Dreiländereck

11.11.2020. Meine Geburtsstadt ist leicht zu finden. Auf der täglichen Wetterkarte, wenn dort Ländergrenzen eingezeichnet sind. Ein Punkt berührt drei Länder. Holland. Niedersachsen. Und Westfalen. Holländisch „Driland“. Das Dreiländer-Eck. Viel los ist dort nicht. Aber schöne, stille Landschaften gibt es. Die Ritterburg Bentheim. Das Ausflugslokal „Haarmühle“, mitten im Wald, an einer ratternden Wassermühle und einem schmalen Fluss, wo man mit kleinen Ruderbooten die vorbeiziehende Welt vom Wasser aus anschauen kann. Mit den ersten Schulkameraden ging es auf Fahrrädern durch das Gut Schwarzbach, ein Naturschutzgebiet. Aus Geldmangel waren nur Bücher immer erreichbar, geliehen aus der Stadtbücherei. Abenteuerbücher und Kriminalromane.

Ab 1960 kamen die Naturwissenschaften dazu. Physik. Chemie. Und große Literatur. Musik. Neun Jahre lang. Da vergisst man zwar Details, aber nicht das Wichtige. Musik, vor Allem Opern, waren nur in Münster anzuschauen, 56 Kilometer entfernt. Das war zu teuer. Aber es gab große Spulentonbänder, auf denen man stundenlang Musik aufzeichnen konnte. Das warn unmittelbare Erlebnisse, in Verbindung mit Büchern. Deshalb mochte ich es später auch nicht, wenn Inszenierungen auf den Libretti, den Regieanweisungen herumtrampelten.

Danach kam das Berufsleben, wie es in keinem Buch steht. Fachkenntnisse, aus Notwendigkeit vor Allem ganz allein, selbst erlernte. Ökonomie. Organisation von Arbeitsabläufen. Leider auch die Missachtung der Regeln, aus Faulheit und Dummheit. Die vereinigte Gemeinheit. Intrigen. Lügen. Aber die Mischung war entscheidend. Plus- und Minuspunkte. Das wiederholte sich immer wieder. Man konnte Regeln darin erkennen. Also auch die Ursachen für schlechte Erfolge. Das waren einzelne, üble Personen und ihre Anhänger. Selbst wenn die Mehrheit gute Leistungen zeigte, waren sie im Schatten aktiv. Als gelangweilte Nichtstuer.

Das sind Themen, die für Alle interessant sind. Weil jeder betroffen ist. Im Guten und Im Bösen. Das ist das Hauptthema dieser Webseite. Erfahrungen kann man weitergeben. Viele lesen so etwas gar nicht, weil sie es nicht kennen und deshalb auch nicht wissen können.

Natürlich hat Jeder Wissenslücken, aber die kann man schließen. Sonst kann großer Schaden entstehen. Vor Allem, wenn große Staaten davon betroffen sind. Die Ursachen sind längst bekannt. Jede Suchmaschine findet sie. Aber die alten Sitten sind zähe. Sie drohen und winken, mit Macht und Geld.

Aber Martin Luther (1483 – 1546) zertrümmerte, nur mit seinen Gedanken, die große, grausam gewordene römische Weltkirche. Zu seinem eigenen Text schrieb er auch die passende Musik:

„Der alt-böse Feind, mit Ernst er es jetzt meint. Große Macht und viel List sein grausames Rüstzeug ist. Der Fürst dieser Welt (Satan), wie sauer er sich stellt, wir fürchten ihn nicht. Denn er ist schon gerichtet. Ein Wörtlein kann ihn fällen.“

Die Macht von Sprachsignalen habe ich schon oft erlebt, oft ganz ungewollt. Wenn man in einem harmlosen Gespräch zufällig Stichwörter gebraucht und der Zuhörer dabei heftig erschrickt, dann hat man einen wunden Punkt getroffen. Hakt man dann nach, kommt die Ursache heraus. Das ist die Methode der Psychoanalyse. Sie findet Störungen und deren Ursachen. Damit kann man Lösungen entwickeln.

Wettervorhersagen sind unzuverlässig, weil die Einzelteile sich ständig verändern. Aber es gibt zuverlässige Prognosen. Man findet sie durch Vergleiche der Gegenwart mit der Vergangenheit. Klare Vergleichsziffern, nicht nur ein riesiger Berg von nüchternen Datensammlungen. Aber vergleicht man das Gesamteinkommen eines Staates mit dem Einkommen der einzelnen Bewohner, dann entstehen prozentuale Unterschiede, auch dort, wo es sie eigentlich gar nicht geben dürfte. Dann haben die Regierungen Fehler gemacht. Oder die Manager großer Konzerne. Und die täglich betroffene Bevölkerung hat gehorcht.

Solch einen Unsinn habe ich oft erlebt, vor Allem im Beruf. Die Folgen waren ein beschädigtes Betriebsklima, schlechte Produkte und schrumpfende Verkaufszahlen, also Gewinne. Wenn noch nicht einmal die Profis richtig damit umgehen können, kommt für die Beteiligten der Weltuntergang. Schlimm ist das auch in der Kultur. Wenn dort nur noch die nackte Geldgier herrscht, kommen auch keine zahlenden Besucher mehr. Dann brechen die Systeme zusammen. Zur Zeit sind viele Gemeinschaftseinrichtungen geschlossen. So wie vorher kann es in Zukunft gar nicht mehr weiter gehen. Möglichkeiten gibt es auch jetzt schon genug. Aber auf Ideen kommt Niemand, wenn nur viele Dollarnoten in seinen Augen blitzen. Dann ist Ärger unvermeidlich, bei den Mitarbeitern und der zahlenden Kundschaft.

Aber das Schicksal lässt sich beeinflussen. Durch Kenntnisse. Und Erfahrungen. Das ist die richtige Arbeit für Computerprogramme, die nicht nur organisieren, sondern auch Alltagslösungen finden. Unter diesem Text ist auch dazu eine Themen-Übersicht.

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