. Aber das ist nicht Alles. Die Farbe „königsblau“ ist das Merkmal des  Lapislazuli-Steins, war früher ein Erkennungszeichen der mächtigen Herrscher, der  Zauberer  und  Magier, die den  nachtblauen Sternenhimmel deuten konnten  und entspricht der dunklen Farbe der Nacht, die Vieles verbirgt, was erst  im hellen Tageslicht der Erkenntnis deutlich sichtbar wird. Aber es ist kein Enthüllungsjournalismus. Viele Namen und Orte sind verschlüsselt, weil nur das als Nachricht  gilt, was auch allgemein wichtig sein kann. Klatsch und Tratsch aus Langeweile,  sind unerwünscht.“

Daran hat sich nichts geändert. Aber immer noch gibt es einen sehr großen Erneuerungs-Bedarf, auf vielen Gebieten. Jeder kann sich selbst daran beteiligen.

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