Die Welt aus dem Gleichgewicht

20..12.2020. „Koyannisquatsi“ bedeutet in der Sprache der nordamerikanischen  Hopi-Indianer „Life out of Balance“. Also ein Leben ohne Balance, das aus dem Gleichgewicht geraten ist. Gezeigt werden  in der 1982 entstandenen, berühmten filmischen Umsetzung von Godfrey Reggio, Jahrgang 1940, eindringliche archaische, unberührte  Urlandschaften, die später von rücksichtsloser moderner Technik zerstört werden.

So begann am 25.10.20 ein Artikel:

https://luft.mind-panorama.de/koyannisquatsi/

Und was ist seitdem geschehen? Es wurde noch schlimmer. Man muss nicht einmal in die Nachrichten schauen. Jeder, mit dem man spricht, sagt das auch so, auf seine Weise. Einmal am Tag schaue ich in die Nachrichten, das reicht. Dann kann man umschalten, nicht um Alles zu verdrängen, die Realität auszublenden. Aber um etwas Andere zu hören, zum Beispiel Musik, einen spannenden Film anzuschauen, eine Komödie. Immerhin entspannt das. Es nützt aber gar nichts, 24 Stunden am Tag zu jammern, Einige verweigern auch direkt solche Diskussionen, weil sie nichts bringen, außer ständig die schwafelnden Gesichter der immer gleichen Politikern zu sehen, die vor fünf Jahren so ähnlich redeten, in der „Flüchtlingskrise“. Da hätte ein Blick in das Grundgesetz gereicht. Dort steht nur ein Satz: „Politisch Verfolgte genießen Asyl.“ Aber nicht Millionen arme Wirtschaftsflüchtlinge, die einfach nur weg wollen, aus ihren schlecht behandelten Ländern. Dieser kleine Satz aus dem Grundgesetz hätte aber die ganze, Milliarden Euro verschlingende Flüchtlingskrise erst gar nicht entstehen lassen. Doch Bundeskanzlerin Angela Merkel kannte ihn gar nicht oder hat ihn falsch verstanden.

So geht das jeden Tag. Überall wird zu viel Quatsch geredet, in den Talkshows, in Interviews und Kommentaren. Aber es verändert Nichts. Dann ist es auch sinnlos. Ich beschreibe oft eine andere Methode: Die Ursache finden, dann hat man eine Lösung. Das funktioniert nicht immer, aber sehr oft. Zur Zeit kennt man deshalb noch keine Ursache, weil auch die Medizin vor einem Rätsel steht. Also muss man vermuten, mit wissenschaftlichen Hypothesen arbeiten. Ein großer Grund war die Reisefreiheit. Jeder konnte, zu vergleichsweise günstigen Preisen, fliegen, wohin er wollte. Jetzt geht das nicht mehr. Denn auch die Versammlungsfreiheit ist weg. Also schon einmal zwei, auch politisch wichtige Gründe. Die Pressefreiheit, die Meinungsfreiheit sind aber noch da. Doch da hört man auch viel zu viel Gequassel, leeres Gerede. Das langweilt. Warum redet man kaum über andere Möglichkeiten?

Zur Zeit höre ich gern Bruckners siebte Sinfonie. Darüber ist am 12.12.20 hier ein Artikel erschienen:

https://luft.mind-panorama.de/gergievs-bruckner/

Hier hört man Valery Gergiev mit den Müncher Philharmonikern:

Bruckner Symphony No. 7 – Münchner Philharmoniker & Valery Gergiev – YouTube

Solch eine überirdische Musik entspannt und regt die Gedanken an. Das sind zwar noch keine Lösungen, aber der Weg dorthin. Bei der jetzigen Weltkrise muss man sich nicht an wilden Spekulationen erhitzen. Aber man kann nachdenken und sich dabei entspannen. Das ist der Anfang. Und schon ein wichtiger Schritt. Kürzlich schrieb ich einem alten Freund: „Wenn Du nachts schlecht schlafen kannst, merke Dir einfach das, worüber Du dann nachdenkst. Oder schreibe Dir Stichworte auf. Wenn wir darüber reden, findet man vielleicht die Ursachen. Danach lösen sie sich auf.“

Für die gegenwärtige Weltkrise gibt es viele Ursachen, aber man soll sie nicht für phantastische Spekulationen und unseriöse politische Mutmaßungen missbrauchen. Unter diesem Text steht eine Übersicht der Themen dazu.

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